13. Meisterschaftsspiel E2 2009 / 2010

Spieltag 13
Rot-Weiß Walldorf E2 – VfB Ginsheim E2

Von Norden frostig Windgebläse

Freund Ball an eignen Fuß sich schmiegt

Die Kälte steigt mir in die Näse

Feind Ball ins Gästetor nicht fliegt

RW Walldorf – VfB Ginsheim 2:1 (1:1)

Durch eine glückliche Fügung konnte ich heute noch die letzten 17 Minuten des Spiels gegen den VfB Ginsheim besuchen. Es war kühl und windig und in dieser Halbzeit spielten wir hauptsächlich mit Wind.

Ich stellte mich also gleich zu Herrn Wolff, um ihn über das Spielgeschehen auszufragen. Herr Wolff zeigte sich recht zufrieden. Alle würden kämpfen, ihr Bestes geben und man liege auch verdient mit 2:1 in Führung. Nach der 1:0-Führung durch Deniz, hätte Ginsheim ausgeglichen. Gleich 2 Ginsheimer wären alleine auf unser Tor zu marschiert und hätten den Halbzeitstand markieren können. Das 2:1 sei ein Kullerball gewesen, ebenfalls von Deniz, vielleicht auch vom Wind. Man müsse die offizielle Statistik abwarten. Nach dem Spiel sah es Herr Oral so, dass Deniz durch eine geschickte Körpertäuschung den Torhüter überrascht habe, so dass dieser überhaupt nicht reagiert habe. Scheint ein sehenswerter Treffer gewesen zu sein.

Trainer und Torhüter berichteten hinterher, dass es besonders in der ersten Hälfte eine Reihe von Chancen gegeben habe, die eigentlich zu einem Tor hätten führen müssen, so ähnlich wie am letzten Samstag beim Turnier in Mörfelden. Da war ich dabei, also kann ich mir das lebhaft vorstellen.

In der Zeit, in der ich anwesend war, hatten unsere Jungs ständig Ballkontrolle. In Tornähe fehlte aber die Entschlossenheit, so dass die einsatzfreudigen Ginsheimer Abwehrspieler immer wieder stören konnten. Ein Handvoll Torschüsse waren zu schwach oder zu ungenau, so dass der Ginsheimer Torhüter eigentlich nicht gefordert war.

Die Ginsheimer hatten nur durch weite Abschläge des Torhüters Angriffschancen, verloren jedoch bis auf eine Ausnahme jeden Ball an unsere aufmerksamen Abwehrspieler. Die Ausnahme: Ein Ginsheimer konnte alleine Richtung Tor laufen. Yannick kam weit heraus, blieb aber rechtzeitig stehen, so dass er nicht überlaufen werden konnte. Der Ginsheimer schoss über ihn hinweg und – glücklicherweise – am Tor vorbei. Puhh!

Trainer Oral war – bis auf die mangelnde Durchsetzungskraft beim Torabschluss – trotzdem zufrieden mit dem Spiel. Er bescheinigte Adrian eine gute Leistung im Mittelfeld und Deniz eine gute Leistung als Sturmspitze. Die Abschlussschwäche bleibt zwar ein Rätsel, aber die letzten Rätsel des Fußballsportes dürften wohl nie gelöst werden.

Alternativer Text: Hand

Beschriftung

Wir standen nahe beim Ginsheimer Begleittroß, der aus einem halben Dutzend Müttern und einem Vater bestand. Die Mütter riefen ständig „Foul!“ und „Der Schiri ist blind.“ Der Ginsheimer Vater befleißigte sich in größeren Abständen, wohl aus Höflichkeit gegenüber Herrn Wolff und mir, kurze Kommentare dazu zu geben („Nur weil dein Sohn hinfällt, ist das noch lange kein Foul gewesen.“, „Der Pfiff war richtig.“). Er ruhte aber in sich und hätte wohl am Liebsten gar nichts sagen müssen. Schiri Karabulut zeigte auch eine fehlerfreie Leistung, jedenfalls solange ich da war.

Hinterher lobte der Ginsheimer Vater unser Spiel. Eintracht Rüsselheim, wo Ginsheim 0:8 verloren hat, gehe aber deutlich zielstrebiger zu Werke.

Mit Frau Kohm scheine ich in meinem Bericht zum Turnier in Mörfelden Recht gehabt zu haben. Sie hat wohl tatsächlich Blut geleckt, war sie doch heute bereits zum dritten Mal hintereinander anwesend. Sie betrieb zusammen mit Frau Kanmaz die Kuchentheke. Beide beklagten sich hinterher über den schwachen Umsatz. Ich muss gestehen, dass ich auf der Rückseite des Containers bei Herrn Wolff stehen geblieben war und überhaupt nicht gemerkt hatte, dass der Verkaufsstand geöffnet war. Ich habe also auch nichts zum Umsatz beigetragen. Entschuldigung, Frauen!

Gefreut haben sich aber unsere Spieler, die nach dem Umziehen die übrig gebliebenen Brezel und Kuchen essen durften. Beobachter der Szene erinnerte das Schauspiel an eine Piranha-Fütterung.

Wir dürfen uns also über einen überraschend knappen, aber verdienten Sieg freuen – d. h. sofern er überhaupt gewertet werden wird. Herr Scheible war nämlich zu spät gekommen. Er hatte erwartet, dass das Spiel verspätet angepfiffen werden würde und hat angekündigt, Protest bei der FIFA einlegen zu wollen. Er hätte da außerdem Beziehungen. Und wer die Herren von der FIFA kennt, weiß, dass wir mit allem rechnen müssen.

Noch zählt das Ergebnis aber, wie wir hier sehen.

Heute aber spielten:

Yannick Cezanne – Adrian Scheible, Cameron Royo, Deniz Oral (2 Tore), Derenik Wolff, Felix Beisler, Furkan1 Duran, Furkan2 Karabulut, Özkan Kanmaz, Tristan Kohm.

(mc)

Leider gibt es vom heutigen Spieltag kein Bildmaterial

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gelesen: 1358 · heute: 2 · zuletzt am: 7. April 2021

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