Reinhard-Kämpfner-Cup, Walldorf

5. Platz beim Turnier im Rahmen der Saisoneröffnung

Beim legendären Kämpfner Cup,

da schien die Sonne heiß

trotzdem machte keiner schlapp

- Komma – soweit ich weiß

5. Platz beim Reinhard-Kämpfner-Cup

Vor Beginn des weltweit ersten Reinhard-Kämpfner-Turnieres stand die  offizielle Saisoneröffnung auf dem Programm. Alle Jugendmannschaften – ich glaube es sind 19 – wurden der interessierten Walldorfer Öffentlichkeit vorgestellt. Fototermine, Interviews, Einkleidung und so was.

So war man bereits um 9.30 Uhr auf dem Sportgelände und blieb auch dort, bis das Reinhard Kämpfner Turnier mit zweiminütiger Verspätung um 13.02 Uhr angepfiffen wurde. Dies war bereits 2009 ähnlich gewesen, als in ähnlichem zeitlichen Rahmen das Lufthansa-Turnier gespielt wurde. Damals hatten unsere 2000er eine blitzsaubere Leistung gezeigt und sich gegen 19 Mannschaften des Jahrganges 99 durchgesetzt. Entsprechend hoffnungsfroh sah man dem Reinhard-Kämpfner-Turnier entgegen. Schließlich waren die Gegner nun ja gleich alt und das würde dann ja wohl leichter werden.

Gespielt wurde in vier Vierergruppen, Spielzeit je 12 Minuten. Anschließend bildeten je zwei Gruppenerste und Gruppenzweite zwei Gruppen, sowie je zwei Dritte und Viertplatzierte wiederum zwei Gruppen. Die beiden ersten der Gruppensiegergruppen kamen ins Halbfinale. Alle Platzierungen wurden dann anhand dieser Ergebnisse ausgespielt. Da auf vier Spielfeldern gespielt wurde, hatten alle Mannschaften immer genau ein Spiel Pause – also viel Fußball und wenig Pause für alle. Das ist Qualität für die der Name Reinhard Kämpfner bürgt.

Nur keine Erkältung in der Saisonvorbereitung riskieren: trotz 30° im Schatten spielte man vernünftigerweise in „lang“.

Nur keine Erkältung in der Saisonvorbereitung riskieren: trotz 30° im Schatten spielte man vernünftigerweise in „lang“.

Beim Wetter hatte er allerdings übertrieben. Bei glühender Hitze wurde allen Spielern viel abverlangt. Wegen solcher Art Wetter gibt es beim Weltmeister übrigens Siesta.

1. Gruppenspiel: RWW – BSC  Schwarz Weiß 1919 Frankfurt 1:0
Auf dem Hauptfeld zeigten unsere Junges gegen einen guten Gegner gleich eine blitzsaubere Leistung. Der Ball lief wie am Schnürchen und die Schwarz-Weißen bekamen kein Bein auf den Boden. Furkan1 traf den Pfosten, einen platzierten, aber etwas zu schwachen Schuss von Deniz hielt der Torhüter. Das 1:0 war dann zum Zungeschnalzen: Direktspiel von Deniz über Micki zu Furkan1, der ins leere Tor einschob, ohne auf einen Gegenspieler zu warten. Der Schiri – ein RW-B-Jugendlicher – staunte: „Die spielen ja besser als wir. Da wurde ja kein einziger Ball in den Rücken gespielt.“ Auch Trainer Oral war hochzufrieden mit diesem Start in den Reinhard-Kämpfner-Cup.

2. Gruppenspiel: RWW – FG Seckbach 02   0:0
Auch hier war RW das überlegene Team. Eine 1A-Torchance wurde direkt auf den Torhüter geschossen. Seckbach traf den Pfosten. Ansonsten erinnere ich mich nur daran, dass es sehr, sehr heiß war und dass Herr Duran sich tief in den schattigen Wald zurückgezogen hatte. Auf dem Sportgelände war übrigens auch Herr Royo, der rekonvaleszent ist und eigens zum Reinhard-Kämpfner-Turnier für einige Stunden das Krankenhaus verlassen durfte. Wir wünschen weiterhin gute Genesung!

In die Reihen der Eltern, die den Grill, die Kuchentheke und den Getränkeverkauf bewerkstelligten, riss der krankheitsbedingte Ausfall der Familie Royo eine empfindliche Lücke. Diese wurde leider nicht von denen geschlossen, die sonst auch meistens verhindert sind. Für die Zukunft wünscht sich rww2000 hier mehr Initiative, Begeisterung und Blick dafür, wenn man gebraucht wird. Echt Leute, so geht´s nicht! Wir wollen nicht immer dieselben Nasen hinter der Theke sehen, sondern auch eure!

3. Gruppenspiel: RWW – SKV Mörfelden 2 2:0
Die SKV hat einige talentierte Spieler. Die 2001er aus der Walldorfer Vorstadt hatten es hier gegen 2000er Teams aber schwer. Eine Reihe von Chancen ließ die E1 aus. Ron mit einem Distanzschuss an den Innenpfosten und Tristan im dritten oder vierten Anlauf ließen aber keine Zweifel aufkommen. Felix prüfte den Pfosten auf Stabilität.

Als Gruppensieger ging es dann gegen drei Mannschaften aus Frankfurt (eine Gemeinde, die etwas nördlich von Walldorf liegt). Diese Spiele wurden auf dem Nebenplatz ausgetragen, wo die Felder etwas kleiner und holpriger waren als auf dem Hauptplatz.

1. Zwischenrundenspiel: RWW – Viktoria Preußen Frankfurt 1:1
Hier wurde wieder sehr schön kombiniert. Neutrale Zuschauer wiesen Spieler der eigenen Mannschaften an, sich anzuschauen, wie ruhig und überlegt unsere Mannschaft spielt. In der Trainingswoche war Preußen Frankfurt noch 12:0 besiegt worden, obwohl sie mit einem Spieler mehr spielen durften.

Furkan2 traf den Pfosten, Anton die Latte. Dann ein Konter, der an einem normalen Tag nicht durch unsere Abwehr kommt und es stand 0:1. Dann ging es wieder nur noch in Richtung Preußen. Es wurde weitergespielt und kurz vor Schluss schob Furkan2 nach einem Zuspiel von Deniz mit der nötigen Ruhe ein.

Es wirkte so  – und Herr Oral sah das ähnlich – als ob den Spielern, die an der Trainingswoche teilgenommen hatten, noch Ausdauer und Spritzigkeit fehlten. Die anderen schienen agiler zu sein, waren aber noch nicht so ballsicher.

2. Zwischenrundenspiel: RWW – SG G/W Bornheim 1:1
Auch hier war Walldorf klar überlegen. Allerdings bereiteten die weiten Abschläge des Bornheimer Torhüters Probleme. Die sprangen an der Strafraumgrenze auf dem trockenen Geläuf hoch ab und waren schwer zu berechnen. Walldorf spielt auch in der Abwehr immer 1 gegen 1. Die Bornheimer verfügen aber über einen guten Stürmer, der in einer Situation den abspringenden Ball besser berechnete und die Führung erzielen konnte. Auf dem größeren Hauptplatz wäre Bornheim vielleicht überhaupt nicht in Strafraumnähe gekommen, denn aus dem Spiel heraus gelang ihnen so gut wie nichts.

Auch ein Bornheimer Betreuer sprach mich schon während des Spieles an und bescheinigte uns das bessere Spiel.

Wer unsere Mannschaft nicht kennt, kann auch nicht wissen, dass sie es noch besser kann. Der Einsatz stimmte aber jederzeit. Anton traf die Latte. Tristan erzielt mit einem Volleyschuss kurz vor dem Abpfiff den Ausgleich.

3. Zwischenrundenspiel: RWW – Germania Enkheim 1:1
Aller guten und schlechten Dinge sind drei. Das Spiel war eine Blaupause der beiden vorherigen Begegnungen. Auch Enkheim verfügte über einen quirligen Stürmer. Nach einer Unachtsamkeit in der Abwehr konnte er Enkheim in Führung bringen. Eine weitere 100-%ige Chance konnte Yannick parieren. Aber um das Halbfinale zu erreichen musste gewonnen werden. Walldorf konnte genügend Druck entfalten und Chancen erspielen, die aber nicht genutzt werden konnten. Trainer Oral versuchte durch taktische Umstellungen zu helfen, die aber das Spiel eher unsicherer machten, was er danach ebenso bewertete. Es spricht für die Mannschaft, dass sie bis zum Schluss alles versuchte und wenigsten mit dem Ausgleichstreffer von Adrian belohnt wurden.

Bornheim und Preußen hatten am Ende einen Sieg, eine Niederlage und ein Unentschieden auf dem Konto, wir drei Unentschieden. Wir wurden so ein Opfer der Dreipunkteregelreform. Lediglich das Spiel um Platz fünf wurde erreicht, aber dreimal einen Rückstand in letzter Minute auszugleichen, ist auch eine Leistung, auf die man stolz sein darf.

Im Umfeld der Mannschaft gingen die Meinungen auseinander, wie dies zu bewerten sei. Ich meine, dass jeder alles versucht hat. Wie oben erwähnt, fehlte einigen die Spritzigkeit. Die Leistungen waren trotzdem so, dass normalerweise zwei oder drei solcher Spiele gewonnen werden. Da sollte eigentlich kein Platz für Ärger, schlechte Laune oder Attacken auf das Selbstvertrauen sein. Man sollte das Ergebnis akzeptieren, sich nicht vom Weg abbringen lassen und mit allerbester Laune weiter daran arbeiten, sich zu verbessern. Wenn man die Ruhe bewahrt, stellt sich auch Glück wieder ein und die Ergebnisse kommen von allein.

Außenstehende, die unsere Mannschaft nicht kennen, hatten heute vielleicht den klareren Blick, denn sie zeigten sich durchweg beeindruckt von der guten Spielkultur.

Übrigens habe ich am Freitagabend, als es ebenfalls sehr heiß war, auch Fußball gespielt. Mein Laufspiel war nicht das Beste, obwohl ich mir allergrößte Mühe gegeben habe.

Auch für Herrn Kämpfner und seine E3 gab es (mehr) Licht und (weniger) Schatten. Ungeschlagen und ohne Gegentor verpassten sie dennoch die Finalrunde aufgrund des schlechteren Torverhältnisses. Höhepunkt war das Spiel in der Zwischenrunde gegen SKV Mörfelden 1, das die Mörfelder durch ein blitzsauberes Eigentor entschieden. Die Betreuer beider Mannschaften waren sicht- und hörbar engagiert bei der Sache. Bravo!

Nach Sven2 und Sebastian, hat sich Herr Reinhard Kämpfner nun auch die Dienste von Sven1 gesichert und damit weiter an Qualität gewonnen. Nicht zuletzt an diesen Drei, sowie an einem starken Özkan lag es, dass die E3 mit nur einem Gegentor beim Reinhard-Kämpfner-Cup das Spiel um Platz 9 erreichten, das sie erst im Neunmeterschießen gegen Groß-Gerau verloren – was in der Fußballstatistik ja als unentschieden zählt.

Spiel um Platz 5: RWW – Spvvg. Oberrad 3:0
Ich befand mich während des Spiels am Grill, konnte es aber in groben Umrissen aus ca. 70 Meter sehen. Beim Turnierwürstchengrill gibt es immer das Problem, dass man entweder viele fertig gegrillte Würste und keine Käufer hat – oder umgekehrt. Aber davon will ich jetzt nicht anfangen. Ich sah jedenfalls nur Walldorf im Angriff. Aufgrund des größeren Spielfeldes hätte Oberrad auch über Torwartabschläge nichts ausrichten können. Soweit ich das beurteilen kann, waren Furkan1, Micki und Derenik die Torschützen.

Anderen Mannschaften ging es heute teilweise nicht besser. Die Favoriten des Reinhard-Kämpfner-Turniers aus Frauenstein sollen – nach Aussagen glaubwürdiger Zeugen (Namen sind der Redaktion bekannt) – gegen Bornheim ähnlich überlegen gespielt haben wie wir. Hier erzielte Bornheim kurz vor Ende den Ausgleich, gewann das Neunmeterschießen und wiederholte das Kunststück gleich noch einmal gegen die – ebenfalls besseren – Sandhausener.

Aber das Schöne am Fußball ist halt, dass man nicht weiß, wie es ausgeht. Und das ist auch das Schöne am Reinhard-Kämpfner-Turnier.

Das Schöne an diesem Bericht ist u. a., dass man jetzt weiß, wie das Reinhard-Kämpfner-Turnier ausgegangen ist.

Ein Dankeschön an Reinhard Kämpfner. Ein Dankeschön auch an die Schiedsrichter, die konzentriert und mit Spaß bei der Sache waren. Man muss allerdings sagen, dass nur ein Betreuer aus Enkheim die wahre Größe des Reinhard-Kämpfner-Turniers einzuschätzen wusste. Er forderte bei einem solch bedeutenden Turnier zumindest FIFA-Schiedsrichter.

Herr Reinhard Kämpfner, dies müsste zu bewerkstelligen sein! Der Weltfußballverband muss sich dieser Kritik stellen! Auf zu neuen Taten!

Heute aber spielten:
Yannick – Adrian (1), Anton, Cameron (1), Deniz,  Derenik (1), Furkan1 (2), Furkan2 (1), Micki (1), Tristan (2).

(mc)

Die Bildergeschichte zum Turnier ist diesmal nichts für schwache Nerven und ist hier zu finden.

Die Bilder zum Turnier gibt‘s hier!

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gelesen: 1444 · heute: 2 · zuletzt am: 18. November 2018

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