5. Qualifikationsspiel zur Kreisliga

Stollen im Morast

Wenige Spieler im Ried

Schau wie der Ball fliegt

SKG Erfelden – RW Walldorf 2:5 (0:4)

Schade. Unser alter Trainerfreund aus Erfelden saß heute abseits vom Spielfeld und ließ durchblicken, dass er auf eine Weise aus seinem Amt abgelöst wurde, über die er nicht so wahnsinnig rundum zufrieden war. Das ist traurig, denn wir kennen ihn seit Jahren als einen äußerst engagierten Headcoach. Ich weiß jetzt natürlich keine Einzelheiten, aber man darf vermuten, dass es hier mal wieder an Geschick oder Respekt im Umgang mit einem verdienten Mann gefehlt hat. Man darf es allen Beteiligten wünschen, dass sie das noch einmal hinbiegen können, und der Eine oder Andere mal über seinen Schatten springt.

Auf dem Spielfeld trafen heute die beiden verlustpunktfreien Mannschaften unserer Qualifikationsgruppe aufeinander. Das Gipfeltreffen fand – paradoxerweise – auf recht tiefem und feuchtem Geläuf statt.
In der ersten Viertelstunde liefen die Walldorfer Ballstafetten wie am Schnürchen und die Pässe schnitten durch die Erfelder Abwehrreihen wie ein heißes Messer durch die Riedbutter. Schon in der 2. Minute erzielte Deniz das 1:0. Eine Minute später verfehlte ein Adrian-Kopfball nur knapp das Ziel. In Minute 7 konnte der Erfelder Torhüter einen Schuss nicht festhalten und Adrian schob den frei liegenden Ball in die Maschen. Zur Überraschung aller gab der Schiri das Tor aber nicht. Die Tore 2 (Micki in der 11. Minute) und 3 (Deniz in der 14. Minute) waren ganz wunderbar und flüssig herausgespielt.
Danach wechselten die Trainer die Spieler und die Positionen durcheinander und trugen zumindest dazu bei, dass es ganz unerwarteterweise doch noch mal spannend wurde.
Erfelden stand etwas kompakter und enger am Mann, so dass es einen Weitschuss in den Torwinkel von Furkan2 (24.) brauchte, um den 4:0 – Pausenstand sicher zu stellen. Insgesamt war das eine sehr überzeugende Leistung.

In der 2. Hälfte agierten die Erfelder zweikampfstark und lauffreudig. Die Rot-Weissen spielten nicht mehr so kombinationssicher. Es boten sich nicht genügend Mitspieler als Anspielstation an. Daraus resultierten Ballverluste und schnelle Konter der Erfelder. Die Walldorfer Raumaufteilung stimmte auch defensiv nicht mehr und die Erfelder kamen serienweise zu Torabschlüssen. Jetzt konnte unser Torhüter Yannick auch mal in die Qualifikationsrunde eingreifen. Sowohl beim Herauslaufen als auch auf der Linie zeigte er sich äußerst sicher und reaktionsschnell. Die Erfelder Zuschauer quittierten dies immer wieder mit anerkennenden und überraschten Kommentaren.
In der 33. Minute konnte er aber von zwei frei aufs Tor zulaufenden Erfeldern ausgespielt werden. Dies gab den Riedbewohnern weiteren Auftrieb. In der 40. Minute wechselte unser Trainer vor der Ausführung eines Erfelder Eckballes zwei Spieler aus bzw. ein. Als sie gerade das Spielfeld in Höhe der Mittellinie das Feld betraten, pfiff der Schiri die Ausführung des Eckballes an und die Erfelder nutzten die zahlenmäßige Überlegenheit zum 2:4. Das war sicher regelgerecht, aber der Schiri hätte auch warten können, bis die Spieler in Position waren. Man sollte zukünftig in einer solchen Situation besser nicht wechseln.
Erfelden drückte weiter auf den Anschlusstreffer, scheiterten mit diesem Vorhaben noch einige Male an unserem Schlussmann.
Von unserem Team wurden kaum noch klare Chancen herausgespielt, wenn auch einige Bälle knapp das Ziel verfehlten (1 Pfostenschuss). In der letzten Minute war das endlich wieder anders und Deniz konnte den 5:2-Endstand erzielen.

Zum ersten Mal seit über einem Jahr verlor unsere Mannschaft eine Halbzeit gegen eine Mannschaft aus unserem Landkreis. Damals hieß es am Ende 4:2. Gegner: Erfelden.
Nach der klaren 1. Halbzeit war man nach Spielende auf Erfelder Seite geradezu euphorisch („Endlich kein Angstgegner mehr!“, „Wenn man sie unter Druck setzt, machen sie auch Fehler!“).

Heimtückisch: Erfelder "Rasenplatz"

Heimtückisch: Erfelder "Rasenplatz"

Trainer Oral war mit der Leistung einiger seiner Spieler unzufrieden. Der Gegner sei schließlich Erfelden und nicht Eintracht Frankfurt gewesen.
Ich finde auch, dass man beim Können unserer Spieler hohe Ansprüche stellen darf. In den ersten 15 Minuten fand ich die Leistung auch sehr beeindruckend. Und – obwohl nicht mit Eintracht Frankfurt zu vergleichen – gehört Erfelden immerhin zu unseren drei stärksten Gegnern im Kreis.
Und wie überall, überzeugen auch die Mannschaften im Kreis Groß-Gerau nicht in jedem Spiel, wie ein Blick in die fünf Gruppen der Qualirunde zeigt:

In unserer Gruppe 5 dürfte auch Erfelden sicher qualifiziert sein. Nach Punkten können Opel Rüsselsheim und Wolfskehlen noch aufholen. Da – anders als in der Meisterschaftsrunde – in der Qualifikation das Torverhältnis zählt, scheint Platz 2 für Erfelden zementiert zu sein.
In Gruppe 1 ist Olympia Biebesheim sicher qualifiziert. Die Entscheidung um Platz 2 fällt wohl am letzten Spieltag in der Begegnung zwischen Italia Groß-Gerau und SKV Büttelborn. Letzterer hat offenbar tatsächlich im Pokalachtelfinale Biebesheim mit 5:1 ausgeschalten und ist übrigens unser Gegner im Viertelfinale. Wir dürfen gespannt sein.
In Gruppe 2 sind der VfR Groß-Gerau und der SV Klein-Gerau, die am letzten Spieltag aufeinander treffen, bereits qualifiziert. Klein-Gerau hat sogar ein um etwa 20 Tore besseres Torverhältnis. Die Ginsheimer, immerhin 7. der letztjährigen 1. Liga, die auch in beiden Spielen gegen unsere Mannschaft eine Halbzeit unentschieden gespielt hatten, hatten klar mit 0:5 gegen Klein-Gerau verloren. Unter welchem Stein sind diese Klein-Gerauer denn eigentlich hervorgekrochen? Eine E2-Mannschaft hatte in der letzten Saison gar nicht gespielt. Die E1 war Letzter in der 2. Liga geworden. Haben die starke 2000er, die E1 gespielt haben und starke 2001er, die aus der F-Jugend aufgerückt sind. Wir dürfen gespannt auf die Saison sein.
Am Spannendsten ging es in Gruppe 3 zu. Bischofsheim, letztjähriger Zweiter in der zweiten Liga, hat alle Spiele, meist sehr knapp, gewonnen. Die anderen haben sich die Punkte gegenseitig abgenommen. Überraschend viele Punkte haben die Stockstädter abgegeben (siehe auch diesen Bericht). Sie haben heute zwar den unbedingt nötigen Sieg gegen Nauheim einfahren können, sind aber darauf angewiesen, dass die Nauheimer am letzten Spieltag nicht gegen Königstädten verlieren. In diesem Fall wäre nämlich Königstädten qualifiziert. Königstädten stellte in der letzten Saison die allerschlechteste aller 40 E2-Mannschaften. Was ist hier los? Starke 2001er? Oder gibt es auch in anderen Vereinen Querelen, so dass Spieler wegen gekränkter und verärgerter Väter die Vereine wechseln? Fragen über Fragen.
Gruppe 4 scheint mir nominell die Schwächste zu sein. Eintracht Rüsselsheim zieht einsam seine Runden, wobei die Höhe der Siege nicht sonderlich Schrecken verbreitet. Am letzten Spieltag wird Goddelau mit einem Sieg gegen Gustavsburg wohl auf Platz 2 klettern.
Mit den 10 Erst- und Zweitplatzierten werden auch die beiden besten Gruppendritten der 1. Liga angehören. Schauen wir doch mal, wer das sein könnte?
Opel Rüsselsheim wird eine Chance haben, muss aber Erfelden schlagen, die jedoch – wie ein Vögelchen zwitschert – nicht in Bestbesetzung antreten werden. Verliert Opel, hat Wolfskehlen sehr gute Chancen, wenn Opel nicht gewinnt und sie ihrerseits den erwarteten Sieg gegen Worfelden einfahren.
Den zweiten Platz würde die SKV Büttelborn belegen, wenn sie gegen Italia Groß-Gerau verlieren sollte.
Die anderen Gruppendritten sind auf diese Spiele in den anderen Gruppen angewiesen.
Gewinnen Opel, Italia nicht, wird ein Platz frei, wenn außerdem auch Wolfskehlen vergeigt, wären zwei Plätze frei.
Den 1. würde dann wohl VfB Ginsheim belegen, den 2. die Mannschaft aus Crumstadt.
Ich lege mich mal fest und tippe auf Wolfskehlen und Ginsheim.

Heute aber spielten:
Yannick – Adrian, Anton, Deniz (3 Tore), Derenik, Furkan1, Furkan2 (1), Malte, Micki (1), Özkan.

In der Bildergeschichte ist heute Nostalgie, Kultur, Musik, unergründlicheTiefen des Seins, Heimatverbundenheit und auch Fußball!

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gelesen: 1626 · heute: 2 · zuletzt am: 14. Juni 2019

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