1. Meisterschaftsspiel Kreisliga 2010/11

Früh 0:1, dann Aufholjagd

Damit ist alles fast gesagt

Fünfmal Pfosten, Spiel mit Pfeffer

Nachspielzeit und doch noch Treffer

SKV Büttelborn – RW Walldorf 1:1 (1:0)

Zu allererst muss ich mich mal bei den Lesern entschuldigen. Ich musste gestern zuerst eine Partie Würfel spielen und nach der Bundesliga den Wochenendeinkauf tätigen. Deswegen komme ich jetzt erst verspätet dazu, den Bericht zu schreiben. Das Einkaufen hatte allerdings auch sein Gutes. Ich habe die Biermischung Weizen/Kaktusfeige entdeckt und die kann ich durchaus weiterempfehlen. Und für den zu erwartenden abendlichen Halloween-Besuch habe ich holländische Salmiaklutscher gekauft und ich bin jetzt schon gespannt, ob die kleinen Gespenster dann nächstes Jahr wiederkommen.

Doch nun zu etwas völlig anderem, nämlich zur Kreisliga-Politik. Ursprünglich war angekündigt worden, dass sich zwölf Mannschaften für eine eingleisige Kreisliga qualifizieren würden. Kann mir jemand noch mal schicken, wo das schriftlich zu finden ist? Aus Gründen, die wir bis jetzt noch nicht eruieren konnten, wurde nun aber eine zweigeteilte Staffel beschlossen. Dadurch qualifizierten sich nicht nur die beiden Besten jeder Quali-Gruppe, sondern die drei Besten. In der Kreisliga-Nord spielen nun acht Mannschaften, in der Kreisliga Süd sieben Mannschaften. Die beiden Staffelsieger sollen dann in einem Endspiel auf neutralem Platz den Kreismeister ausspielen.
Ominös finde ich das schon, wenn man einen Modus im laufenden Wettbewerb ändert. Ominös ist auch, dass Büttelborn in die Nordgruppe gesteckt wurde, Groß Gerau aber in die Südgruppe, denn Büttelborn liegt südöstlich von Groß-Gerau und alle Gegner der Nordgruppe sind nicht nur nördlich, sondern auch westlich von diesen beiden Gemeinden gelegen. Ist das nun Zufall oder ein Versehen? Hat es damit zu tun, dass Büttelborn in der Sommerpause aufgerüstet hat und möglicherweise anderen Vereinen Spieler abgeworben hat? Tatsache ist jedenfalls, dass wir gleich am ersten Spieltag nach Büttelborn reisen durften und am kommenden Mittwoch im Pokal-Viertelfinale die Büttelborner in Walldorf empfangen werden.
Neben den Büttelbornern ist in der Nordgruppe natürlich unser Dauerrivale Eintracht Rüsselsheim zu beachten. Dass sich die Kräfteverhältnisse in Kreis ein bisschen verschoben haben könnten, zeigt deren überraschende 1:3-Niederlage gegen Klein-Gerau am heutigen Spieltag. Klein-Gerau hatte nämlich in der letztjährigen E2-Runde überhaupt nicht stattgefunden. Die restlichen Gegner sind etwas schwächer einzuschätzen: am Schwächsten sicherlich die SKV Mörfelden, die es schwer haben wird, überhaupt irgendwelche Punkte zu gewinnen. Sie hat auch gleich ihr erstes Spiel 1:6 gegen die SV 07 Bischofsheim verloren, jene Mannschaft, der es als letztem Gegner im Kreis gelungen war, unsere Mannschaft zu besiegen. Das war im August 2008. Desweiteren ist Ginsheim mit von der Partie und schließlich Opel Rüsselsheim. Die hatten sich in letzter Sekunde durch einen 5:1-Sieg gegen Erfelden qualifiziert. Dabei haben sie sicher vom Niedergang Erfeldens profitiert, der sich ja bei unserem letzten Auswärtsspiel dort angekündigt hatte. Sie hatten früher schon zu wenige Kinder, nun sind es offenbar  noch weniger. Beim heutigen 1. Spieltag der Südgruppe haben die Erfelder auch gleich 2:10 gegen Biebesheim verloren. Die Biebesheimer, die ihrerseits ihr Pokalspiel gegen unseren heutigen Gegner Büttelborn 1:6 verloren hatten, dürften in ihrer Staffel damit lediglich im VfR Groß-Gerau einen einigermaßen ernst zu nehmenden Gegner haben.

Uns ist es schon lieber, mehrere starke Gegner zu haben und so wäre uns mit einer einheitlichen Liga mehr gedient gewesen.

Doch nun zum Spiel, ich will euch nicht länger auf die Folter spannen, denn ich weiß wie das ist. Im heutigen Spiel war ich nämlich noch viel länger auf die Folter gespannt als ihr beim Lesen. Es ging gleich turbulent los. Gleich in der ersten Minute konnte ein Büttelborner bei einem Konter frei in den Strafraum eindringen – jedoch parierte Yannick den Ball. In der 2. Minute verfehlte Micki mit einem Kopfball knapp das Tor. In der dritten Minute wurde Furkan2 frei gespielt. Er zielte jedoch ebenfalls knapp vorbei. Erst in der 10. Minute wechselte unser Trainer ein erstes Mal aus. In der 13. Minute erzielte die SKV bei ihrem dritten Konter das 1:0 mit einem Tunnel. In der Folge hatte unsere Mannschaft ständig Ballkontrolle. Unsere Trainer kritisierten jedoch, dass der Zug zum Tor fehlte und das Tempo im entscheidenden Moment nicht erhöht wurde. Trotzdem – wenn sich Großchancen ergaben, dann eher für die Rot-Weißen. So traf Derenik in der 17. Minute, völlig frei stehend das Lattenkreuz und in der 25. Minute ließ Adrian eine Chance liegen, die er normalerweise im Schlaf versenkt.

Neben dem Sport heute auch noch ein Ausflug in die Physik. Dabei lernten die wissbegierigen Kicker heute ein ganz besonderes Phänomen kennen: Den Pfostenmagnetismus (Archivaufnahme der TU Mönchengladbach)

Neben dem Sport heute auch noch ein Ausflug in die Physik. Dabei lernten die wissbegierigen Kicker heute ein ganz besonderes Phänomen kennen: Den Pfostenmagnetismus (Archivaufnahme der TU Mönchengladbach)

In der Halbzeitpause war man auf unserer Seite trotzdem optimistisch. Nur Herr Kasimir tippte einen 1:1-Endstand. Später sollte er Wert auf die Feststellung legen, dass er auch das Eintrachtspiel richtig getippt hatte, inclusive Pausenstand (3:1 (1:1) in St. Pauli, zweimal Gekas).

In Halbzeit zwei schickte Mustafa Cameron ins Mittelfeld, um von dort mehr Druck zu entwickeln und je länger das Spiel dauerte, desto mehr legten alle noch ein Schippchen drauf. Furkan1 und Micki stießen in die Lücken, trafen aber jeweils nur den Innenpfosten. Jenen traf wenig später auch Ron mit einem schönen flachen Distanzschuss. Bei weiteren Großchancen wurde der Kasten verfehlt. Schade, so genau hätte man es mit dem Zielen gar nicht nehmen müssen. Büttelborn kam kaum noch vor unser Tor. Lediglich ihr groß gewachsener Stürmer erzielte ein Tor mit der Hand, zu Ehren von Maradona, der heute 50 Jahre alt wird. Deniz mühte sich über das gesamte Spiel, wurde aber meist von mehreren Spielern gestört. In der Nachspielzeit verschaffte er sich doch noch mal eine freie Schussbahn und der Ausgleich war hochverdient.
Büttelborn hat eine läuferisch und kämpferisch starke Mannschaft, die aber im Zusammenspiel noch nicht überzeugt. Vielleicht ändert sich das aber im Laufe der Saison noch. Nach Torchancen hätte es heute einen deutlichen Sieg geben können.
Wir hatten in der letzten Runde einige Spiele, die vom Verlauf her knapper waren, als die Begegnung heute, etwa beim 2:1-Sieg bei Eintracht Rüsselsheim.

Am Mittwoch dürfte jedoch noch einmal ein Pokalfight ins Haus stehen. Unser neuer Kunstrasenplatz wird wohl noch nicht bespielbar sein. Und unser holpriger, kleiner Rasenplatz bei Flutlicht dürfte der Büttelborner Spielweise mehr liegen als unserer.

Vielen Dank auch den Vätern der E3. Die E3 hatte unmittelbar vor unserem Spiel 4:0 gegen die E2 von Büttelborn gewonnen. Und alle blieben vor Ort, um uns die Daumen zu drücken. Schön!

Heute aber spielten:
Yannick – Adrian, Anton, Cameron, Deniz (1 Tor), Derenik, Furkan1, Furkan2, Micki.

(mc)

Die Bildergeschichte ist diesmal zeimlich rätselhaft!

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gelesen: 1346 · heute: 2 · zuletzt am: 15. September 2019

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