Viertelfinale im Kreispokal 2010/11

Premierenspiel auf neuem Platz

Liebe auf den ersten Kick

2000 spielt hier Maus und Katz

Verzaubert eines Jeden Blick

RW Walldorf – SKV Büttelborn 10:2 (3:1)

Schon vier Tage nach dem ersten Punktverlust seit über zwei Jahren hatte unsere Mannschaft Gelegenheit, sich gegen eben jenen Gegner, die SKV Büttelborn, zu revanchieren und den eigenen Trainer zu besänftigen. Dieser war mit seiner Mannschaft vor allem wegen der „verschlafenen“ 1. Halbzeit beim letzten Auswärtsspiel unzufrieden gewesen. Während der Woche hatte er „zehn Tore“ gefordert und die hat er dann schlussendlich auch bekommen. Und irgendwie muss er den richtigen Ton getroffen haben, denn unser Team spielte heute mit ganz breiter Brust, schlug eine viel höhere Gangart ein als am letzten Samstag und ließ den Gästen nicht den Hauch einer Chance.
Das war auch deswegen besonders schön, weil dies das erste Spiel auf dem neuen Kunstrasenplatz überhaupt war. Besonders der anwesende Jugendleiter Eigler hatte lange für diesen Platz gekämpft und wie man hört, war er mit dem Gesehenen heute äußerst einverstanden gewesen.
Denn der Ball lief nicht nur gewohnt sicher durch unsere Reihen, auch der Zug zum Tor war jederzeit vorhanden. Beim Umschalten von Abwehr auf Angriff wurde sofort in den fünften Gang geschaltet und so gab es Torchancen am Fließband. Die Ersten konnte Büttelborn mit Geschick und etwas Glück vereiteln, in der 13. Minute verwertete jedoch Micki endlich seine dritte Chance zur 1:0-Führung. Auch die Büttelborner waren durchaus motiviert und versuchten, den Ballführenden sofort zu stören. Gegen die heute sehr bewegliche Angriffsmaschinerie war das jedoch schwer. In der 19. Minute nutzte Deniz eine Lücke und versenkte mit einem Flachschuss á la Matthäus 1990 (Deutschland – Jugoslawien 4:1). Die Riedrunner kamen nur selten vor das Walldorfer Tor, bewiesen aber erneut Effektivität, indem sie einen direkten Freistoß mit einem schönen Schuss verwandelten, wobei unser Torhüter allerdings im Fünfmeterraum behindert wurde.
Doch schon drei Minuten später war der alte Abstand wieder hergestellt. Tristan schoss einen Flankenball von Furkan1 zum 3:1 ins Tor. Überhaupt zeigte sich Tristan heute sehr agil und wach und fast hätte er mit dem Pausenpfiff noch das 4:1 erzielt. Herr Oral berichtete hinterher, dass sich Tristan schon im letzten Training in sehr guter Form präsentiert habe.

War heute auf "scharf" gestellt: Walldorfer Visier

War heute auf "scharf" gestellt: Walldorfer Visier

Schon in der Halbzeitpause waren viele Anwesenden sehr begeistert vom heutigen Auftritt, so z. B. Frau und Herr Wolff, sowie ich, und in der zweiten Halbzeit gab es phasenweise sogar noch eine Steigerung. Weil durchweg alle Spieler sehr aktiv am Spiel teilnahmen, wussten die Büttelborner nicht mehr, wie sie die Rot-Weißen stoppen sollten und es brachen alle Dämme. Beim 4:1 (Furkan1, 28.) und 5:1 (Micki, 29.) war der Ball wie bei Brasilien 1970 mit Tempo über viele Stationen gespielt worden, so dass er am Ende über die Torlinie getragen werden konnte. Trotz des 2:5 (33. Minute) durch einen Kunstschuss der Gäste, waren doch die Zähne derselben längst gezogen. Und noch in derselben Minute legte sich Tristan den Ball zurecht und knallte ihn unter die Latte. In der 34. Minute hielt Yannick einen Schuss aus kürzester Distanz und in der 38. Minute war es wiederum Tristan, der dem Ball nach einer Stafette den letzten Tick zum Überqueren der Torlinie gab. Eine Minute später war dann wieder Micki an der Reihe, bevor Tristan noch einmal das Lattenkreuz Laut geben ließ. In der 45. Minute Eckball: Eine flache Hereingabe leitete Furkan1 an die Strafraumgrenze, wo Furkan2 beweisen konnte, dass auch er Zielwasser getrunken hatte. Den Schlusspunkt setzte Anton zwei Minuten vor Schluss, indem er eine Flanke von Derenik per Direktabnahme ins Tor beförderte.

Der Leser möge mir meinen ungewohnt überschwänglichen Ton verzeihen. Den hat sich die Mannschaft heute jedoch absolut verdient. Dass dies stimmt, möge man auch daran ablesen, dass sogar Herr Oral auf Nachfrage mitteilte, dass es heute nichts zu kritisieren gäbe („…obwohl: einige schwache Phasen habe ich schon gesehen.“) und er trotz der nachgesetzten Bemerkung in vorstehender Klammer wirklich sichtbar zufrieden wirkte.

Ich will nun nicht den Teamchef markieren, indem ich etwa behaupte, die Mannschaft werde auf Jahre hin unschlagbar sein, aber ich glaube, dass wir mit unseren Jungs auf dem Kunstrasenplatz noch viel Freude haben werden.

Mit dem Halbfinale wird es aber erst im nächsten Frühling weitergehen. Und wer wartet da? Eventuell der VfR Groß-Gerau, der überraschend und überraschend hoch gegen Eintracht Rüsselsheim gewonnen hat (6:0). Vielleicht auch Erfelden, das sich mit 4:2 in Mörfelden durchgesetzt hat. Oder der SV 07 Bischofsheim, die mit 5:2 gegen Trebur gewonnen haben. Einer von den Dreien wird’s wohl sein. Ein Heimspiel wäre schön. In der heutigen Form muss uns aber vor niemandem bange sein, wenngleich alte Fußballweisheiten angeblich behaupten, dass alle Spiele mit 0:0 beginnen und im Pokal eigene Gesetze herrschen.

Heute aber haben sich ausnahmslos Sonderlobe verdient:
Yannick – Adrian, Anton (1 Tor), Deniz (1), Derenik, Furkan1 (1), Furkan2 (1), Malte, Micki (3), Tristan (3).

Beim Anschauen der Bildergeschichte bitte die Nachtsichtgeräte einschalten

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gelesen: 1719 · heute: 2 · zuletzt am: 15. Juni 2019

1 Antwort zu “Viertelfinale im Kreispokal 2010/11”

  1. carsten 05. Nov, 2010 am 14:00 #

    …Spiele werden (auch) in der Abwehr gewonnen:: :-)

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