3. Meisterschaftsspiel Kreisliga 2010/11

Dunkle diesig feuchte Luft

Von Fuß zu Fuß das Bällchen rollt

Ob der Gegner heute blufft?

Nein: unsrem Spiel Tribut er zollt!

RW Walldorf – SV 07 Bischofsheim 6:2 (3:2)

Heute kam der Tabellenführer nach Walldorf und blieb am Ende gleich hier. Wie in den letzten Wochen gebetsmühlenartig wiederholt, hatten wir im August 2008 unser letztes Pflichtspiel verloren: gegen den SV 07 Bischofsheim. Auch im Bischofsheimer Kollektivgedächtnis wird dieses Spiel offenbar in Ehren gehalten. Doch davon ein klein wenig später mehr.

Ich überrasche jetzt mal alle und fange ohne Umschweife mit dem Spielgeschehen an. Die Wahrheit auf dem Platz sah ähnlich aus wie bei den letzten Spielen gegen Gegner aus unserem Landkreis. Wie bei den Spaniern lief der Ball bei unseren Spielern: gefühlter Ballbesitz 80%. Die anderen igelten sich ein wie St. Pauli oder Norwegen und versuchten mit langen Bällen vor unser Tor zu kommen. Bereits in der 2. Minute beendete Adrian eine Ballstafette und netzte zur Führung ein. Der Torabschluss wurde dann aber nicht so konsequent verfolgt wie z. B. beim Pokalspiel gegen Büttelborn und einige Torabschlüsse gerieten zu ungenau. So dauerte es trotz drückender Überlegenheit bis zur 15. Minute bis der frei gespielte Deniz endlich auf 2:0 erhöhte. In der 17. Minute gab Bischofsheim den ersten Torschuss ab, den Yannick aber parieren konnte. Zwei Minuten später ein weiter Torwartabschlag von Bischofsheim. Der Ball sprang über die ansonsten sehr aufmerksame und zweikampfstarke Abwehr – in der Hauptsache und wechselweise bestehend aus Furkan1, Furkan2, Malte und Ron. Mit der ersten Ballberührung schob der 07er Stürmer den Ball flach am unserem Torhüter vorbei neben den Pfosten ins Tor. Das Spiel lief weiter, als sei nichts gewesen und Micki erzielte die 3:1 Führung. Bereits in der zweiten Nachspielminute kam 07 zum dritten Torschuss, den Yannick zur Ecke lenkte. Letztere wurde dann unglücklich vom eigenen Abwehrspieler an den langen Pfosten verlängert, wo ein Bischofsheimer den 3:2-Pausenstand erzielte. Dieser Spielstand spiegelte die rot-weiße Überlegenheit nicht annähernd wieder.

Ich habe übrigens auch ein Lob verdient. Obwohl es keinerlei Unterbrechung gegeben hatte, habe ich den Schiri diesmal nicht gefragt, warum er so lange hat spielen lassen. Ja, ich lerne Ungerechtigkeit zu ertragen und hebe mir meine Kraft zum Widerstand für noch wichtigere Anlässe auf.

Schöne Aussicht: Blick von der Tabellenspitze

Schöne Aussicht: Blick von der Tabellenspitze

Die zweite Halbzeit begann wie die erste. Der besonders in der 2. Halbzeit überragend aufspielende Deniz legte Adrian fußgerecht auf und diesen Ball konnte man einfach nicht mehr vorbeischießen. Das war in der 26. Spielminute, nachdem der Ball ungefähr über 20 Stationen gespielt worden war. Danach kratzten die Bischofsheimer Abwehrspieler vier Mal den Ball von der Linie. In Minute 33 war dann doch das 5:2 durch Deniz fällig.

Ein neben mir stehender Bischofsheimer Betreuer äußerte die Meinung, dass seine Spieler zu wenig laufen und kämpfen würden und er verstehe gar nicht, was heute mit ihnen los sei. Ich habe dagegen permanent laufende und kämpfende Bischofsheimer gesehen, die alles gaben, um unsere Mannschaft am Tore schießen zu hindern. In punkto Ballsicherheit und Abspielgenauigkeit waren sie allerdings deutlich unterlegen und darauf führe ich den einseitigen Spielverlauf zurück.

Um den Text aufzulockern, streue ich mal einen Dialog zwischen dem Bischofsheimer Betreuer und mir ein:
Bischofsheimer Betreuer: „Kaum zu glauben, dass wir das letzte Spiel 5:4 gegen euch gewonnen haben.“
(Er meinte den oben erwähnten 5:3-Sieg der Bischofsheimer. Das Spiel danach hatten wir allerdings 4:2 gewonnen.)
Wie sollte ich darauf antworten? Ich dachte an die Worte des großen Taoisten Lao-Tse:
„Schöne Worte sind nicht wahr. Wahre Worte sind nicht schön.“ Und entschied mich für die wahren Worte:
Ich: „Ich war zwar nicht dabei, aber man hat mir gesagt, dass das Spiel genauso war, wie das hier. Und heute drückt der Pausenstand die Walldorfer Überlegenheit auch nicht aus.“
Er: „Aber wenn man in der letzten Sekunde noch ein Tor schießt, ist es auch verdient.“
Ich (unerbittlich, wie ich nun mal bin): „Dann gibt es nach Ihrem Verständnis keine unverdienten Tore.“
Er: „Ja. In Jugendspielen gibt es keine unverdienten Tore.“
Ich habe dann darauf verzichtet, sokratesmäßig nachzubohren, etwa zu fragen, was es aussagt, dass ein Tor verdient ist, wenn alle Tore in Jugendspielen verdient sind, oder was er in den wenigen Worten noch für Ungereimtheiten geäußert hat.

Natürlich haben die Bischofsheimer gekämpft und alles versucht, also waren die Tore von daher verdient. Der Spielstand war allerdings schmeichelhaft und glücklich für sie.
Das lag auch daran, dass unsere Jungens heute in der  Chancenverwertung nicht so stark waren. Und erst in der 49. Minute konnte mal ein abgewehrter „zweiter Ball“ vom aufgerückten Furkan1 versenkt werden.

Und bei 6:2 war dann auch Schluss. Und schon nach drei Spieltagen sind unsere 2000er die einzige noch ungeschlagene Mannschaft und haben die Tabellenführung übernommen. Am Samstag dürfen wir dann beim Tabellenzweiten, dem SV Klein-Gerau antreten.
Die Klein-Gerauer haben wir schon einige Jahre nicht mehr spielen gesehen. Sie haben 3:1 bei unserem stärksten Rivalen der letzten Saison, Eintracht Rüsselsheim, gewonnen. Zuletzt haben sie sich aber eine 1:7-Klatsche in Büttelborn abgeholt. Also sind wir mal gespannt und Wetter.de hat zumindest ein klein wenig Sonne vorhergesagt.

Heute aber spielten:
Yannick – Adrian (2 Tore), Anton, Cameron, Deniz (2), Derenik, Furkan1 (1), Furkan2, Malte, Micki (1).

Die Fotostory folgt später!

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gelesen: 1342 · heute: 2 · zuletzt am: 16. September 2019

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