9. Freundschaftsspiel E1 2010/2011

RWW – Germania 94 Frankfurt 2:4 (0:1; 1:1; 1:2)

Wie immer zu de Fassnachtszeit,
Da fährt de Mustafa net weit
Da sitzt im Nacke ihm de Schalk,
Da rieselt längst noch net de Kalk

Ihm aus de Knoche in die Schuh
Denn längst gibt er noch keine Ruh,
Bis er en Geschner hat gelockt,
Damit es uff em Platz dann rockt.
Damit er hier aach basst, de Reim:
De Mustafa spielt gern deheim!

Doch oftmals fragt er für die Katz,
Denn seit es gibt: Kunstrasenplatz!
Bei de Rot-Weiss uff dem Gelände,
Da heissts, ihr Leut – un des spricht Bände -:
„Die Rasenplätz, die müsse ruhn!
Ihr derft net druff, derft da nix tun!
Denn so en Platz, der iss of müd,
Im Frühjahr erst, denn wenn es blüht,
Dann mache fertisch ihn die Polle,
Drum bleibt e runner mit de Stolle!“
Im Sommer dann beim Freiturnier
Da ruft de Rasenplatz schnell „Hier!
Ich streik! Die Sonn, sie scheint mer uff die Glatz,
Spielt bitte auf: Kunstrasenplatz,
Denn Hitz mich rischdisch fertisch macht
Ich mach Siesta bis um Acht!“
Im Herbst – Fußball ist intensiv! -,
Des macht de Rasen depressiv,
Unn weil ihn dann die Schwermut packt,
Dann alles uff Kunstrasen spielt,
Im Winter dann, man ists gewohnt:
Da werd de Rasenplatz geschont.
Damit ihm alles das was bringt,
De Platzwart ihm e Schlaflied singt.
Deshalb schickt hier de Platzverwalter
E jede Mannschaft – egal welch Alter -
Seit neustem auf das Kunstgelände,
Wo mer mit Füß un auch mit Hände
E kleines bissje Raum sich sucht,
Denn alles ist längst überbucht.

Drum gibt es für e Freundschaftspiel
Zwar schöne Worde und Gefiel,
Doch leider weder Platz noch Zeit,
Doch heute endlich wars soweit!
Am Samstag zwische acht und zehn
Durfte mir uff de Rasen gehn
Das heisst: uff den mit Plastikhalme,
Die schwerlich ließe sich zermalme,
Selbst wenn mit Macht mer tät es wolle
Net mit Gewalt, aach net mit Stolle.

De Gegner, der heut kam herbei
Der iss in Frankfurt Nummer drei
Germania 94 heisst er
Und kämpfe tat er wie de Meister

Als ich am Sportplatz dann kam an,
Erfuhr ich, dass den Pfeifenmann
Ich selber sollte diesmal gebe
Damit dass Spiel ich sollt belebe
Mit Ruhe und mit Eleganz
Dem Sport zur Ehre und zum Glanz
Drum hab ich mich noch mal gekämmt
E Pfeif mir in de Mund geklemmt
Vorher mir noch geholt e Hos
Un e Paar Schuh, dann ging es los.

Diesmal gings über drei Drittel
Hin und her – mit alle Mittel
Jedes 20 Minuude lang
un jetzt werglisch: Spielanfang!

Traumfußball zeische gleich die Rode
Germania kriescht was uff die Pfode
Der Ball, der iss am zirkuliern
Die ganze Mannschaft am Marschiern
Und mir werd aach schon knapp die Luft
Allein die ganze Pracht verpufft
Wenn mer des Tor halt treffe sollte
De Ball, des Ledervieh, es rollte
Mal geschen Poste, mal vorbei
Germania war das einerlei
Dann Gastschenk und wie zum Hohn
Stands 0:1 dann pfiff ich schon
Zum Pausentee, das Volk, es tobte
De Trainer dann die Spieler lobte
Gleich übern grüne Plastikklee
Un des zu Recht, des Spiel war schee
De Metschplan, der iss uffgegange
Bis uff des Tor des mir gefange.

Und alle mir ganz sischer warn
Des mir des Spiel nach Hause fahrn
Zu drückend warn wir überlesche
Doch dann tat Widerstand sich resche
Germania fing gleich an zu renne,
Die Abwehr tat ganz korz mal penne
Und dann – es is net einerlei
Fiel auch schon gleich des 0:2.
Und erst ab Mitte Halbzeit zwei
War ab und zu e Foul dabei
Doch Leut, es blieb alles im Rahme
Weil auch die Fans sich gut benahme
Nur einmal als zu spät ich pfiff,
- ansonsten hat ichs gut im Griff, -
weil mir vom Mund rausfiel die Pfeif
- so isses halt, es war halt live -
Da dachte die ich würde penne
Da wollte die auch schon verbrenne
Mei Audo – doch cool nahm ichs hin -
Weil souverän ich halt mal bin.

Dann kam e bissi korz de Pass
Zu Frankforts Torwart – s`stimmt, kein Spaß!
Den konnte de Adrian erlaufe
Des heisst, er tat den Ball sich kaufe
Und spielt ihn gleich zum Micki hin,
Der schoss aufs Tor, de Ball war drin.

Zur Pause hieß es 1:2
Des Spiel war eng, wir warn dabei,
Dann ging es munter hin und her
Des Laufe fiel mir langsam schwer
En schnelle Konter – vor des Ei
De Adil, der stand völlisch frei
Es war de Ausgleich – in die Masche
Die warn heut voll, die Spielerflasche
Doch nicht verschwieche, dass ich fand
Dass im Getriebe mancher Sand
Der bremste unsren Spielfluss sehr
Erst Ballverluste – dann noch mehr
Germanias Stürmer nämlich fiel
Im Strafraum – ganz im Profistil
Über ein ausgestrecktes Bein
Da pfiff ich halt, es musste sein,
Obwohl der Bub verdächtig rollte
Gar net mehr liesche bleibe wollte.
Doch sicher gab es e Berührung
Ich musst was tun, ich hatt die Führung
Doch wars ok, es war kein Stuss
„Mer konnt en gebe – es war kein Muss.“
Sagte de Murat hinnerher
Doch glaubts ihr Leut, es fiel mir schwer!

Da warn zu spiele drei Minude
Mer musst was tun, mer musst sich spute
So kams, wie oft, auch leider hier
Gleich noch e Tor und 2:4.
Es fehlte Luft, man kennt das schon,
Wo ist sie hin, die Kondition?

Obwohls Niveau heut runterging
Und ich kein falsches Lied hier sing
Wars doch noch Fußball, was wir sahen
Denn fürchte musste man dass Nahen
Des Eintracht-Spiels am Nachmittach
Es iss net anners als ichs sach
- ich hab erduldet manche Schmerze,
da isses gar net mir zum scherze -
Denn was die zeische seit paar Woche
Des steckt ganz schmerzhaft in de Knoche
Von jedem Fan, ihr wissts es stimmt
Wenn mans summasummarum nimmt
Wie heisst des Spiel, des die da spiele?
Des Geknorze, des Gewiehle,
Ich sag es frei, ich sag es fett:
Fußball iss des nett!

Des wars ihr Leut, mir musste runner
Die B1 wartet – es war ka Wunner
Schnell sag ich noch, korrekt solls sei
Wer bei dem Spiel heut war dabei
Torwart Yannick, hinne Ron
Deniz auch net weit davon,
Anton, Micki an de Seite
Auch die Furkans – alle beide
De Adil und de Adrian
Die waren meist ganz vorne dran
De Lorenz war heut auch debei,
Er lernt ganz schnell, des find ich fei!

De Text, den hab ich selbst geschmiert
Hab nix geklaut und nix kopiert
Kaa fremde Texte, kaa Zitate
Sonst soll ich in de Hölle brate!

Jetzt Schluss Ihr Leut, es war e Schau!
Machts gut, bis neulich und Helau!

Zur Fotostory

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Und hier gibbds was uff die Ohrn! Dischderleesung! Mit knallharder Äggdschn bei 7:22! Nix für schwache Nerve!

Geeischnet abber für Schwerhörische!

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gelesen: 1462 · heute: 2 · zuletzt am: 15. Januar 2020

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