Halbfinale im Kreispokal 2010/11

Ausgeruhter Rasenteppich

Ruft nach Schweiß und Bällen

Wintermüden Körper schlepp ich

Hin, zum Spiel, dem schnellen

VfR Groß-Gerau – RW Walldorf 3:4 (2:2)

Halli-hallo Halbfinale! Während gerade global mal wieder fleißig gelogen und betrogen wird, fand zum Trost in Groß-Gerau heute das erwartet ehrliche Fußballspiel statt.
Schon im letzten Aufeinandertreffen, im Herbst 2009, hatten es uns die Gastgeber schwer gemacht. Und auch heute wurde es denkbar knapp. Der VfR-Trainer hatte sich nicht den starken Stürmer aus der D-Jugend ausgeliehen, denn dieser spielt sowieso in der E1. Und außer dieser Maßnahme hatte er sich noch eine neue Taktik ausgedacht. Die Gerauer Spielermütter diskutierten während des laufenden Spiels angeregt darüber, warum er nicht spielen lasse wie sonst auch. Die Meinungen gingen dabei auseinander. Ich weiß nicht, wie er sonst spielen lässt. Heute spielte er mit einer vielbeinigen Abwehr, die dann lange Bälle nach vorne spielte, meist auf den erwähnten Stürmer mit der Nummer 8.

In den ersten Spielminuten hatte unsere Sieben keine Akklimatisierungsprobleme und legte recht schwungvoll los und erspielte sich gleich eine ganze Reihe an Chancen. Micki nutzte in der 6. und 8. Spielminute jeweils eine und hätte wenig später fasst den Hattrick perfekt gemacht, als sein Distanzschuss das Ziel nur knapp verfehlte. Nach den ersten Auswechslungen schlichen sich Unaufmerksamkeiten in unserer Abwehr ein und die Kreisstädter kamen immer wieder gefährlich vor unser Tor. Trainerdenkmal Oral meinte, man habe aufgehört, die Räume breit zu machen und zu spielen und habe sich immer mehr in Zweikämpfe verwickeln lassen. In Minute 12 lief der grüne 8er alleine auf unser Tor zu und erzielte den Anschlusstreffer. In Minute 16 spielte er gleich drei Rote aus und erzielte den Ausgleich. Bis zur Pause war es dann ein ausgeglichenes Kampfspiel.

In Hälfte 2 hatten die Walldorfer dann ca. 75% Ballbesitz, doch das haben die Bayern auch häufig und sie verlieren dann trotzdem meistens. Und die Spanier hatten bei aller Spielkunst auch einen Standard gegen Deutschland gebraucht und gegen Paraguay wären sie fast ausgeschieden. Die Groß-Gerauer zeigten eine starke kämpferische Leistung, schirmten das eigene Tor ab, blockten Bälle und droschen sie auch mal ins Seitenaus. Die Walldorfer Führung lag trotzdem in der Luft. Es dauerte jedoch bis zur 40. Minute bis Adrian freigespielt wurde und den Ball im Gerauer Gehäuse ablegen konnte. Konter kamen immer seltener, wenn, dann aber gefährlich und Yannick hatte mehrere 1:1-Situationen zu entschärfen. Trainerbuddha Karabulut bedankte sich nach dem Spiel ausdrücklich für das gute Torwartspiel in besagten 1:1-Situationen. Hätte er aber nicht gebraucht, denn der Torwart wollte ja schließlich auch gewinnen.

Sapperlot! Hier musste der Schiedsrichter erstmal im Reglwerk nachschlagen um dann richtig zu entscheiden: kein Tor, trotz Ball zwischen den Pfosten! Hätten Sie's gewusst?

Sapperlot! Hier musste der Schiedsrichter erstmal im Reglwerk nachschlagen um dann richtig zu entscheiden: kein Tor, trotz Ball zwischen den Pfosten! Hätten Sie's gewusst?

Wer nun denkt, das sei alles gewesen, irrt sich hier. In der 48. Minute erzielte der 8er nach einem Konter tatsächlich doch noch den 3:3 Ausgleich und die Spannung ließ die Grashalme senkrecht in die Höhe stehen. Frau Choukairi beklagte sich hinterher über die nervlichen Strapazen, die das Spiel ihr beim Zusehen abverlangt hatte.  Die sonst und wie immer sympathischen Gerauer Eltern witterten instinktiv eine Sensation und drückten nun die Daumen, dass überall Fingerknöchel weiß aufleuchteten.
Adrian sorgte dann für Entlastung, indem er in der Schlusssekunde das 4:3 schoss. Der Schiedsrichter sagte zwei Minuten Nachspielzeit an, konnte sich aber nicht satt sehen und ließ gleich vier Minuten nachspielen. Es nützte aber nichts, denn der Ball wollte nun auch nicht mehr und blieb dem Walldorfer Strafraum konsequent fern. Die Spieler beider Mannschaften wurden verdientermaßen von den Anwesenden, meist Erziehungsberechtigte, gefeiert.

Insgesamt war es ein sehr schönes und spannendes Spiel. Im Endspiel wartet nun der SV 07 Bischofsheim, jene Mannschaft, der es in grauer Vorzeit mal gelungen sein soll, die Walldorfer 2000er zu schlagen.

Ich möchte an dieser Stelle aber noch einmal ausdrücklich darauf hinweisen, dass auch die Meisterschaft diesmal in einem Endspiel ermittelt werden wird. Und die Sieger der beiden Liga-Staffeln könnten durchaus VfR Groß-Gerau und Rot-Weiss Walldorf heißen.

Heute aber spielten:
Yannick – Adil, Adrian (2 Tore), Cameron, Anton, Deniz, Furkan1, Furkan2, Micki (2), Özkan.
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gelesen: 2535 · heute: 4 · zuletzt am: 29. Mai 2020

1 Antwort zu “Halbfinale im Kreispokal 2010/11”

  1. s. reichart-sen 26. Mrz, 2011 am 18:43 #

    Ein toller Spielbericht mit schönen Fotos! Die Groß-Gerauer Erziehungsberechtigten bedanken sich…
    Aber unser Stürmer mit der Nummer 8 ist ein waschechter 2000er und spielt nicht in der D-Jugend. Hoffentlich sehen wir uns tatsächlich im Liga-Endspiel wieder!

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