Finale Kreismeisterschaft 2010/11

Dichter Wolken schwere Stille

Hüllt die Kicker ein in Schweigen

Spielen schnell, es treibt der Wille

Walldorf wird es nicht vergeigen

RW Walldorf – VfR Groß-Gerau 5:2 (1:1)

Für Spannung vor dem Endspiel um die Kreismeisterschaft 2010/2011 war schon im Vorfeld gesorgt – und zwar durch den Hessischen Fußballverband im Kreis Groß-Gerau. Dieser hatte im vergangenen Herbst beschlossen, dass die Kreisliga in eine Nord- und eine Südstaffel geteilt werden würde. Insgesamt 98 Meisterschaftsspiele wurden terminiert und auf Fußball.de kann jeder die Termine finden. Es wurde aber offenbar glatt versäumt, zu entscheiden, wie der Kreismeister ermittelt wird. Darüber konnten wir nämlich keinerlei Informationen finden. Schon seit Wochen ließen wir unseren Abteilungsleiter dem Kreisverband diese Frage stellen. Dort hieß es, man könne ja dienstags spielen, mit Hin- und Rückspiel. Vielleicht reiche aber auch ein Spiel. Da Spieler, Trainer, Betreuer und Fans auch andere Verpflichtungen haben, ließen wir weiterfragen. Dann hieß es, die Termine hingen davon ab, wer die Südstaffel gewinnen würde – was letztlich Groß-Gerau in einem Entscheidungsspiel mit 8:3 gegen Olympia Biebesheim gelungen war. Dann kam die Info, am Dienstag, den 31.5. um 17.30 Uhr werde in Walldorf gespielt. Rückspiel eine Wochen später. Am letzten Sonntag war dann Mittwoch, der 1.6 um 18.00 Uhr in Leeheim angesagt. Am Montag wurde dann die Zeit noch um 30 Minuten vorverlegt. Anton hatte im Zuge des Geschehens einen wichtigen Termin auf den vermeintlich freien Mittwoch gelegt und damit war er sauber ausgetrickst.
Frage an den Kreisverband: Warum hat man das Endspiel so früh festgelegt? Das hätte man doch heute Mittag auch noch erledigen können. Man hätte es auch mit einer Schnitzeljagd kombinieren können.

Spannung konnte man aber auch im Spiel erwarten, denn im letzten Pokalhalbfinale hatte es ein sehr enges Spiel zwischen den beiden Endspielpartnern gegeben. Da das Navi des Herrn Manager Kasimir uns erst noch ein paar schöne Beispiele von Feierabendverkehrsstaus vor Augen führen wollte, kamen wir erst ca. 15 Minuten nach Spielbeginn an. Herr Karabulut bewachte die nächstgelegene Außenlinie und meinte, wir hätten alles im Griff. Ron habe das 1:0 erzielt und einige weitere gute Chancen hätten wir liegen lassen. Die Herren Stefan Pons und Edward Weiß – Danke fürs Dabeisein! – pflichteten bei und waren auch nach dem 1:1-Ausgleich optimistisch geblieben.
Ron war in eine Lücke in der Gerauer Hälfte gestoßen, hinterließ dabei naturgemäß eine solche in der eigenen Abwehr. Diese konnten die Mitspieler nicht schnell genug schließen, wodurch der Gerauer Achter ins Spiel gebracht werden konnte und – frei auf unseren Torhüter zulaufend – im Nachsetzen den Ball im Tor unterbringen konnte. Das Gerauer Angriffsspiel hätte nahezu gar nicht stattgefunden, wäre nicht mal wieder der Achter aus der D-Jugend ausgeliehen worden. Doch davon wird noch am Ende dieses Textes die Rede sein. Nach dem Ausgleich agierten unsere Spieler etwas vorsichtiger. Unsere Trainer hatten ohnehin die Abwehr ein wenig verstärkt und agierten nicht, wie sonst, über das ganze Feld quasi „1 zu 1“ und ohne Absicherung. Groß-Gerau kam nun öfter mal in unsere Hälfte. Die Torchancen waren aber weiter beinahe ausschließlich vor dem Tor der Grün-Weißen zu finden. Der einsame Jubelschrei aus dem Gerauer Fanblock, der dem Halbzeitpfiff folgte, war also durchaus berechtigt.

Berichten zufolge lagen die Nerven auf der Walldorfer Müttertribüne dagegen zeitweise blank, und zwar auch schon zeitweise lange vor Spielbeginn.

In der Anfangsphase der zweiten Hälfte war das Spiel durchaus noch spannend. Die Spieler des VfR kamen einige Male gefährlich in Tornähe, aber nicht zum Abschluss, weil unsere Defensive letztlich immer noch einen Fuß dazwischen bekam.
Die Chancen unserer Rot-Weißen waren klarer. Und während ich versuchte,Platz auf meiner Speicherkarte zu schaffen, erzielte Adil nach Vorarbeit von Micki das 2:1. Und während es mir weiterhin nicht gelang, Platz zu schaffen auf der dämlichen Speicherkarte, gab der Schiri einen Strafstoß. Das war deswegen überraschend, weil in den letzten Spielen uns die Schiedsrichter auch nach klarsten Foulspielen keine Neunmeter geben wollten. Obwohl hier der Pfiff kam und er auch o.k. war – Schubser von hinten im Strafraum – , mochte unser Schütze die Chance nicht annehmen. Vielleicht lag es aber auch am gut reagierenden Gerauer Torhüter. Jedoch stand es nur Sekunden später dennoch 3:1. Torschütze war wiederum Adil nach schöner Vorlage. Wer aufgelegt hat, weiß ich nicht, weil ich immer noch versuchte, die Mistspeicherkarte leer zu kriegen. Es war zwar ein bisschen früh, dass ich versuchte, diese Speicherkarte leer zu kriegen, aber vielleicht sollte ich beim Kreisfußballverband mal fragen, ob sie so einen Planer wie mich noch brauchen können.

Walldorf jubelt (Backstage)

Walldorf jubelt (Backstage)

Auf dem Platz war beim VfR nach dem 1:3 die Luft raus. Ich kriegte schließlich doch die Daten von der Karte und Deniz legte – angeblich nach Zidane-Trick – Adrian das 4:1 auf. Nach einem erneuten Schubser gab es noch einmal einen Strafstoß. Furkan1 verwandelte sicher. Vermutlich habe ich das auf der Speicherkarte drauf. Und kurz vor dem Abpfiff bewies der Gerauer Achter noch einmal, dass er wirklich ein Guter ist, indem er den Ball stiebitzte und ihn über den herauslaufenden Yannick hob.

Nach dem obligatorischen Trainer-Duschen warteten wir noch einige Stunden auf die Gratulanten vom Kreisfußballverband, aber dort hatte man vermutlich das Spiel schon wieder verlegt.
Also gratuliere ich allen Spielern und Trainern mal stellvertretend: Das war ein verdienter und sicherer Sieg, nach einer Saison mit teilweise herausragenden Leistungen!

Doch zurück zum Achter der Groß-Gerauer. Dass ich oben behauptet habe, er wäre ein D-Jugend-Spieler, ist natürlich falsch und ein Insider-Scherzchen für unsere Freunde aus der Kreisstadt. Aber das müssen sie sich hier mal gefallen lassen. Schließlich haben wir sie nach dem Spiel informiert, dass sie am kommenden Wochenende um die Regionenmeisterschaft mitspielen dürfen. Denn wollen wir uns am Samstag nicht wieder tadelnde Kommentare vom Regionenverband anhören. Bei der Hallenpokalmeisterschaft hatte der 2. Vertreter aus dem Kreis Groß-Gerau, Eintracht Rüsselsheim, nämlich gefehlt, weil er ebenfalls nicht wusste, dass der Zweite im Kreis mitspielen darf.
Dabei sind doch die Informationen auf der Internetseite der Fußballregion Darmstadt – www.fussballregion-da.de – brandaktuell, sogar „new“ und ganz leicht zu finden!

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel: Aus dem Odenwald lockt schon der Ruf der Regionenmeisterschaft! Da wünsche ich beiden Mannschaften viel Spaß und Erfolg.

Heute aber spielten:
Yannick – Adil (2 Tore), Adrian (1), Cameron (1), Deniz, Derenik, Furkan1 (1), Furkan2, Malte, Micki.

Kleine Fotostrecke

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gelesen: 3063 · heute: 3 · zuletzt am: 7. April 2021

2 Antworten zu “Finale Kreismeisterschaft 2010/11”

  1. Reinhard 02. Jun, 2011 am 22:38 #

    Mal wieder die obligatorischen Glückwünsche von dem der-immer-als-erster-Gratuliert.
    Glückwunsch von der gesamten E3

  2. Michael K. 02. Jun, 2011 am 23:21 #

    Hallo Reinhard,

    vielen Dank, diese Geschwindigekt…. einfach unglaublich.

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