RWW beim Cordial-Cup

Wolken in den Tälern hängen

Meisterkicker sind am Werk

Menschen fiebern auf den Rängen

Wenige ruft heut der Berg

Das volle Programm beim Cordial Cup

Ein Wochenende voller Leben. Sowohl das, was die Veranstaltung mitten in den Alpen uns bot, als auch das, was viele an Einsatz dazu beigetragen haben, brachte so viel an Eindrücken, dass man eigentlich die Zeit ein bisschen anhalten müsste, um ein Weilchen über alle möglichen Erlebnisse zu meditieren. Da liegen einige Schätze vergraben.

Bei der Hinreise waren viele traurig, weil Furkan1 kurzfristig absagen musste. Dies war schließlich unsere bisher längste Reise und wie die meisten anderen ist Furkan1 ein Mann der 1. Stunde. Alle anderen waren aber dabei – zumindest was die Herren Spieler betrifft. Von den Eltern vermisste man auch das ein oder andere Gesicht. Überwiegend wurde aber auch hier mit Anwesenheit geglänzt.
Die Reise zum Cordial-Cup war mit einer überragenden Turnierleistung in Heusenstamm erkämpft worden. Sportlich stand uns ein absoluter Höhepunkt bevor. Viele waren gespannt, was man in so einem Klassefeld an Spitzenteams aus vielen Ländern würde erreichen können. Gleichzeitig war die Reise auch ein kleiner Abschluss der gemeinsamen frühen Kickerjahre. Die D-Jugendzeit klopft schon an die Pforten. Also sollten alle dabei sein, um die gemeinsamen vier Tage auch gemeinsam zu genießen. Das hieß auch, dass alle bei einem solch besonderen Turnier auf dem Platz stehen sollten. Trotzdem hoffte man auch auf eine gute Platzierung.
Das birgt natürlich positive Zielkonflikte, mit denen uns das Leben gerne neckt.
Dazu passt ein Witz, den Ismail beim Abendessen erzählte: Zwei Männer liegen im Streit. Ein Dritter bietet an, den Streit zu schlichten. Nachdem er die Argumente des ersten Mannes gehört hat, sagt er zu diesem: „Du hast Recht.“ Dann fragt er den Zweiten nach seinen Argumenten. Als dieser zu Ende gesprochen hatte, sagte er auch ihm: „Du hast auch Recht.“ Ein vierter Mann sagt daraufhin zu dem Schlichter: „Die Argumente  widersprechen sich. Trotzdem hast du beiden Recht gegeben. Das geht doch nicht!“ Darauf sagt der Angesprochene: „Du hast auch Recht.“

Vollbepackt kamen alle Autos gut am Zielhotel an. Die Zimmer waren hübsch, die Verpflegung war gut. Erster Programmpunkt war eine abendliche Parade aller 156 Mannschaften (48*U11, 48*U13, 48*U15 und 12*weibl. U15). Das Problem war, dass es recht ordentlich regnete und auch für den nächsten Tag Dauerregen angesagt war. Weil schon am Mittwoch die Regionalmeisterschaft und eventuell – also bei Erfolg – am Sonntag darauf die Hessenmeisterschaft anstehen, wollten wir keine Erkältungskrankheiten riskieren. Also schickten wir statt dessen ein paar Väter. Und da hatten wir Recht. Man stand zunächst 45 Minuten im Regen, der Himmel von schweren Wolken verdunkelt. Die Parade startete nämlich erst, nachdem die Nummer 1 des Zuges eingetroffen war: Der FC Bayern München. Dazu ein Beobachter aus einem anderen Team aus Bayern: „So jung und schon so arrogant! Da braucht man sich nicht zu wundern, wenn …“
Gar nicht arrogant, sondern ausgesprochen freundlich und entgegenkommend waren übrigens die Vertreter des Veranstalters, hier zum Beispiel der junge Mann, der die Schilder mit den Vereinsnamen austeilte. Trotz Regenchaos, trotz unserer Mitteilung, dass nur die Väter mitlaufen würden, – hatte er ein Lachen im Gesicht und vermittelte, dass man hier versuchen würde, auf alle unsere Wünsche einzugehen. Und dieser Eindruck bestätigte sich über die gesamten Turniertage. Hier waren Service-Profis am Werk, wie ich sie auch in Österreich in der Vergangenheit nicht immer erlebt habe. Das war wirklich toll.
Die meisten Mannschaften der anderen Vereine waren gekommen, einige Vereinsschilder waren aber auch gar nicht abgeholt worden. Viele Spieler liefen mit nassen Haaren und nassen Schuhen durch die kühle Nacht und da war ich froh, dass es nicht unsere Spieler waren.

Nach gut durchschlafener Nacht – in Drei- und Vierbettzimmern (meine Zimmerkameraden, die Herren Pallante und Kohm, kann ich als angenehme und unkomplizierte – Gesellschafter weiterempfehlen/ aber wer hätte anderes erwartet? ) – also, nach besagter durchschlafenen Nacht ging es dann los mit Fußball.
Gespielt wurde in acht Gruppen á sechs Mannschaften, Spielzeit je 15 Minuten in der Vorrunde; später je 20 Minuten. Die beiden Ersten erreichten das Achtelfinale; die anderen spielten die Plätze 17 bis 48 aus. Gespielt wurde auf verschiedenen Plätzen rund um Kitzbühel. Kleiner Nachteil: Wir konnten nicht alle Mannschaften sehen. Auf zwei Spielfeldern an unserem Spielort Reith wurden drei Gruppen ausgespielt. Von 18 anwesenden Mannschaften spielten also immer nur vier gleichzeitig, was recht lange Wartezeiten zwischen den Spielen bedeutete (Kämpfnerfaktor 1 zu 4,5; zum Vergleich: Rheinhard Kämpfner Turnier: 1:2).

Spiel 1: RWW – FC Luton Town 0:1
Ich habe mich mit recht netten Vätern der Mannschaft aus Luton unterhalten. Sie berichteten, dass ihre Kinder dreimal wöchentlich aus einem weiten Umkreis zum profihaft geführten Club gefahren würden. Man habe gegen alle großen Clubs gespielt und z. B. Chelsea, Arsenal und Manchester geschlagen. Nur der FC Liverpool sei besser als Luton (2:7-Niederlage). Als sie dann unsere Mannschaft spielen sahen, wollten sie kaum glauben, dass alle aus dem recht kleinen Walldorf kommen und von Vätern trainiert werden. In den ersten 5 Minuten war Luton nämlich so gut wie gar nicht am Ball.
Die Spieler aus Luton waren aber sehr laufstark und sehr gut organisiert. Sie spielten Pressing und versuchten konsequent den ballführenden Walldorfer zu doppeln. In der Abwehr standen sie sicher, so dass wir erst nach ca. sechs Minuten eine glasklare Einschusschance hatten, sie aber leider nicht nutzten.
Wenn Luton den Ball hatte, was nun öfter vorkam, spielten sie sehr schnell und zielstrebig nach vorne, so dass sie nun Chancen bekamen. Eine konnten sie zum 1:0 nutzen.
In der letzten Minute hatte Walldorf die größte Möglichkeit im Spiel. Die Abwehrspieler aus Luton kratzten den Ball jedoch viermal in Serie von der Torlinie.
Schade. Auch die Väter aus Luton gaben gerne zu, dass es ein „very good and tight match“ war und dass ein Unentschieden für RWW verdient gewesen wäre. Vielleicht kann ich später noch ein paar bewegte Beweisbilder einfügen.
Luton Town erreichte später das Viertelfinale und soll dort – wie man mir berichtete – nach einem Torwartfehler etwas unglücklich gegen den späteren Finalisten FC Zürich Letzikids den 1:1-Ausgleich kassiert und dann im Elfmeterschießen verloren haben.

Spiel 2: RWW – TSV 1860 Rosenheim 3:1
Die Rosenheimer sind Dritter der Oberbayerischen Hallenmeisterschaft und spielen im Ligabetrieb eine Altersklasse höher. Auch sie waren überrascht, denn nach 8 Minuten lagen sie mit 0:3 im Rückstand. Adil war zweimal sehr schön in Schussposition gebracht worden und Furkan2 hatte einen Eckball technisch anspruchsvoll ins Tor bugsiert.
Die Trainer konnten daraufhin schön durchwechseln, ohne dass Rosenheim dadurch eine Chance bekam. Der Anschlusstreffer gelang ihnen aber doch noch nach einem Konter – unmittelbar vor dem Schlusspfiff.

3. Spiel: RWW – NK Radomlje 1:0
Fünf Mal Aluminium in acht Minuten. Geht nicht? Geht doch. Dazu weitere fünf ausgelassene Großchancen. Dreimal schallten „Ra-dom-lje! Ra-dom-lje!“-Gesänge über den Platz. Da war es den Slowenen gelungen, die Mittellinie zu überqueren.
Meist rächt es sich, wenn Chancen nicht genutzt werden. Hier nicht. Deniz erzielte in der 12. Minute den hochverdienten Siegtreffer.
Herr Pallante überzeugte übrigens als Videomann. Wenn es mir gelingt, den Film aus seiner Kamera auf meinen Computer zu kriegen und mit den Formaten klar zu kommen, stelle ich die Latten- und Pfostenserie auch mal hier rein.
Also in den nächsten Tagen am besten ab und zu noch mal hier reinschauen, ja?

4. Spiel: RWW – TV Lampertheim 1:3
Das Tor zum Achtelfinale stand weit auf. Allerdings durfte man nicht verlieren, denn dann könnte Lampertheim punktemäßig gleich ziehen. Das wäre deswegen schlecht, weil in diesem Turnier bei Punktgleichgleichheit der direkte Vergleich vor dem Torverhältnis zählt.
Das ist ungewöhnlich im Fußball, mir eigentlich gänzlich unbekannt. In der Bundesliga ist das anders, bei der WM ist das anders und sogar beim Rheinhard-Kämpfner-Turnier ist das anders. Aber es war halt so und wir haben das auch vorher gewusst.
Mit dem ersten Angriff erzielte Anton auf Vorlage von Ron das 1:0 und man hätte alles im Griff haben können. Doch schon im Gegenzug mussten wir den Ausgleich hinnehmen. Der schnelle Linksaußen war durchgebrochen, wurde von Yannick auf die Grundlinie abgedrängt. Malte sicherte die Torlinie, doch dem Lampertheimer gelang – im Lauf – ein Kunstschuss. Die Lampertheimer waren gut eingestellt, kämpften und schickten ihre schnellen Stürmer nach vorne. Wir hatten unsere Mittagessenspause später gewählt als Lampertheim. Ob es auch daran lag, dass die Bergsträßer leichtfüßiger waren, weiß ich nicht, könnte aber sein. Trotzdem hatten wir zwei-drei erstklassige Einschussmöglichkeiten, die man eigentlich verwerten muss. Lampertheim setzte aber noch zwei Konter und war am Ende verdienter Sieger.
Unsere Leistung war deutlich schlechter als in den anderen Spielen heute. Die Lampertheimer, zu denen ein recht freundschaftlicher Kontakt besteht, sagten, sie hätten ihre beste Turnierleistung gegen uns gebracht. Unseren Trainern ist Recht zu geben: Um seine leichten technischen Vorteile in ein Sieg umzumünzen, muss man genauso viel Einsatz investieren wie der Gegner. Und dazu waren wir zu diesem Zeitpunkt halt nicht in der Lage gewesen.
Nun brauchten wir Hilfe aus Radomlje – einen eigenen Erfolg gegen Mendrisiotto Calzio
vorausgesetzt.

5. Spiel: RWW – Mendrisiotto Calcio 2:0
Mendrisiotto Calcio  ist ein Zusammenschluss der Jugendmannschaften von acht Fußball-Clubs im Tessin.
Die Eltern sind nett und aufgeschlossen, die Spieler klein, quirlig und kampfstark. Unsere 2000er waren jedoch leistungsmäßig wieder auf der Höhe und konnten ihre spielerischen Vorteile in einen Sieg ummünzen. Adil erzielte das 1:0, Micki das 2:0.
Auf dem Nachbarplatz schoss Radomlje am leeren Lampertheimer Tor vorbei. Kurz nach unserem 1:0 ging dann auch Lampertheim in Führung. Der Ausgleichstreffer von Radomlje wurde dann wohl zu Recht nicht anerkannt – und dann waren wir – trotz vier Spielen mit sehr starken Leistungen – leider – draußen.
Lampertheim scheiterte am nächsten Tag im Achtelfinale erst im Neunmeterschießen am späteren Vierten Gröningen-Satteldorf – und daran sieht man, dass wir hier sehr weit hätten kommen können. Herr Royo meinte dazu treffend, dass er über das Ausscheiden traurig sei – die Mannschaft habe aber nicht enttäuscht.

Gewöhnungsbedürftig, die österreichische Zeitmessung: 1 Stunde = 100 Minuten

Gewöhnungsbedürftig, die österreichische Zeitmessung: 1 Stunde = 100 Minuten

Für das Walldorfer Fachpublikum war es sehr interessant, den internationalen U11-Fußball zu verfolgen.
Auch die Anhänger präsentierten unterschiedliche Philosophien. Die Slowenen (NK Radomlje und NK Bravo) pflegen z. B. die Philosophie des lauten Anfeuerns. Die Schweizer aus St. Gallen sind sogar den Ultras zuzurechnen. Dauergesänge („Hopp, Soangrchrrt Goalle, Hopp! Hopp, Soangrchrt Goalle, hopp!“), ganz unabhängig vom geschehen auf dem Rasen, selbst wenn man schon 5:1 gegen Großbardorf führt und man als Unbeteiligter ein wenig Mitleid mit den überforderten Unterfranken hat. Die meisten waren aber wohl – wie wir – Zuschauer alter Schule: Geschehen aufmerksam verfolgen und dann fachkundig reinschreien.

Sehr stark habe ich die schwäbischen Mannschaften aus Gröningen-Satteldorf (die auch den besten Turnierspieler stellten) und vom SSV Reutlingen gesehen. Die Reutlinger waren im selben Hotel untergebracht wie wir und so gab es Gelegenheit zu Gesprächen. Die Reutlinger 2000er spielen in einer Liga mit 98ern und sind dort Vierter. Sie hatten auch lobende Worte für unsere Mannschaft. Sie hätten noch keine Mannschaft in diesem Alter gesehen, die so wie wir in der Lage wäre, den Ball so zu kontrollieren, dass der Gegner gar nicht in Ballbesitz komme. Allerdings fehle dann manchmal der Zug nach vorne und die Torgefährlichkeit. Da haben sie wohl Recht und ich denke, unsere Trainer werden daran arbeiten.

Schön war, dass wir alle abends lange zusammen saßen. Da konnte ich dann immer schön die Tische wechseln – je nach dem, ob ich über Fußball reden wollte oder ein bisschen über Kindererziehung zuhören wollte. Wer die Wahl hat, hat die Qual.

Und überraschenderweise gab es jeweils noch eine dritte Halbzeit. Denn es stellte sich heraus, dass die Herren Kasimir, Kohm, Oral und ich ehemalige Doppelkopfspieler sind. Ich habe großzügig auf das deutsche Blatt verzichtet und habe schmerzliche Kompromisse bei der Regelauslegung gemacht (Herr Kasimir:“So geht aber Doppelkopf!“) – dann war es aber recht lustig. Auch der Manager taute auf und stellte sein kommunikatives Geschick unter Beweis, indem er in vorgeblich tirolerischem Idiom die Leichtgetränke bestellte.
Gespielt wurde dann mit einiger Raffinesse (z. B. „Das läuft zum ersten Mal.“, wenn es zum zweiten Mal ausgespielt wurde). Spielzüge wurden analysiert („Nie im Leben dürfen Sie da mit Kreuz rauskommen, Herr Kohm! Einen niedrigen Trumpf ja, aber kein Kreuz, mein Herr!”“). Nach dem allerletzten Spiel am letzten Abend waren Herr Kasimir und Herr Oral dann punktgleich. Ich hatte nur einen Punkt Rückstand. Also wurde um ein Spiel verlängert, um den Sieger zu küren. Hier bekam ich ein Blatt, mit dem zugegebenermaßen auch Erich Ribbeck Weltmeister geworden wäre. Ich spielte ein „Stilles“ und hielt die anderen unter 60. Darauf gab es natürlich eine Regeldiskussion. Ich hätte nicht gewonnen, weil es ja nur ein Stechen zwischen den Herren Oral und Kasimir gewesen sei. Es müsse also noch ein Entscheidungsspiel her. Das war natürlich völlig inakzeptabel, denn der rechtmäßige Sieger war ja wohl ich. Denn vorher hatten dieselben Herren noch gesagt, dass ich ja auch nur einen Punkt Rückstand hätte und Chancen auf den Sieg. Ich hatte da nämlich bemerkt, dass ich nun einen Sieg zusammen mit Herrn Kohm bräuchte und der Herr Kasimir hatte geantwortet, dass darauf wohl jeder hoffe. Ich habe also ein weiteres Entscheidungsspiel selbstredend verweigert. Notfalls werde ich mir einen Rechtsanwalt aus Sonnenberg nehmen!

Turniertag 2

Wir fuhren nun nach Brixen, um vor malerischer Bergkulisse gegen die anderen sieben Gruppendritten um die Plätze 17 bis 24 zu spielen. Hier stand nun endgültig im Vordergrund, dass alle mehr Spielzeit bekamen, die zuvor weniger lange gespielt hatten und dass man ein wenig experimentierte.

Spiel 6: RWW – SV Germering 0:1
Wir hatten ein Team auf dem Platz, das so selten zusammen spielt. Unser Spiel kam fast gar nicht in Gang, man erreichten vielleicht 30% unserer normalen Leistung – und besonders Ron und Malte und Yannick hatten alle Füße voll zu tun, um die Löcher zu stopfen. Germering war anfangs meist in unserer Hälfte. Die zwei klarsten Torchancen hatten trotzdem wir, nutzen sie jedoch nicht. In der letzten Spielminute konnte der Germeringer Mittelstürmer dann eine Hereingabe gedankenschnell verwandeln.

Spiel 7: RWW – 1. FC Bisamberg 4:0
Die Niederösterreicher aus Bisamberg hatten im Spiel zuvor gegen die Franken aus Altenfurth gespielt. Der Prozess des Anfreundens auf dem Platz und am Spielfeldrand war dabei offenbar ins Stocken geraten. Die Folge war, dass die Altenfurther uns lautstark und sogar über Megaphon anfeuerten. Das zeigte Wirkung. Wir trafen das Tor wieder aus allen Lagen und die Bisamberger (gestern noch 0:0 gegen Rapid Wien) sanken irgendwie in sich zusammen. Vielleicht sollten wir unser Zuschaukonzept überdenken („Hopp, Road-Wieess, hopp!“). Tore: zweimal Micki mit Direktabnahmen, Tristan und Lorenz mit Distanzschüssen.

Spiel 8: RWW – Grazer AK 1:3
Hier war nun endgültig Schaulaufen angesagt. Es wurde gewechselt wie bei der Nationalmannschaft beim Vorbereitungsspiel auf die WM gegen Luxemburg. Der Schiri beanstandete aber nichts. In den ersten Minuten spielten wir nach vorne – die Pässe in den Strafraum missglückten aber leider knapp. Graz war dagegen noch voll motiviert und im Saft. Die Spieler liefen mehr als die Unsrigen und spielten einen sehenswerten Fußball. Da hieß es dann irgendwann 0:3. Ron setzte dann noch einen Ball an den Pfosten. Özkan erzielte mit einem schönen Distanzschuss den Ehrentreffer.

Das hieß am Ende Platz 22 (von 48 und immerhin noch vor Bayer Leverkusen). Auf dem Spielfeld hat man aber gesehen, dass wir auch gegen sehr starke Gegner mithalten können.
Das war übrigens das erste verlorene abschließende Platzierungsspiel in dieser Saison. Zuvor hatte es elf 1. Plätze, fünf 3. Plätze und drei 5. Plätze gegeben.
Wenn man die Kumulierung des Alpha-Fehlers mal außer acht lässt und auf eine Bonferroni-Korrektur verzichtet, liegt die Wahrscheinlichkeit von 19 Siegen in Serie bei 0,0000019. Mit anderen Worten: rein zufällig passiert so etwas alle 524288 Jahre.
Da kann man nur sagen: Glückwunsch Graz! Glückwunsch Cordial Cup!

Leider haben wir den Turniersieger nicht spielen sehen. Fonix Gold FC Székesféhervár aus Ungarn, eine private Fußballschule, setzte sich ganz eindeutig durch und siegte auch im Endspiel gegen die Zürich Letzkidsdeutlich mit 4:1. In einem Film zum Turnier sagt der Trainer, die kleinen Ungarn würden sieben Tage in der Woche spielen. Da klingt das Ergebnis schon fast logisch.

Bei der Siegerehrung standen dann alle 156 Mannschaften der 4 Bewerbe auf dem Spielfeld und Roy Makaay verteilte die Preise.
Unseren Jungs war die Sicht verstellte. Deswegen veranstaltete Mutsi kurzerhand einen Ringerwettbewerb. Alle Jungs bildeten – Arme gegenseitig über die Schultern – einen recht engen Kreis. Drinnen versuchten sich zwei zu Boden zu ringen und auf den Rücken zu drehen. Das war für mich ein heimlicher Turnierhöhepunkt. Die Erschöpfung war augenblicklich aus allen Gesichtern gewichen. Alle strahlten und lachten. Es wurde verbissen gekämpft, aber fair und ohne versteckte Fouls. Mutsi sprach die Urteile („Sieg für …“, „Unentschieden“), die sofort oder nur vereinzelt mit Minimalprotesten akzeptiert wurden, obwohl man hätte diskutieren können (wie beim Doppelkopf). Auch einige andere, besonders der Trainer von Hertha Zehlendorf Berlin (Turnierzehnter), schauten fasziniert zu. Es wird gekämpft, dabei gelacht, niemand tut sich weh, niemand ist sauer über eine Niederlage. Man kämpft miteinander, bekämpft aber weder den anderen noch sich selbst dabei. Ich glaube nicht, dass so etwas in vielen Gruppen funktionieren würde, ohne dass es Stress gäbe. Wenn man sich dieses Glück für die nächste Saison erhalten könnte, wäre mir das wichtiger als sportliche Weiterentwicklung und Erfolg. Wie? Letzteres ist aber auch wichtig? „Ja, da hast du Recht!“.

Insgesamt, würde ich sagen, hat sich das Ganze – sagen wir mal – gelohnt..

Aber der Berg, nein: die Regionenmeisterschaft ruft!

In Tirol aber spielten:
Yannick – Adil (3 Tore), Adrian, Anton (1), Cameron, Deniz (1), Derenik, Felix, Furkan2 (1), Lorenz (1), Malte, Micki (3), Özkan (1), Tristan (1).

Endlich da! Die Fotostory! Wurde aber auch langsam höchste Zeit, gell?!

das eine oder andere Filmchen kommt vielleicht schon noch.

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gelesen: 3193 · heute: 2 · zuletzt am: 31. Mai 2020

3 Antworten zu “RWW beim Cordial-Cup”

  1. Walter aus Frankfurt 15. Jun, 2011 am 09:00 #

    Schöner Bericht, allerdings würde mich brennend interessieren, wer denn am ersten Abend haushoch beim Doppelkopf gewonnen hat.

    Danke und Gruß

  2. Markus Diehl 15. Jun, 2011 am 09:52 #

    Ich war dabei – und das war gut so! Trotz schlechtem Wetter an 2 von 3 Tagen war das ein tolles Wochenende für alle!!! Die Jungs haben klasse gespielt. In Bestbesetzung gehört RWW2000 mit zu den besten Teams ihres Jahrganges in Europa :-) …..ok vielleicht etwas übertrieben dargestellt, ist noch die nachhängende Euphorie.

    Gruß Markus

  3. Gretel aus Klein-Krotzenburg 15. Jun, 2011 am 10:13 #

    Wie der Walter aus Frankfurt find ich auch, dass das ein guter Bericht ist. Ich bin auch der Meinung, dass der Herr Cezanne die Doppelkopf-Runde gewonnen hat.

    Grüße an alle Walldorfer

    Gretel

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