Kalte Dusche zur D1-Taufe in Darmstadt

Juli grüßt mit Regenstürmen

Kühl und zugig, öd und trüb

Mancher wollt schon vorher türmen

Schön dass trotzdem er dann blieb

1. Trainingsspiel: SV Darmstadt 98 – RWW 6:0 (3:0)

Die Saison ruft. Einige Neuerungen stehen ins Haus. Unsere 2000er gehen in der nächsten Saison als D1 ins Rennen, weil sie ein Stück stärker und ambitionierter sind als die Walldorfer 99er. Da man drei Jahre lang nicht mehr gegen 2000er Mannschaften aus dem Kreis Groß-Gerau verloren hat, möchte unser Team nicht ein viertes Jahr gegen die selben Gegner antreten und wird sich mit 99er-Mannschaften messen. Dafür, dass die Spieler dann mehr gefordert sein werden, wird man auch gerne ein paar Niederlagen einstecken.
Die Verantwortlichen habe sogar für die Qualifikation für die Gruppenliga gemeldet, wo die stärksten 99er-Mannschaften aus der Region Darmstadt (Stadt Darmstadt und die Kreise Bergstraße, Groß-Gerau, Dieburg und Odenwald) spielen. Um sich dafür vorzubereiten – und um sich auch die neuen Regeln zu gewöhnen (acht statt sechs Feldspieler, Abseits, kein Handspiel des Torwarts bei Rückpass) – waren Trainingsspiele gegen starke Gegner anberaumt worden. Alles also wunderbar , wenn nur nicht die Ferien und die Unsitte des Urlaub Machens wäre. In der Hauptsache aus nämlichem Grund fehlten heute gleich sechs Spieler.
Dazu sollte man vielleicht noch wissen, dass der D1-Kader auch personell verändert in die neue Saison gehen wird. Felix, Lorenz, Derenik, Tristan und Özkan werden in der D2 spielen, so dass sie mehr Spielpraxis bekommen und Herr Kämpfner andlich auch ein Mal gewinnt. Gelegentlich werden sie sicher auch in der D1 aushelfen müssen. Zu den verbliebenen Spielern sollen ein Ex-Spieler von Darmstadt 98, ein Spieler aus Hassloch und – als einziger 99er – Can, der Sohn des Trainers, stoßen.

Wenn neun Spieler auf dem Platz stehen sollen und vom 13er-Kader sechs Spieler fehlen, ist man personell leicht im Minus. Leihen sich sonst andere RW-Mannschaften alle Nase lang unsere Spieler aus, dürfen wir uns heute für den Einsatz der Spieler Lorenz, Tarik und Elias aus der D2 und Alberto aus der E1 bedanken – sowie bei Herrn Linares, der beim Coachen und Warmmachen half..
Waren also die personellen Verhältnisse schon mau, meinte es auch das Wetter nicht gut. Die Darmstädter hatten nämlich geglaubt, wir würden gutes Wetter mitbringen und sich selbst nicht darum gekümmert. Zehn Grad, Wind und Dauerregen machten es schwer, eine heiter beschwingte Stimmung aufkommen zu lassen. Und als wäre das nicht schon genug, musste man mit ansehen, wie auf dem benachbarten Platz eine Mannschaft aus Ost-Frankfurt mit sehr hässlichen Trikots spielte.

Noch ein letzter Blick bei der Abfahrt aus dem Rückspiegel: Darmstadt im Juli

Noch ein letzter Blick bei der Abfahrt aus dem Rückspiegel: Darmstadt im Juli

Aber jetzt soll ich endlich mal was zum Spiel schreiben? Ja, vielleicht so viel: Darmstadt war über die gesamte Distanz klar überlegen und hatte einige wirklich sehr, sehr schnelle Spieler im Kader und war besonders in körperlicher Hinsicht überlegen. Das Ergebnis spiegelt das Geschehen auf dem Platz realistisch wieder. Unsere Jungs warfen in die Waagschale, was an diesem Tag möglich war. Spielerische Ansätze waren erkennbar. Die Angriffe konnten aber nicht vor das Tor getragen werden, so dass der Darmstädter Torhüter nur eine Hand voll harmlose Bälle auf seinen Kasten bekam.
Die Darmstädter 2000er sind nun mal kein Kanonenfutter und waren nicht umsonst 2010 bei den 99ern Regionenmeister. In Bestbesetzung hätten wir gegen diesen Gegner vermutlich aber schon eine Chance.
Bis auf das Manko, dass es keinen Kaffee gab (welchen man aber bei der nahegelegenen Tanke bekam – so was macht halt faul), hatten wir jedoch angenehme Gastgeber.
Vor der Heimfahrt (gut: Herrn Diehls Volvo hat Winterpaket!) fachsimpelte man noch ein wenig über die neuen Regeln. Bei einem kaum vergrößerten Spielfeld, aber insgesamt vier Spielern mehr, ist es eng auf dem Platz. Werden wir mit acht Feldspielern die Form des Vorjahres erreichen? Wird unser starkes Kurzpassspiel hier vielleicht sogar Vorteile bringen? Werden – im Gegenteil – die Gegner schneller am Mann sein und dies besser verhindern können? Wird am nächsten Wochenende in Mainz schon jemand aus dem Urlaub zurück sein? Mal ehrlich, was will man denn bei diesem blöden Wetter in der Ferne?

Heute aber spielten:
Yannick – Adrian, Alberto, Anton, Cameron, Can, Deniz, Elias, Lorenz, Malte, Tarik.

Schwer depressiv getönte Bilderstrecke

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gelesen: 1877 · heute: 2 · zuletzt am: 23. Januar 2021

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