Die D1 hat Spaß

Mensch in Kreidestaub gehüllt

Zaubert Linien auf den Rasen

Platz sich bald mit Gästen füllt

Bratwurstduft steigt in die Nasen

Sieg beim Saison-Vorbereitungsturnier

Alle Jahre wieder ist „Tag der Jugend“. Zur Saisoneröffnung präsentieren sich alle Jugendmannschaften dem Publikum. So waren unser Spieler schon gegen 9.30 Uhr auf dem Sportgelände. Das darauf folgende Turnier begann dann erst um 13.00 Uhr.
Herr Mader moderierte die Vorstellung der unsagbar vielen Jugendmannschaften. Obwohl sehr viele Walldorfer Mannschaften in der letzten Saison außerordentlich erfolgreich waren, schien er sich besonders auf unsere Mannschaft zu freuen. Er lud Herrn Oral erwartungsfroh ein, etwas über die Erfolge aus der letzten Saison zu berichten. Es hätten so einige Titel aufgezählt werden können: Hallenkreismeister, Kreismeister, Kreispokalsieger, Regionenmeister, Cordial-Cup-Teilnahme. Herbergergleich wusste Herr Oral aber mal wieder alle zu verblüffen: “Für mich ist Erfolg, wenn wir alle zusammen sind und Spaß haben.“ Zaghaft wagte Herr Mader nochmal etwas von sympathischer Bescheidenheit zu sagen und doch noch ein paar Paar Titelbezeichnungen herauszukitzeln. Unser Coach blieb jedoch hart: „Erfolg ist, wenn wir Zeit miteinander verbringen.“
Entschädigt wurde Herr Mader („Ich bekomme eine Gänsehaut.“), als sich alle Spieler dem Publikum per Mikrofon vorstellten. Furkan1 machte den Anfang und wirkte dabei stimmlich und mimisch in etwa wie Vitali Klitschko: “Ich heiße Furkan und ich liebe es, Fußball zu spielen!“ Alle anderen taten es ihm dann gleich – schleuderten jeweils einen Krachersatz hinter den eigenen Namen – und die Aura des Erfolges war sofort bis in den letzten Winkel des Geländes zu spüren – mehr als es jede Aufzählung schnöder Titel vermocht hätte.

Liess es sich nicht nehmen, Lorenz anlässlich seines heutigen Geburttstags ein Ständchen über die Stadionanlage zu trällern: Mutsi "Roy Black" Oral!

Liess es sich nicht nehmen, Lorenz anlässlich seines heutigen Geburttstags ein Ständchen über die Stadionanlage zu trällern: Mutsi "Roy Black" Oral!

Das Turnier selbst wurde dann wieder hervorragend geleitet von den Herren Weiß und Meister. Zunächst spielten vier Gruppen á vier Mannschaften jeder gegen jeden. Danach wurden zwei Gruppen aus jeweils zwei Gruppenersten und -zweiten, sowie je zwei Gruppen aus dritt- und viertplatzierten Mannschaften gebildet. Die ersten beiden Gruppen ermittelten je zwei Halbfinalisten. Die anderen spielten eine Trostrunde um die Plätze 9 bis 16. Spielzeit je 15 Minuten. Und weil auf insgesamt vier Plätzen gespielt wurde, konnte der Rheinhard-Kämpfner-Standard erreicht werden (2.0!), was bedeutet, dass alle Mannschaften extrem viel Spielzeit und extrem wenig Wartezeit hatten.
Das Wetter blieb zunächst indifferent. Als Herr Kämpfner aber endlich sicheren Schrittes den Sportplatz betrat, wurde es ein warmer und angenehmer, zeitweise sogar sonniger Tag.

1. Gruppenspiel: RWW – Spvvg. Oberrad 2:0 (kampflos)
Einziger Wermutstropfen war, dass die Mannschaft aus Oberrad am gestrigen Abend leider abgesagt hatte. Angeblich seien einige Spieler an einer Art Brechdurchfall erkrankt. Wir sind sicher, dass dieser nicht durch Erinnerungen an unsere letzten Begegnungen verursacht ist, sondern wahrscheinlich von irgendeinem Virus. Wir wünschen jedenfalls gute Besserung.

2. Gruppenspiel: RWW – SV Weiß Blau Frankfurt 3:0
Die Frankfurter waren klar unterlegen. Trotzdem dauertes es zehn Minuten bis Adil nach Pass von Micki das 1:0 erzielte. Anton erhöhte mit einem humorlosen Weitschuss in den Torwinkel und Furkan1 liebte es, mit dem 3:0 den Sack zuzumachen.

3. Gruppenspiel: RWW – FC TSG Königstein 1:0
Die Königsteiner 2000er haben ebenfalls eine außerordentlich erfolgreiche Saison hinter sich und haben ihr Team durch einige 99er verstärkt. Schon nach wenigen Minuten wurde Furkan1 freigespielt und konnte mühelos den Ball ins Tor schieben. Königstein konnte durchaus Druck entfalten und das Spiel in unsere Hälfte verlagern. Eine richtige Torchance hatten sie – dank unserer guten Abwehrarbeit – aber nicht.

Für die Zwischenrunde mussten wir vom Kunst- auf den Naturrasen umsteigen. Besonders schön war, dass wir hier gegen unsere Freunde aus Rodheim und Lampertheim spielen durften, denn hier kann man sicher sein, dass sich besonders schöne und stets faire Spiele entfalten. Vierter im Bunde war RW Frankfurt.

Da staunten die Gäste auf der Anlage nicht schlecht: Herr Cezanne mit seiner Flugshow sorgte für Spaß!

Da staunten die Gäste auf der Anlage nicht schlecht: Herr Cezanne mit seiner Flugshow sorgte für Spaß!

1. Zwischenrundenspiel: RWW – TV Lampertheim 2:0
Es war das typische Spiel gegen den TV. Wir waren feldüberlegen, hatten etwas mehr Torchancen. Lampertheim hatte dank ihrer schnellen Konter aber ebenfalls wieder gute Möglichkeiten. Sie hätten auch das 1:0 erzielen können. Dieses Mal aber konnte Adrian die Führung von Furkan1 ausbauen und den Sieg unter Dach und Fach bringen.

2. Zwischenrundenspiel: RWW – JSG Rosbach/Rodheim 0:2
Der Hessenmeister hat seine Spieler – trotz Angeboten zumindest eines sehr guten Vereines – halten und durch 3 oder 4 99er verstärken können. In den ersten Minuten sahen wir eine sehr rasante Begegnung auf Augenhöhe. Dann bekam Rodheim ein Übergewicht und ging durch einen schönen Kopfball verdient in Führung. Yannick entschärfte noch eine weitere Großchance. Beim 2:0 hatte er den Ball dann bereits unter Kontrolle gehabt, war aber von zwei Stürmern attackiert worden. Der Rodheimer Trainer lief (zu unseren Gunsten) protestierend auf den Platz, nachdem der Schiri auf Tor für seine Mannschaft entschieden hatte.
Gegen den Sieg der JSG wollen wir jedoch nicht protestieren, denn der war absolut verdient.

3. Zwischenrundenspiel: RWW – RW Frankfurt 0:0
Die Frankfurter traten mit ihrem 99er Team an und waren vor dem Spiel punkt- und torgleich mit unserer Mannschaft auf Platz 2. Die Schiedsrichter hatte heute insgesamt nicht den allerglücklichsten Tag. (Einem musste z.B. erklärt werden, dass er mit seinen Alustollen lieber nicht den Kunstrasen betreten soll.).
In diesem Spiel wäre eine solide Schiedsrichterleistung aber schön gewesen. Man muss es leider sagen: Die Frankfurter spielten häufig mit übertriebener Härte und unfairen Mitteln und das Ganze erinnerte an den Auftritt von den Niederlanden im letzten WM-Endspiel oder an den von Nigeria bei der Frauen WM im Spiel gegen Deutschland. Und wie soll man es deuten, wenn der Trainer draußen steht und dem Treiben seiner Jungs ungerührt zuschaut? (Ich glaube, dass ich hier nicht übertreibe, denn sogar der besonnene Herr Kasimir suchte nach dem Abpfiff einen sachlichen Meinungsaustausch mit dem Unparteiischen.)
Klare Torchancen blieben auf beiden Seiten Mangelware und so musste ein Neunmeterschießen über den Halbfinalplatz entscheiden.

Man hatte das Gefühl, dass auch unsere Spieler mit einer kleinen Portion Wut im Bauch zum Strafstoßschießen antraten. Nach je fünf Schützen stand es 2:2. Wir hatten einmal das Lattenkreuz und einmal den Pfosten getroffen, Frankfurt zweimal in die Wolken geschossen. Je einen Ball hatten die Torhüter gehalten. Dann legte Frankfurt viermal mit einem Treffer vor und es spricht für die Nervenstärke unserer Spieler, dass sie immer dann treffen, wenn es unbedingt notwendig ist. Beim zehnten Schuss tauchte Yannick ins richtige Eck ab und Furkan2 öffnete anschließend die Tür zum Halbfinale. Endstand: 7:6.
Alles andere wäre aber auch wirklich nicht gerecht gewesen.

Halbfinale: RWW – SG Rosenhöhe Offenbach 0:0; 5:3 nach Strafstoßschießen
Nachdem wir am vergangenen Sonntag gegen die 2000er der SG gespielt hatten, warteten hier die 99er. Gegen die körperliche Überlegenheit der Offenbacher konnte unser Team mit Technik dagegen halten. Man darf heute insgesamt der Abwehrleistung ein Kompliment machen. Nach dem leistungsgerechten 0:0 verwandelten alle unsere Schützen bombensicher, ein Offenbacher verfehlte das Tor: Willkommen im Endspiel!

Finale: RWW – SG Rosbach/Rodheim 1:0

Unser Trainer hatte Spaß, denn seine Spieler zeigten sich unbeeindruckt von der klaren Zwischenrundenniederlage und liebten es immer noch Fußball zu spielen. Einen schnell vorgetragenen Angriff vollendete Adil in gewohnter Manier mit dem 1:0. Rodheim drängte zwar auf den Ausgleich, diesmal ließ unsere Abwehr aber kaum Einschussmöglichkeiten zu. Auch dem Schiedsrichter gefiel das Spiel anscheinend, denn er ließ 5 Minuten länger spielen als vorgesehen. Als Anton dann bei einem Konter zum Torschuss ausholte, pfiff er ab. Anton berichtete hinterher, dass er – als er den Pfiff hörte – dann absichtlich über das Tor geschossen habe, weil er keine Lust mehr verspürte, sich zu konzentrieren.

Wegen dem insgesamt sehr starken Teilnehmerfeld war heute neben einer starken Leistung, auch der nötige Wille und eine große Portion Glück nötig, um das Turnier zu gewinnen.

Unsere D2 mit Felix, Özkan, Derenik und Lorenz zeigte gute Ansätze, hatte aber insgesamt etwas Pech. Sie besiegten immerhin den SV Frauenstein im Spiel um Platz 13. Angeblich haben sehr viele Spieler der einst sehr starken Mannschaft des SV den Verein inzwischen verlassen. Im Jugendbereich sind Spielerwanderungen auch in diesem Alter anscheinend angesagt. Das war in diesem Fall sehr schade, denn die netten Mütter mit den Prosecco-Fläschchen und den Weingummitieren mussten schmerzlich vermisst werden. Statt dessen gab der neue Trainer beeindruckende Stimmproben zum Besten. War aber ein schwacher Ersatz, ehrlich gesagt.

Auch unsere D3 zeigte, dass sie Fußball spielen kann und besiegte den TV Lampertheim im Spiel um Platz 7 – soweit ich das vom Nebenplatz beobachten konnte – nicht unverdient.

So war der Tag heute ein voller Erfolg, denn wir waren knapp elf Stunden zusammen und hatten Spaß. Und darum geht es schließlich.

Im einzelnen hatten heute Spaß:
Yannick1 – Adil (2 Tore), Adrian (1), Anton (1), Cameron, Can, Enes, Furkan1 (3), Furkan2, Malte, Micki, Okan, Yannick2.

Der helle Wahnsinn in Bildern!

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gelesen: 2364 · heute: 3 · zuletzt am: 30. Mai 2020

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