Starker Start in die Gruppenliga

Auf den Zäunen lauern Raben

Riechen Waldes feuchte Erde

Ball komm her, ich will dich haben

Dass ein herbstlich Spiel es werde

1. Gruppenligaspiel: RWW – SV St. Stephan Griesheim 7:3 (2:1)

Anpfiff in der Gruppenliga. Aus 5 Fußballkreisen haben sich insgesamt 20 Mannschaften qualifiziert. Diese treten in zwei Staffeln á 10 Mannschaften an. Die Staffelsieger spielen dann am Ende die Plätze 1 bis 3 aus, die sich damit für die Hessenmeisterschaft qualifizieren werden. Wann und wie das passiert, ist dem Rahmenterminplan nicht zu entnehmen.

Ob uns das aber interessieren wird, ist noch völlig offen, weil wir die meisten Gegner nicht kennen und mit zumindest mit Viktoria Griesheim, den 99ern des TV Lampertheim und des SV Münster ein paar ganz dicke Brocken in unserer Gruppe haben.

Von St. Stephan Griesheim wussten wir nur, dass sie auch mit einer 2000er Mannschaft unterwegs sind und somit auf jeden Fall schlagbar sein würden.

Nach dem Spiel war die Mehrzahl unter unserem Fachpublikum der Meinung, dass St. Stephan heute schwächer war, als alle Gegner in unserer Qualifikationsgruppe.

Unsere Jungs kombinierten nach Belieben und die Griesheimer schauten zu. Doch, wie zuletzt oft der Fall, wollte der Ball einfach nicht ins Tor. Am Ende hatten wir 6 oder 7 Latten und Pfostentreffer zu verzeichnen gehabt und auch ihrem guten Torhüter hatten es die Griesheimer zu verdanken, dass es am Ende keine höhere Niederlage war.

Nach unserer etwa fünften Großchance kam St. Stephan mit dem ersten Angriff zum 1:0. Ich weiß nicht, wie das Tor gefallen ist. Herr Kasimir behauptete, dass er es wüsste, wollte es mir aber nicht verraten. Weil ich ein bisschen mitfilmen wollte, stand ich erhöht hinter den Griesheimer Anhängern. Diese feierten die Führung mit einem sehr schönen „ooohhhhmmmm“ und einer angedeuteten Welle. Toll, das gibt einen Extrapunkt in der B-Note.

Unsere Jungs spielten natürlich einfach weiter. Okan setzte sich wiederholt sehr schön auf Rechtsaußen an der Grundlinie durch. Einmal passte er präzise zum Lieblingspfosten von Furkan1, der sich auch dort eingefunden hatte, um den Ausgleich zu erzielen. Deniz erzielte den 2:1 Pausenstand mit einem platzierten Weitschuss.

Von verschiedenen Seiten wurden unsere Spieler schon dahingehend kritisiert, dass sie zu oft abspielen, statt den Weg zum Tor zu suchen. Unser B-Jugendtrainer, der heute Zunge schnalzend zugeschaut haben soll, habe dem nicht beipflichten wollen. Sowohl Spielaufbau als auch Torabschluss seien sehr gut. Wenn man überhaupt etwas verbessern könne, dann vielleicht, dass man das Spiel öfter mit langen Pässen auf die andere Seite verlagert.

Mit dem Anpfiff zur 2. Halbzeit wünschte sich Herr Pohland ein frühes 3:1, damit sich sein Magen oder sein Kreislauf oder so etwas ähnliches beruhigen könnte. Im Grunde bestand aber keinerlei Anlass zur Beunruhigung.

Umso überraschender war, dass schon gleich nach Wiederanpfiff der Ausgleich fiel. Ein Griesheimer lief alleine auf unser Tor zu. Yannick1 stoppte den Ball mit dem Fuß und nahm den Ball dann mit der Hand auf. Ron kam etwas zu spät und griff nicht ein. Der Griesheimer fiel hin und der Schiri gab Strafstoß. So berichteten Yannick1 und Ron nach dem Spiel über die Szene (die reichlich verwackelte Szene im Film scheint ihnen Recht zu geben, aber genau sieht man es da auch nicht). Wir Väter standen zu weit weg, um das genau sehen zu können, hatten uns zwar gewundert, aber dem Schiri vertraut, der insgesamt unauffällig pfiff, was ja immer ein gutes Zeichen ist.

Wenn man aber permanent schwindelig gespielt wird, wird man irgendwann mürbe. Und so fielen denn dann auch schon bald die entscheidenden Tore. Yannick2 hatte sich über Doppelpässe gut über die rechte Seite in den Strafraum gespielt, wo er Adil das 3:2 auflegte. Enes und Furkan1 wiederholten das ganze nur wenig später und brachten damit Stabilität in Herrn Pohlands physiologische Binnenverhältnisse. Ein weiteres Tor von Furkan1 wurde zu Unrecht wegen Abseits nicht gegeben (siehe Film). Über links ging es auch. Deniz spielte sich durch. Sein Pass wurde aber von einem Abwehrspieler ins eigene Tor abgewehrt. Dann zeigte Adil, dass man nicht immer an den Torpfosten, sondern auch mal in den Torwinkel schießen kann. Beim 7. Tor hatte dann wieder Deniz zuletzt den Schussstiefel am Ball.

Bitteschön: Walldorf als guter Gastgeber!

Bitteschön: Walldorf als guter Gastgeber!

 

Dann bediente einer unserer Abwehrspieler völlig unbedrängt den Griesheimer Mittelstürmer, der völlig verwaist in unserem Strafraum stand und sich mit einem kunstrasengrünen Trikot getarnt hatte. Dieser unterstrich dann die Griesheimer Vollstreckerqualitäten am heutigen Tag. Viermal vor dem Tor und dreimal getroffen. Da kann man nicht meckern.

Den Kommentaren der Griesheimer Zuschauer und denen ihres Trainers („Warum spielen die des? Weil die des seit den Bambinis, seit der F-Jugend so gelernt haben! So einfach is des! … Des hat mit Ausbildung zu tun und sonst nichts.“ Richtig!) war schon zu entnehmen gewesen, dass sie die Kräfteverhältnisse am heutigen Tag richtig einzuschätzen wussten. Und so sagte ich nach dem 3:7 – da die Spannung raus war und um überhaupt mal was zu den Griesheimern zu sagen – , dass sie sich über Gastgeschenke heute ja nicht beschweren dürften. Das Echo war mau, genauer gesagt Schweigen, bis immerhin Einer doch antwortet:„Ganz schön mutig da hinne in de Eck, so was hier zu sage!“. „Wieso? Ist doch nicht bös gemeint. War doch ein Geschenk… Unser Abwehrspieler hat euren Stürmer nicht gesehen und angespielt.“ sagte ich, weil es ja schließlich auch so war, freute mich aber, dass mir wenigstens ein Mensch antwortete. „Mit Ihnen rede ich nicht!“ kam dann aber als Antwort, also ein Paradoxon. Paradoxien und so was finde ich ja immer toll. Ich wollte natürlich wissen, ob er nochmal nicht mit mir reden würde und fragte: „Was haben Sie gesagt?“ „Mit Ihnen rede ich nicht.“ tat mir der Herr noch einmal den Gefallen.

Ein tolles Fußballspiel und eine echte Kommunikationsperle als Zugabe, da hätte doch eigentlich auch die Eintracht heute gewinnen müssen.

Der mit Abstand am meisten angeklickte Bericht der Qualirunde war der aus dem Leeheim-Spiel. Ich habe den Verdacht, dass das daran lag, dass da die Musik von Profis stammt. Ich nehme also nochmal ein Stück von unserer Hauskapelle „Yesterday I had roadkill“ als akustische Untermalung – eines, das von der Länge zum Clip passt.

Die anderen Spielergebnisse lassen ahnen, dass wir es heute mit einem der beiden schwächsten Gegner zu tun hatten. Lampertheim hat nur 8:5 in Höchst (Odenwald) gewonnen. Münster hat Weiterstadt mit 8:0 besiegt. Die Weiterstädter haben ebenfalls eine 2000er Mannschaft und waren kürzlich im Pokal mit 3:4 an unserem heutigen Gegner gescheitert. Groß-Bieberau ist wohl auch nicht von Pappe, da sie in Bensheim mit 3:1 gewonnen haben. Bensheim seinerseits ist auch nicht von schlechten Eltern, hatten sie in der Quali doch die guten Lampertheimer 2000er geschlagen.

In der Nachbarstaffel fand nur ein Spiel statt. Die Kollegen aus Leeheim erzielten mit einem 0:3 bei Darmstadt 98 ein achtbares Ergebnis.

Am nächsten Wochenende geht’s dann schon wieder nach Wolfskehlen, wo wir erst kürzlich ein knappes und spannendes Spiel hatten. Und auch heute scheinen sie bei Viktoria Griesheim gut mitgehalten zu haben (0:2).

Vorher, am Mittwoch um 18.00 Uhr im Heimspiel gegen SV Geinsheim geht es um den Einzug ins Pokal Halbfinale.

Heute aber spielten:
Yannick1 – Adil (2 Tore), Adrian, Anton, Cameron, Can, Deniz (2), Enes, Furkan1 (2), Furkan2, Micki, Okan, Yannick2

Raus aus dem Euro – rein in den rww2000-Zukunftsbond! Jetzt mit Extra-Hebel!

Error: the communication with Picasa Web Albums didn’t go as expected. Here’s what Picasa Web Albums said:




404. That’s an error.

The requested URL /data/feed/api/user/Scheppe66/album/2011_10_30_St_Stephan?kind=photo was not found on this server. That’s all we know.

 

Und das schreibt der SV St.Stephan:

D1- Junioren | Im ersten Gruppenligaspiel der D-Junioren hatte die D1 bei RW Walldorf nie einen Hauch einer Chance, das Spiel für sich zu entscheiden. Gegen einen sehr spiel starken Gegner musste man froh sein, dass nicht alle Chancen genutzt wurden. Die Mannschaft muss sich kämpferisch und spielerisch sehr steigern, wenn man in dieser Liga mithalten möchte. Das Spielergebnis täuscht über den Spielverlauf hinweg. Der SVS verlor in Walldorf klar mit 3:7 Toren.

Quelle: http://www.svs-griesheim.de/index.php/fussball/fussball-jugend.html

Tags:

gelesen: 1628 · heute: 2 · zuletzt am: 21. Oktober 2020

Bisher keine Kommentare.

Hinterlassen Sie eine Antwort