Hallo Halbfinale!

In der Luft häng´n Wassertröpfchen

Brechen Flutlichts Strahlen

Fußball spielt man hier mit Köpfchen

Mutsis Mühlen mahlen

Kreispokalviertelfinale: RWW – SV 07 Geinsheim 4:0 (2:0)

Die Geinsheimer 99er hatten sich im Achtelfinale mit 3:0 bei Opel Rüsselsheim durchgesetzt und waren souverän durch die Qualifikation zur Kreisliga marschiert. Die Qualifikation zur Gruppenliga hatten sie sich nicht zugetraut – vielleicht zu Unrecht, denn ich denke, sie hätten Chancen gehabt, unter die ersten Vier unserer Qualigruppe zu kommen.

Die Geinsheimer zeigten bessere Ansätze Fußball zu spielen als einige andere Mannschaften, gegen die wir in letzter Zeit gespielt haben. Zudem hatten sie erhebliche Größen- und Gewichtsvorteile. Unsere Kicker ließen sich jedoch weder so noch so die Butter vom Brot nehmen.
Man hatte zunächst spielerische Vorteile und ein leichtes Chancenplus. Nach ca. 15 Minuten unterlief den Gästen ein eigentlich unnötiges Foul im Strafraum an Deniz. Der Gefoulte durfte schießen und wählte den Weg ins Tor über den rechten Innenpfosten (eventuell auch mit Beteiligung des Hinterkopfes vom Torhüter). Da man heute nicht Torchancen am Fließband bekam, hielt man sich auch diesmal nicht mit Pfosten- und Lattentreffer auf. Etwa fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff bekam Furkan1 nach einer schönen Direktspielstafette den Ball vor den Stiefel und schoss den Ball aus ca. 8 Metern ebenfalls über den rechten Innenpfosten ins Tor. Und das war schön, denn so musste ich nur vor Kälte ein wenig zittern und nicht aufgrund übermäßiger Spannung. Yannick1 hatte jedoch durchaus auch zu tun, konnte den Kasten aber sauber halten.

Ideale Schiedsrichterphysiognomie (abseitssicher): Im Jugendfußball muß etwas geschehen!

Ideale Schiedsrichterphysiognomie (abseitssicher): Im Jugendfußball muß etwas geschehen!

Frau Choukairi und Frau Duran äußerten in der Halbzeitpause ihre Zufriedenheit über das gute Spiel. Ihre Anerkennung sei umso höher, als ihre Söhne noch bis kurz vor Aufbruch zum Sportgelände noch Basketball gespielt bzw. Schulsport gehabt hätten und kaum etwas essen konnten. Auch eine Hausaufgabe, die sogar benotet werden würde, müsse heute Abend noch angefertigt werden.

In der 2. Halbzeit konnte ich dann sowohl wieder mal das präzise Kurzpassspiel bewundern, als auch die Herren Kasimir und Pohland, wie sie detailreich darlegten, wie ergeben ihnen ihre Gattinnen sozusagen aus der Hand fressen würden. Bewundernswert dann auch die Vorarbeit zum 3:0 über Yannick2 zum Terminator Adil. Damit war der Sack zu. Das schönste Tor erzielte dann Furkan2, dessen Ruhe und Übersicht im Mittelfeld mal wieder bestechend war. Heute belohnte er sich und die anderen dann auch noch mit einem schönen Distanzschuss in den Torwinkel. Dann blieb ein Geinsheimer nach einem Pressball am Boden liegen, während unsere Angriffsabteilung einen Überzahlangriff startete. Der Schiedsrichter blickte mit Pfeife im Mund unschlüssig zwischen beiden Schauplätzen hin und her und pfiff erst dann als Furkan1 den Ball ins Tor geschoben hatte. Nach Verarztung des Geinsheimer Spielers nahmen alle Aufstellung zum Anstoß. Da ließ jedoch der Schiedsrichter einen Freistoß für Geinsheim ausführen – vermutlich wegen vermeintlichem Abseits. Es war aber ganz sicher kein Abseits, so wie in zwei oder drei anderen aussichtsreichen Situationen auch nicht, in denen er Abseits gepfiffen hatte. Im Film sieht man, dass sogar die Szene nicht abseits war, bei der ich dachte, der Schiri habe Recht. Überhaupt spielt die Mannschaft inzwischen sehr gut mit der Abseitsregel. In den letzten Spielen konnte man ziemlich sicher sein, dass der Schiri sich irrte, wenn er Abseits gegen unsere Mannschaft pfiff. Ein Schiedsrichter alleine ist mit der Anwendung der Abseitsregel eindeutig überfordert – er ist ja schließlich kein Chamäleon oder Abkömmling eines solchen. Neutrale Linienrichter stehen aber nicht zur Verfügung und die Betreuer der jeweiligen Mannschaften, die an der Linie die Einwürfe winken, auch Abseits anzeigen zu lassen, wäre wohl auch keine Idee.  Also muss man wohl damit leben. Hier und heute war das aber nicht spielentscheidend.

Ich war heute etwas schlampig im Halten der Kamera, vielleicht, weil ich dachte, dass im Dunkeln die Bilder am Ende doch unbrauchbar sein würden. Waren sie aber nicht. So habe ich z. B. nur ein Tor im Bildausschnitt, einmal nur den Schiri, der Tor zeigt und einmal die jubelnden Mitspieler. Ein Tor fiel leider in einer Filmpause.

Überflüssig waren einige Härten, die die Geinsheimer gegen Ende ins Spiel brachten. Bis dahin war es ein faires Spiel gewesen. Unsere Trainer waren zufrieden – wenn auch in den letzten 10 Minuten ein paar Unkonzentriertheiten gegeben habe. Aber die Enttäuschung darüber dürfte sich in Grenzen gehalten haben. Härter war dagegen die Desillusionierung für mich, als ich mitbekommen mussten, wie die Herren Kasimir und Pohland auf die Anrufe ihrer Gattinnen reagierten – nämlich etwa so wie Hausmeister Krause auf seinen Vorgesetzten („Sicher, Hasi, sicher!“, „Ja, wir kommen ganz schnell heim.“, „Mach ich gleich, wenn ich daheim bin!“, „Jahaaa, ich flieeegeee!“). Bei Herrn Pohland könnte man noch mildernde Umstände geltend machen. Der wurde nämlich mit Kürbisscremesuppe mit Fleischbällchen angelockt.

Ich habe durchweg starke Leistungen gesehen und denke alle Spieler haben sich heute das Halbfinale verdient. Das gibt es dann irgendwann im nächsten Jahr.

Heute aber spielten:
Yannick1 – Adil (1 Tor), Anton, Cameron, Can, Deniz (1), Enes, Furkan1 (1), Furkan2 (1), Lorenz, Micki, Okan, Yannick2.

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gelesen: 1881 · heute: 3 · zuletzt am: 21. Oktober 2020

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