Keine Rudelbildung in Wolfskehlen

November grüßt mit Sommerwärme

Lässt von den Bäumen leuchten Blätter

Dann enges Spiel und draußen Lärme

Was will man mehr? Wo ist es netter?

 

 2. Gruppenligaspiel: JSG Wolfskehlen/Crumstadt – RWW 3:3 (2:1)

Wieder ging es zum schönen Sportgelände nach Wolfskehlen. Die JSG hatte – wie erwähnt – am 1. Spieltag eine achtbare 0:2 Niederlage bei Viktoria Griesheim erreicht.

Die Herren Väter waren vor dem Spiel recht optimistisch. Dazu hatten die letzten Auftritte ja auch berechtigt. Auf dem Platz fehlte dann aber das letzte bisschen Konzentration, so wie mir gerade auch beim Tippen des Textes. Waren wir zu spät ins Bett gegangen? Zu spät aufgestanden? Oder ist die biologische Uhr aus den Fugen geraten und der Körper steht auf Frühjahrsmüdigkeit? Hier und da wurde gefordert, dass Thomas Gottschalk nun endlich mal von der Bildfläche verschwinden soll, damit man nicht so viel Lebenszeit unnötig vertut und am nächsten Tag wach ist.

Anders als vor ein paar Wochen ging heute Wolfskehlen blitzartig mit 2:0 in Führung. Macht der Torwart einen Fehler, schlägt sich das gleich im Spielstand nieder. Ein langer Flankenball wurde von Yannick1 falsch berechnet, so dass er ihn nicht festhalten konnte und ein neben ihm stehender Wolfskehler die Führung erzielen konnte. Kurz darauf landete ein eigentlich harmloser Schuss aufgrund von Abfälschung eines eigenen Abwehrspielers im Tor. So was kommt vor.

Rezeptpflichtig: Walldorfer Spiel in Wolfskehlen!

Rezeptpflichtig: Walldorfer Spiel in Wolfskehlen!

 

Aber auch die Feldspieler leisteten sich ungewohnte und ungewohnt viele Fehler. Dabei sollte aber gesehen werden, dass es ungewöhnlich ist, dass eine Mannschaft normalerweise so wenig Fehler macht, dass es ungewöhnlich ist, dass sie es dann doch mal welche macht. Wurde zuletzt das Kombinationsspiel als übertrieben kritisiert, wurde heute das Einzelspiel übertrieben. Das ist möglicherweise das Ergebnis der zuletzt an die Spieler herangetragenen Forderungen nach mehr Durchsetzung im 1 gegen 1. Aber unbedingt erwartet hatte ich das auch wieder nicht, denn in den letzten beiden Spielen wurde recht ordentlich gespielt. Herr Kasimir will aber in letzter Zeit eine leichte Tendenz zu übertriebenem Alleinspiel ausgemacht haben. Wann mach ich am besten was? Eine Frage, die ich häufig auch falsch entscheide – im Fußball sowieso und sonst auch öfter mal.

Wolfskehlen wollte vor allem verhindern, dass sich unsere Jungs durch die Mitte vors Tor kombinieren und hatten diesen Spielbereich üppig mit Spielern ausgestattet. Über die Flügel haben wir es aber entweder zu wenig probiert oder wir waren hier zu wenig erfolgreich. Wolfskehlen versuchte schnell nach vorne zu kommen und hatten nach Ballgewinnen mehr Raum für ihre Angriffe als wir, weil wir eben hinten meist nur 1 gegen 1 spielen.

Immerhin gelang vor der Pause noch das 1:2 durch einen Freistoß Marke unhaltbar durch Enes.

Gleich zu Beginn der 2. Halbzeit wurde unsere Abwehr am rechten Flügel überlaufen. Yannick1 konnte den Schuss abwehren. In solchen Situationen stehen aber meist Gegenspieler frei vor dem Tor, so auch hier. Vielleicht gibt es da ein Rezept, solche Treffer häufiger zu verhindern. Danach hielt unser Torwart noch zwei ganz schwierige Bälle, die ich eigentlich schon im Tor gesehen hatte. Unsere Mannschaft kam in der Folge aber immer besser in die Gänge. Es könnte also sein, dass der eine oder andere doch zu spät aufgestanden ist und erst jetzt auf Betriebstemperatur war. Drei oder vier Chancen wurden recht unglücklich vergeben, bevor Deniz der Anschlusstreffer gelang. Fünf Minuten vor Schluss steuerte auch der Torhüter aus Wolfskehlen einen Lapsus bei. Er ließ einen eher harmlosen Schuss abprallen und Adil bedankte sich. Rot-Weiß drängte auf die Führung, auf Wolfskehler Seite wurde der Schlusspfiff herbei beschworen. Eine gute Chance wurde wegen vermeintlichem Abseits zurückgepfiffen. Wir kennen das aus den letzten Spielen. Aber auch Wolfskehlen hatte kurz vor Schluss noch eine dicke Chance. Der völlig alleine auf unser Tor zulaufende Spieler zielte aber am Kasten vorbei.

Beide Mannschaften hätten gewinnen können, also geht das Unentschieden auch in Ordnung.

Wir haben ein sehr spannendes und streckenweise auch gutes Spiel gesehen. Die Gastgeber waren mit ihrem Teilerfolg sehr zufrieden. In unserem Lager überwog bei einigen die Enttäuschung. Verständlich, denn die Erwartungen waren höher gewesen. Aber zu einer guten Mannschaft gehört auch, dass man Enttäuschungen teilen lernt. Und weil die bei uns so selten vorkommen, haben wir die wertvolle Gelegenheit hoffentlich beim Schopf packen können.

In unserer Gruppe marschieren Griesheim und Münster vorneweg. Ein Fernglas brauchen wir einstweilen noch nicht.

Um so gespannter dürfen wir auf das nächste Spiel gegen Lampertheim sein (heute 2:5 gegen Viktoria Griesheim), das einen weiteren Fingerzeig geben wird.

Heute aber spielten:
Yannick1 – Adil (1 Tor), Anton, Cameron, Can, Deniz (1), Enes(1), Furkan1, Furkan2, Micki, Okan, Yannick2.

P.S.: Die Kürbissuppe bei den Pohlands soll sehr wohlschmeckend gewesen sein

Für Film und Fotos habe ich heute keine Zeit mehr. Schaut halt in den nächsten Tagen nochmal nach. Vielleicht kommt noch was.

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gelesen: 2168 · heute: 3 · zuletzt am: 27. November 2020

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