Platz Zwei bei Kreis-Hallenmeisterei

In Dornheim steht man dicht an dicht

denn die Tribüne ist sehr klein

der Zweier in die Maschen drischt

er hört nicht auf, er lässt´s nicht sein

Das war sie nun, die Hallenendrunde 2012. Am Ende sprang der 2. Platz heraus und damit die Qualifikation für das Hallen-Masters der Region Darmstadt am 26.2.2012. Wo, weiß ich noch nicht. Aber irgendwo wird sie sicher stattfinden. Demnächst wohl mehr davon.

Aber von vorne: Heute wurde in zwei Gruppen á 5 Mannschaften gespielt – die Gruppensieger spielten sofort das Finale und sind – wie erwähnt – für den nächsten Wettbewerb auf Regionenebene qualifiziert. Gespielt wurde auf Handballtore, mit vier Feldspielern und normalen Bällen, Spielzeit je 12 Minuten.

Wie in der  letzten Woche in Sulzbach gab es also kein Halbfinale, so dass man sich möglichst keinen Ausrutscher erlauben durfte. Der Spielplan meinte es insofern gut mit uns, als wir das erste Spiel erst eine Stunde nach Beginn der Veranstaltung hatten, so dass wir ein bisschen länger schlafen durften.
Unser vermeintlich stärkster Gegner, der SV Nauheim – nimmt man die Qualifikationsergebnisse zum Maßstab – hatte sein erstes Spiel bereits mit 1:0 gewonnen – durch einen direkt verwandelten Eckball.

1. Gruppenspiel: RWW – SV 07 Nauheim 0:0
Unsere Mannschaft bestimmte das Spiel, war aber im Abschluss noch nicht richtig konzentriert. Die Nauheimer warfen ihre Kampfkraft in die Waagschale und hatten Sekunden vor dem Abpfiff die Chance zum Sieg, scheiterten aber an unserem Torhüter.

2. Gruppenspiel: RWW – VfR Groß-Gerau 4:1
Die Gerauer waren heute nicht kompakt genug und hatten anscheinend auch keinen gelernten Torhüter dabei (diese Angabe ist ohne Gewähr – um Protestmails aus der Kreisstadt mal vorzubeugen). Unsere Tore waren wunderbar herausgespielt. Die schnelle Führung durch Deniz hätte Enes wenig später ausbauen können. Er beschloss jedoch im letzten Moment an den Pfosten zu schießen. Das 2:0 markierte Adrian auf Zuspiel von Deniz. Okan spielte dann Doppelpass mit dem Pfosten und erzielte das 3:0. Eine kurze Phase, in der die Konzetration einbrach, nutzte Groß-Gerau zum Anschluss. Schön dann aber wieder das 4:1. Furkan1 wartete mit dem Einrollen, bis der gerade wieder eingewechselte Enes im Rücken der Spielertraube, die vor Furkan1 wartete, vorbeilief. Dann erst rollte dieser und so, dass Enes per Direktabnahme den Endstand herstellen konnte.

Vor dem 3. Gruppenspiel hatte sich überraschend die SKV Mörfelden zum größten Konkurrenten gemausert, denn sie hatten 7 Punkte bei einem Torverhältnis von 6:1 gesammelt. Um für das letzte Gruppenspiel gegen die SKV gute Voraussetzungen zu schaffen, musste gegen Hassloch gewonnen werden und man musste auch das Torverhältnis noch aufmotzen.

3. Gruppenspiel: RWW – TV Hassloch 2:0
Die Hasslocher zeigten sich munterer als bei ihren bisherigen Auftritten. Einen fußgerechten Pass von Deniz vollendete Furkan2 mit einem gezielten Schuss. Dann konnte Hassloch eine Kontermöglichkeit nicht nutzen. Im direkten Gegenkonter schoss Micki das 2:0.
Vor Wiederanstoß wollte Walldorf wechseln, hatte kurzfristig fünf Feldspieler auf dem Platz. Die Schiedsrichter pfiffen das Spiel wieder an und gaben sofort eine 2-Minuten-Zeitstrafe. Da vermisste man das berühmte Fingerspitzengefühl, aber dafür war ich im Alter von vielleicht 17 Jahren auch nicht berühmt.
Insgesamt waren die Schiedsrichter sehr genau, wenn es um die Ausführung von Einwürfen ging und um korrektes Einwechseln. Nachbessern könnte sie noch beim Erkennen von Foulspielen (gestrecktes Bein u. ä.).
Hassloch konnte mit der Überzahl aber nicht viel anfangen und so blieb es beim 2:0.

Vor dem letzten Spiel waren RWW und die SKV punkt- und torgleich. Der Sieger würde das Finale erreichen. Bei einem Unentschieden hätte es wohl ein Siebenmeterschießen gegeben.

4. Gruppenspiel: RWW – SKV Mörfelden 1:0
Mörfelden versuchte beinahe jede Schusschance jenseits der Mittellinie zu nutzen. Aus Abprallern ergaben sich zwei gute Nachschusschancen, die Yannick1 aber gut parierte. RWW blieb jederzeit ruhig und unaufgeregt. Der verdiente Siegtreffer nach einer schönen Kombination fiel fünf Minuten vor Schluss. Torschütze: Furkan1 nach Assist von Deniz. Der siebte Treffer heute und der siebte Torschütze. Fast hätten wir acht Torschützen gehabt, aber Antons Schuss landete erst eine Sekunde nach Abpfiff im Tor der Mörfelder. Er hatte mal wieder nicht auf die Uhr gekuckt.

Es halft nichts: mehr war heute nicht drin!

Es halft nichts: mehr war heute nicht drin!

Endspiel: RWW – SKG Erfelden 0:4
Schon in den Gruppenspielen konnte man sehen, dass die Erfelder besonders durch ihren sehr schnellen und schussstarken Linksfüßer Torgefahr heraufbeschwören konnten. Das richtige Rezept hatte man aber überraschenderweise nicht gefunden, dies im Endspiel zu unterbinden. Nach gewonnenem Zweikampf ließ er einen einen fulminanten Schuss zum 1:0 folgen. RWW agierte zu offensiv und schaltete bei Ballverlust nicht schnell genug auf Abwehr um. Das ergab einen Konter in Überzahl und das 2:0. Und dann kam alles zusammen. Der dritte Torschuss, den der Linksfuß mit rechts ausführte, wurde unhaltbar abgefälscht und zu allem Überfluss war Yannick1 vor dem 4:0 die Sicht verdeckt. Ein Erfelder – ich glaube, es war besagter Linksfuß – zog den Kopf ein, ließ den Ball durch, welcher dann dummerweise auch noch ins Tor rutschte. gegen die recht sicher in der Abwehr stehenden Erfelder war dann natürlich nicht mehr viel zu machen. Da blieb nur noch gratulieren. Also: Herzlichen Glückwunsch nach Erfelden!

In der Vergangenheit hatten wir es des öfteren mit dem 2000er Jahrgang der Erfelder zu tun gehabt. Der running gag war damals, dass der damalige Trainer immer darüber geklagt hatte, dass es zu wenige Kinder in Erfelden gäbe. Die älteren Erfelder, also die 99er, mit denen wir es heute zu tun hatten, haben diese Probleme nicht. Angeblich haben sie vor allem Verstärkung aus Stockstadt bekommen, wo – wiederum angeblich – sämtliche Leistungsträger der ehemals sehr starken Mannschaft den Verein verlassen haben.

Wir hatten heute – wenn überhaupt – eher das Problem, dass wir zu viele Kinder haben. Trainer Oral wollte möglichst viele spielen lassen und hatte elf Spieler mitgebracht. Nach Ende der Veranstaltung zeigte er sich zufrieden, dass alle etwa gleiche Spielanteile hatten.
Das damit verbundene häufige Wechseln schien dem Spielfluss aber eher nicht gut zu tun, weil sich die Formationen nicht gut einspielen konnten. In den letzten Turnieren waren die Leistungen konstanter, wenn weniger  oder komplette Blöcke gewechselt wurden. Meine ich – da kann ich aber auch falsch liegen. Von außen und hinterher ist es immer leicht, es besser zu wissen. Wenn wir aber meinen, etwas besser zu wissen, und dann kommt es doch anders, haken wir das meist ab und posaunen nicht hinaus: “He, hört mal zu, ich hab mich vorher geirrt!” Und man selbst vergisst sowas auch und glaubt dann wirklich, man würde meist richtig liegen. Und dann geht man ins Wettbüro und verliert sein ganzes schönes Geld. Trotzdem bin ich eher für Blockwechsel.
Gleich im ersten D-Jugend Jahr – mit komplett jüngerem Jahrgang – aber so weit zu kommen, ist ein schöner Erfolg.

Daher können wir uns auf das eigene Hallenturnier am nächsten Samstag freuen. Da werden wir zwei Mannschaften stellen und naturgemäß weniger wechseln müssen. Bei unserem ausgeglichenen Kader darf man beiden Mannschaften eine gute Rolle zutrauen.
Die Konkurrenz wird aber so richtig stark sein. Mit dabei wird z. B. der FSV Frankfurt sein, der voraussichtlich mit seinen 2000ern anreisen wird. Gerüchte vermelden, dass die Offenbacher Kickers mit ihren 99ern kommen werden. Und auch die Erfelder werden wir wieder auf dem Parkett erleben.

Mit der heutigen Niederlage hat sich übrigens ein Kreis geschlossen. Bei der Hallenkreismeisterschaft 2010 hatten wir ebenfalls im Finale verloren (Siebenmeterschießen gegen Biebesheim). Seither hatten wir sämtliche Finalspiele gewonnen, für die wir uns qualifiziert hatten. Weil das schon sehr ungewöhnlich ist, zähle jetzt mal durch wieviele das waren – von hinten nach vorne, also von 2012 nach 2010: Turnier in Mörfelden gegen Leeheim (4:0), Turnier in Gernsheim gegen Horchheim (3:2 im Achtmeterschießen), Turnier in Walldorf gegen Rodheim (1:0), Turnier in Dietesheim (Achtmeterschießen gegen Teutonia Hausen), Turnier in Walldorf gegen Groß-Gerau (8:7 im Achtmeterschießen), Endspiel um die Regionenmeisterschaft (6:1 gegen SV Münster), Endspiel um die Kreismeisterschaft (5:2 gegen Groß-Gerau), Endspiel um den Kreispokal (14:1 gegen Bischofsheim), Turnier bei den Sportfreunden Frankfurt gegen FSV Waiblingen (5:0), Turnier in Heusenstamm (3:1 gegen Kickers Offenbach), Hallenkreismeisterschaft 2011 (5:0 gegen Eintracht Rüsselsheim), Turnier in Ingelheim gegen den SV Winkel (6:1), Turnier in Dieburg (Sieg im Achtmeterschießen gegen Viktoria Griesheim), Turnier in Dornheim (9:1 gegen Italia Groß-Gerau), Turnier in Kiedrich (Achtmeterschießen gegen Hochheim), Turnier in Walldorf (1:0 gegen RW Frankfurt), Turnier in Kelsterbach (2:0 gegen Tus Hornau), Turnier in Karlsruhe (Achtmeterschießen gegen Siemens Karlsruhe), tja und davor gab´s die oben erwähnte letzte Finalniederlage. Rein statistisch bräuchte man 262.144 Versuche, um so eine Serie zu schaffen.
Da dürfen sich die Terminatoren aus Erfelder noch einmal kräftig auf die Schulter klopfen.

Weil aber doch auch die Wehmut durch unsere Herzen dribbelt, habe ich mich für einen etwas ernsten und getragenen Soundtrack für den Film zum Turnier entschieden (zu sehen: Ausschnitte aus den Spielen gegen Hassloch, Mörfelden und Erfelden).

 

Heute aber spielten:
Yannick1 – Adrian (1Tor), Anton, Cameron, Deniz (1), Enes (1), Furkan1 (1), Furkan2 (1), Micki (1), Okan (1), Yannick2.

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gelesen: 1344 · heute: 3 · zuletzt am: 13. Juni 2019

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