Waden stramm in Heusenstamm

Der Wind bläst gern und kühl

Ganz ungeschützt man steht

Ich hab so das Gefühl

Dass es heute nicht so geht

Qualifiaktionsturnier zum Cordial-Cup 2012

Das vielleicht größte Saison-Highlight im letzten Jahr war der Cordial-Cup nebst gelungener Qualifikation. Wir erinnern uns: Sieg gegen den OFC und damit Teilnahme am großen internationalen Turnier in Kitzbühel. Weil man in der D-Jugend in anderen Ländern und auch in einigen Bundesländern Deutschlands auf dem Großfeld spielt, wurde auch die heutige Qualifikation in Heusenstamm auf dem Großfeld ausgetragen. Da war es Künstlerpech, dass unser ohnehin kleiner Kader ferienbedingt ausgedünnt war und Spieler aus der D2 und der D3 aushelfen mussten, um mit 11 Spielern auf dem Platz stehen zu können.
Von unserer bunt zusammengewürfelten Truppe durfte man bei diesem hochkarätig besetzten Turnier nicht allzu viel erwarten. Am Ende waren vielleicht aber doch unsere weißen Unglückstrikots schuld, denn unerreichbar wäre der Turniersieg heute in Bestbesetzung nicht gewesen.

Und wenn ich hier schon am Zagen und Zetern bin: das wieder sehr gut organisierte Turnier hätte wirklich besseres Wetter verdient gehabt! Es war empfindlich kalt. Und das nicht nur mir. Auch andere Herren wickelten sich in alte Decken ein oder schliefen erschöpft und ausgekühlt in ihren parkenden Autos. Wenigstens regnete es nur selten ein bisschen, aber trotz dicker Jacken hieß es Immunsystem trainieren, statt entspannt das Leben in freier Natur zu genießen.

Gespielt wurde in vier Gruppen mit je vier Mannschaften, Spielzeit je 20 Minuten. Die Gruppenersten erreichten direkt das Halbfinale.

Murphys Law: Was schief gehen kann, geht schief. Und alles dauert länger, als man geplant hat:

1. Gruppenspiel: RWW – JFV Seligenstadt 3:0 kampflos
Nach eineinhalbstündigen Bemühungen, nicht auszukühlen, stand unsere Elf endlich auf dem Rasen. Wen man nicht entdecken konnte, waren die Seligenstädter. Der Veranstalter hatte keine Absage bekommen. Da hieß es dann noch einmal eineinhalb Stunden gegen das Auskühlen ankämpfen (u. a. mit einem Kännchen heißem Wasser und zwei Früchteteebeuteln für 10 Euro).

2. Gruppenspiel: RWW – FG Seckbach 1:2
Seckbach hatte das 1. Spiel – trotz Unterlegenheit – mit 1:0 gegen RW Frankfurt gewonnen. Deswegen hätte man hier nicht verlieren dürfen. Dem Spielverlauf nach wäre das auch gar nicht nötig gewesen. Man verlagerte das Spiel sofort vor das Tor der Seckbacher, kassierte aber – hinten rechts noch ein bisschen unsortiert, weil man sich noch nicht so gut kannte – einen Konter zum 0:1 und ließ wenig später einen Patzer zum 0:2 folgen. Dann spielte man wieder erstaunlich munter auf das Tor der Seckbacher. Eine Reihe klarer Schusschancen ließ man aber liegen, einen klaren Elfer pfiff der Schiri nicht. So war das 1:2 nach Energieleistung von Deniz zu wenig.
Zum mangelnden Glück kam noch das Pech. Okan – der gut gespielt hatte – erlitt eine Handverletzung und musste einem nahegelegenen Krankenhaus einen Besuch abstatten. Wir hoffen, dass es nicht so schlimm ist: Gute Besserung!

So hätte es dann aussehen können, an Pfingsten...

So hätte es dann aussehen können, an Pfingsten...

3. Gruppenspiel: RWW – RW Frankfurt 0:0
Drei Stunden gefroren, dann noch nicht gut sortiert und unglücklich verloren und anschließend gleich wieder eineinhalb Stunden warten, um um die goldene Ananas spielen zu dürfen. Das ging den Rot-Weißen aus Frankfurt aber auch so. RW Frankfurt liegt vor dem 2000er Jahrgang der Eintracht auf dem 4. Platz der Gruppenliga Frankfurt. Gegen diesen, auch technisch guten 99er Jahrgang, war die körperliche Unterlegenheit besonders augenfällig. Die Frankfurter hatten ein Übergewicht auf dem Platz, ließen aber eine Reihe guter Tormöglichkeiten aus. Unser Team hielt mit Glück und Geschick dagegen, ließ aber ebenfalls drei glasklare Einschussmöglichkeiten liegen. Dumm, dass sich Johannes ein dickes Fußgelenk holte und für heute auch Feierabend machen musste. Auch an dich, gute Besserung.

Weil man aber immerhin gegen Seckbach ein Tor geschossen hatte, erreichten wir den 2. Tabellenplatz.

Gruppensieger Seckbach soll – nach Bericht von Herrn Diehl – das Halbfinale gegen die JSG Apensen Harsefeld dann auch etwas unglücklich verloren haben. Jene Mannschaft aus dem Kreis Stade in Niedersachsen spielt im Ligabetrieb auch auf dem Großfeld. Sie zeigten eine gute Raumaufteilung und einen technisch ansprechenden Fußball. Aber auch sie hatten heute vor dem Tor heute eher Ladehemmung – und waren trotz zweier 0:0-Spiele in der Gruppe erst nach Elfmeterschießen gegen Germania 94 Frankfurt ins Halbfinale gekommen.

Überraschend war auch, dass die guten 99er der TSG Wieseck ebenfalls das Halbfinale verpasst hatten. In ihrer Gruppe hatte die sichere Abwehr und das gute Konterspiel von Amicitia Viernheim den Ausschlag gegeben. Letztere gewannen dann auch – nach 0:0 im Strafstoßschießen – ihr Halbfinale gegen die Offenbacher Kickers.

Nach sieben Stunden Kälte hatte dann der Himmel ein wenig Einsehen und ließ zum Platzierungsspiel gegen Germania 94 ein paar Sonnenstrahlen durch. Da hoffe mich mal auf ein paar gelungene Fotos.

Platzierungsspiel: RWW – Germania 94 Frankfurt 0:0, 8:9 n.E.
Schön dass wir nun auch mal auf dem neuen Kunstrasenplatz spielen durften. Und noch dazu sehr gut und viele Chancen hatten wir auch. Aber selbst einen Elfer setzten wir neben das Tor. Germania nutzte die wenigen Konterchancen auch nicht. Weil wir uns z. Zt. aber zieren, Strafstoßentscheide und Platzierungsspiele zu gewinnen, ließen wir letztlich den Germanen den Vortritt. Weil heute aber nur Platz 1 einen Unterschied machte, war das im Heer der Enttäuschten heute egal, wo man am Ende zur Landung angesetzt hatte.

Wer letztlich gewann, weiß ich derzeit noch nicht, denn das Endspiel lief beim Stand von 0:0 noch, als wir uns verabschiedeten. Apensen hatte bis dahin ein Übergewicht gehabt – jedoch ohne richtige Torchance. Ich tippe daher, dass Amicitia einen Konter gesetzt hat oder dass auch das Endspiel im Strafstoßschießen entschieden wurde. Wer auch immer die glücklichen waren: Viel Spaß und Erfolg in Kitzbühel!

Unsere Mannschaft war heute nicht die einzige, die ein bisschen unglücklich agiert hat. Die Ergänzungsspieler haben sich aber gut eingefügt, so dass es überraschte, dass wir hier als junger Jahrgang absolut mithalten konnten.

Heute aber spielten:
Yannick1 – Adil, Anton, Cameron, Deniz, Enes, Furkan1, Halit, Johannes, Lorenz, Luka, Mehmet, Micki, Okan.

Letzte Meldung: Das Endspiel wurde tatsächlich im Elfmeterschießen entschieden. Gewonnen hat die JSG Apensen/Harsefeld, die auch den schönsten Fußball gezeigt hat. Wir wünschen viel Spaß und Erfolg in Kitzbühel!

 

Und mal wieder eine gute alte Fotostory!

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gelesen: 2198 · heute: 3 · zuletzt am: 26. September 2020

1 Antwort zu “Waden stramm in Heusenstamm”

  1. Markus Diehl 09. Apr, 2012 am 12:51 #

    Die Fotostory ist mal wieder eine literarische Glanzleistung, angelehnt an epochale Meisterwerke der letzten Jahrhunderte. Herr Duran sollte die Hauptrolle in der Verfilmung der glanzvollen Episode aus seiner Jugend einnehmen. Vielleicht ja die Rolle des Onkels, oder des Bären…..

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