Sparring mit Germanen

Immer noch trägt Frühling Frost

Auch wenn Sonne lugt hervor

Ball fliegt zwischen West und Ost

Elfmal liegt er auch im Tor

RWW – Germania 94 Frankfurt 6:5 (1:1; 1:1; 4:3)

Heute war mal wieder des Trainers anscheinender Lieblingsgegner Germania 94 Frankfurt zu Gast. Sportlich lohnt sich das allemal, denn die 99er Truppe der Sachsenhäuser ist sowohl technisch als auch kämpferisch nicht von Pappe. Und am Rande des Geschehens wird es eigentlich auch selten langweilig, wie der Stammleser unserer Seite wahrscheinlich weiß. Da kamen dann allerlei sensationslüsterne Leute – aus Spanien, Köln, Bergisch-Gladbach und wer weiß woher alles noch. Und auch Herr Wissenbach, der angeblich sogar schon beim Joggen gewesen sein wollte, gesellte sich hoffnungsfroh hinzu.

Ich selbst war auch nicht ganz von Anfang an dabei, da das Spiel ein wenig zu früh angepfiffen worden war. Ähnlich wie beim WM-Endspiel 1954, wenn ich mich recht erinnere. Als ich ankam hatte ich knapp das 1:0 durch Enes verpasst. Gespielt wurde übrigens über drei Mal 20 Minuten Echtzeit (also keine Oralminuten).
Dann war zunächst Germania am Drücker und Yannick1 parierte einige freie Schüsse. Im Laufe des ersten Drittels bekamen die Unsrigen das Spiel aber mehr und mehr in den Griff. Germania errichtete jedoch einen Limes vor dem Tor, was es schwer machte, gute Schusschancen zu erspielen. Ein paar Mal wäre es aber schon möglich gewesen, auf 2:0 zu erhöhen. Statt dessen fiel das 1:1 – allerdings aus eigentlich klar ersichtlicher Abseitsposition.

Im 2. Drittel war ich gerade dabei ein Foto von den Zuschauern zu knipsen, da fiel das 2:1 für Germania. Angeblich war ein Abwehrspieler unter dem Ball durchgetaucht. Weswegen er deswegen gleich für „eineinhalb Gegentore“ verantwortlich gewesen sein soll, konnte mir Herr Kasimir nicht recht verständlich machen. Die Germanen attackierten recht aggressiv (im positiven Sinn) gegen den Ball, was den Rot-Weißen ermöglichte, am sicheren Passspiel zu arbeiten. Der Ausgleich fiel allerdings eher durch eine Einzelaktion. Deniz bog – ungefähr wie Robben – von der Außenbahn nach Innen ab und schloß mit einem Kracher unter die Latte ab. Allerdings spiegelverkehrt zu Robben, also von der linken Außenbahn ausgehend. Schwächen machte der Trainer im Defensivspiel aus, wo die Mittelfeldspieler bei Ballverlust nicht genug nach hinten arbeiteten und sich allein auf die Zweikampfstärke der Stammverteidiger verließen.

Diskussionen allenthalben: Abseits? Eher gleiche Höhe....!

Diskussionen allenthalben: Abseits? Eher gleiche Höhe....!

Zu Beginn des 3. Drittels erhöhte RWW mit einem Tripelschlag – zweimal Anton, einmal Micki – auf 5:2. Vielleicht hatten die Germanen in der Abwehr ein bisschen experimentiert. Ich weiß es nicht, so genau habe ich deren Aufstellung nicht im Blick gehabt. Genau im Blick hatte ich eine klare Abseitsstellung eines Germanen, die der Schiedsrichter auch gepfiffen hatte. Der Frankfurt Trainer erkundigte sich laut rufend nach dem Grund des Pfiffes. Ich informierte ihn über die Abseitsstellung, worauf er seine Besorgnis über meine vermeintlich schwachen Seh- und Geisteskräfte verbal auszudrücken wusste. Es ist schön, wenn man nicht nur für den Sport, sondern auch die Menschen interessiert.
Unser Trainer experimentierte ein bisschen mit der Aufstellung. Ob es daran lag, dass die Abwehr sich in einem Merkmal immer mehr einem Schweizer Käse anglich, weiß ich nicht. Mangels Personal auf unserer Seite konnten die Frankfurter gleich dreimal ins leere Tor einschieben. 5:5. RWW gewann schließlich doch noch durch einen Konter mit Soloeinlage und Abschluss vom Capitano Deniz.
Das Ergebnis war natürlich unerheblich, ging es doch um ein Sparring mit einem Gegner auf Augenhöhe. Und dieser Zweck war sicher für Beide absolut erfüllt.

Über die Qualität des Spiels gingen die Meinungen auseinander. Irgendjemand lobte unseren Trainer für die gute Arbeit. Dieser hatte jedoch viele Mängel erkannt, war wahrscheinlich gedanklich schon dabei, ein diesbezügliches Trainingsprogramm zu entwerfen und quittierte das mit irgend einem humorvoll-ablehnendem Kommentar. Herr Pohland hatte ein technisch sehr gutes Spiel beider Mannschaften gesehen. Die Fehler im dritten Drittel sah er im Experimentieren begründet, weswegen sie nicht der Rede wert seien. Und beides war sicher nicht falsch: gutes, aufschlussreiches Trainingsspiel mit einigen Konzentrationslücken.

Heute aber spielten:
Yannick1 – Adil, Anton (2 Tore), Cameron, Can, Deniz (2), Enes (1 Tor), Furkan2, Lorenz, Micki (1), Yannick2.
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gelesen: 2027 · heute: 3 · zuletzt am: 12. Juni 2021

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