Keine Krone bei Danone

Fußballplatz gleicht einem Acker

Trotzdem spielt so mancher leicht

And´re kämpfen dafür wacker

Für uns hat´s heute nicht gereicht

Danone-Cup beim Vfl Kassel

Heute ging´s zum Danone-Cup-Vorrundenturnier nach Kassel. Dort hätten wir sehr gerne gewonnen, denn der Sieger darf in fünf Wochen beim Deutschlandfinale in Wiesbaden antreten. Der Sieger dort darf dann zum Danone Weltfinale nach Polen reisen, wo Landessieger aus allen Erdteilen antreten. Dafür strengt man sich gerne ein bisschen an und reist auch mal ein bisschen weiter.

Gespielt wurde in vier Fünfergruppen, Spielzeit je 15 Minuten. Die jeweils beiden Gruppenersten erreichten das Viertelfinale. Es wurde auf drei Spielfeldern gespielt, die sich wirklich in sehr schlechtem Zustand befanden. Eines der Felder war deutlich kleiner als die anderen beiden. Das war Hallenfußball auf der Buckelpiste.
Im Gegensatz dazu war die Turnierorganisation tadellos. Durchweg freundliche Leute bei der Turnierleitung und ein sehr guter Ansager.

1. Gruppenspiel: RWW – JSG Fuldabrück 2:0
Fuldabrück kam kaum über die Mittellinie und unsere Mannschaft vergeigte reihenweise Großchancen. Trotzdem fiel das 1:0 durch Enes früh genug, so dass man sich keine Sorgen machen musste, hier Punkte zu verlieren. Okan legte dann sicherheitshalber noch einmal nach und zeigte sich in seinem ersten Spiel nach überstandener Handverletzung sozusagen gut in Schuss.

Der Sieg war auch deswegen wichtig, weil sich schon früh herauskristallisiert hatte, dass drei Mannschaften um die ersten beiden Gruppenplätze konkurrieren würden.

2. Gruppenspiel: RWW – SC Paderborn 0:0
Der Nachwuchs des Zweitligisten war zunächst druckvoller. Yannick1 fischte zwei- oder dreimal gedankenschnell den durchgebrochenen Stürmern die Bälle von den Füßen. Mit zunehmender Spieldauer gewann unser Team ein leichtes Übergewicht. Einige Schnellangriffe wurden jedoch nicht konsequent zu Ende gespielt, sondern man bremste ab, sicherte den Ball und erlaubte den Paderbornern so, ihre Abwehr zu sortieren. Das Unentschieden war somit das gerechte Ergebnis eines von beiden Seiten guten Spieles.

3. Gruppenspiel: RWW – JSV 02 Giesen 3:0
Der Gegner aus dem Raum Hannover war der Schwächste der Gruppe. Gespielt wurde aber auf dem besagten Minifeld. Und dass es gegen eine Abwehrwand sehr schwer werden kann, Tore zu schießen, hat kürzlich auch Barcelona erfahren müssen. Enes, Okan und Adil – schöner Volley nach Flanke von Enes – ließen aber nichts anbrennen.

4. Gruppenspiel: RWW – Bovender SV 0:2
Da Bovenden (Raum Göttingen) mit 0:1 gegen Paderborn verloren hatte, hätte uns ein Unentschieden zum Erreichen des Viertelfinales gereicht. Die Bovender sind nicht nur eine fußballerisch gute Truppe, sondern auch sehr einsatzstark. Sie spielten aber leider mit vielen Unsauberkeiten, die der Schiedsrichter konsequent ignorierte. Statt dessen pfiff er nach etwa sechs Minuten einen Freistoß für den Gegner, ohne dass jemand wusste warum und verlegte den angeblichen Tatort noch 10 Meter in Richtung auf unser Tor. Als der Ball in unseren Strafraum segelte, wurde Yannick2 mit einem Faustschlag ins Gesicht zu Boden gestreckt. So konnte er leider nicht verhindern, dass ein Gegenspieler per Dropkick das 1:0 erzielen konnte. Der Schiedsrichter hatte keine Regelwidrigkeit entdecken können und pfiff Tor. (Der Veranstalter sprach uns später dafür sein Bedauern aus.). Unsere Mannschaft drängte auf den Ausgleich, wurde aber nach allen Regeln der Kunst bearbeitet – und hier meine ich erst in zweiter Linie Fußballkunst. War der Ball im Aus, wurden Zeit geschunden. Herr Royo will eine Minute gestoppt haben, die der Torhüter gebraucht hätte, um einen Ball hinter dem Tor zu holen und ihn wieder ins Spiel zu bringen.

Dem Anlass leider nicht gerecht: "Rasen"platz der Kategorie "Groß-Bieberau-Minus"! (Vogelperspektive)

Dem Anlass leider nicht gerecht: "Rasen"platz der Kategorie "Groß-Bieberau-Minus"! (Vogelperspektive)

Unser Trainer monierte nach dem Spiel, dass unsere Spieler hier nicht ausreichend körperlich dagegen gehalten hätten, und hoffte, dass die Mannschaft daraus lernt, sollte sie irgendwann wieder auf einen solchen Gegner treffen. Ich denke eher, dass man es mit etwas schnellerem Spiel und Abspiel hätte versuchen sollen. Versucht haben es die Jungs aber in jedem Fall. Die ganz große Chance zum Ausgleich blieb aus. Statt dessen erhöhte Bovenden in der Schlusssekunde auf 2:0. Hier wurde das Pech am heutigen Tage versinnbildlicht. Wir hatten alles nach vorne geworfen. Ein gegnerischer Stürmer konnte daher frei auf unser Tor laufen. Yannick1 drängte ihn an die Grundlinie ab, so dass er den Ball nur noch vor unser Tor schlagen konnte. Dort befand sich inzwischen nur noch ein Abwehrspieler, der ihn dann unglücklich ins eigene Tor lenkte. Zu diesem Zeitpunkt war das aber auch schon egal gewesen.

In unseren Reihen gab es zugegebener Maßen viele traurige und lange Gesichter. Einige waren auch zornig und einige wenige überrascht, denn die zu diesen Gesichtern gehörigen Damen hatten noch gar nicht gewusst, dass man mit der Niederlage ausgeschieden war. Oder überrascht, weil das Spiel schon vorbei war, während man selbst im Fernsehzimmer „kurz eingenickt“ war (Ich will ja keine Namen nennen, Herr Kasimir!). Schade, bei dieser Vielfalt an Gefühlen fehlte die Freude. Da weinten wir in unser Actimel, das wir vom Veranstalter geschenkt bekommen hatten und glichen danach den Flüssigkeitsverlust durch mineralhaltiges Wasser aus. Ich aß noch ein Bio-Ei, was mir in dieser vertrackten Situation aber auch nicht weitergeholfen hat.
Die Jungs waren aber noch nicht zufrieden und riefen nach Fleisch – wahrscheinlich genetisch verankerte Urinstinkte nach verlorener Schlacht. Damit nichts passiert, haben wir dann am Grillstand noch ein bisschen eingekauft und uns das Viertelfinalspiel der Bovender reingezogen. Die spielten gegen die Elly-Heuss-Schule aus Wiesbaden, eine „Elite-Fußball-Schule“ wie uns die Shirts der Spieler zu erzählen wussten. Das ist aber nicht mal so wahnsinnig übertrieben, denn in dieser Mannschaft tummelten sich Spieler der Frankfurter Eintracht, von Mainz 05 und vom SV Wehen Wiesbaden. Die legten denn auch einen derartigen Zahn auf das holprige Geläuf, dass die Bovender es gar nicht erst schafften, in den In-Fight zu kommen. Mit wunderbarem geradlinigem Tempospiel wurden sie zerlegt und waren mit dem 0:2 noch gut bedient.

Die anderen Halbfinalisten waren der SC Paderborn, der KSV Baunatal und der SC Wiedenbrück. Besonders Letztere gefielen uns durch schönes Kombinationsspiel und ausgesprochene Abschlussstärke. Zuhause angekommen, erfahren wir dann, dass beide Halbfinalspiele erst durch Achtmeterschießen entschieden worden waren. Das Finale gewann der KSV Baunatal mit 1:0 gegen Wiedenbrück. Wir wünschen viel Spaß und Erfolg beim Deutschlandfinale.

Heute aber spielten und fuhren viel zu früh heim:
Yannick1 – Adil (1 Tor), Anton, Cameron, Deniz, Enes (2), Furkan1, Furkan2, Lorenz, Malte, Micki, Okan (2), Yannick2.

 

Fotostrecke: Malerische Bilder aus der Hauptstadt der modernen Kunst

 
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So sah man es beim Bovender SV:

D-Jugend beim Danone Cup

Die Mannschaft kam nach dem anstrengenden Spiel gegen 05 nicht zur Ruhe. Der „fiese“ Trainer ist dann gleich am Sonntag früh morgens mit der Truppe zum Danone Cup nach Kassel aufgebrochen.

Gespielt wurde auf dem Sportplatz des VFL Kassel. Ehrlich gesagt glich der Fussballplatz eher einem Acker. Das Spielfeld wurde in zwei Spielfelder aufgeteilt und es wurde 9 gegen 9 gespielt. Auf Grund des kleinen Platzes war es dann mit 9 gegen 9 zu voll. 7 gegen 7 wäre optimal gewesen. Und dritte Platz war die Krönung, noch kleiner noch schlechter.

Unsere Gegner an diesem Tag waren JSG Fuldabrück, JSV 02 Giesen, SC Paderborn 07 (Nachwuchs des Zweitligisten) und RW Waldorf. Die ersten beiden Spiele haben wir siegreich abgeschlossen. Gegen Fuldabrück gewannen wir 3:0 und gegen Giesen siegten wir 2:0. Die starken Gegner kamen zum Schluß. Gegen Paderborn 07 auf dem 3. und kleinstem Platz verloren wir durch ein Eigentor 1:0. Das Spiel wäre eigentlich 0:0 ausgegangen. Im letzten Gruppenspiel mußen wir dann unbedingt gewinnen, aber für mich kam der stärkste Gruppengegner. RW Waldorf hatte technisch starke Spieler an Board. Die Jungs bündelten noch einmal ihre Kräfte wir siegten verdient 2:0. Damit haben wir das Viertelfinale erreicht. Unser Gegner war dann eine Talentschmiede eines Gymnmasiums. Das war auch klar zu erkennen. Nach Informationen anderer Zuschauer bestand die Truppe nur aus Auswahlspielern. Technisch und läuferisch stark, gar nicht mal körperlich überlegen. Im Spiel waren wir immer zu spät am Gegner und sind kaum in unser Spiel gekommen. Man sah unseren Jungs aber auch langsam die Anstrengungen vom Vortag an und des laufenden Turniers. Eine verdiente 2:0 Niederlage war für uns dann das Aus bei diesem Turnier.

Es war aber mal wieder schön, andere Gegner zu treffen und uns mit ihnen zu messen.

Thomas Rusch

Quelle: http://www.bovendersv.de/index.php/abteilungen/fussball/jugend/d-jugend/800-thomasrusch

 

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gelesen: 2365 · heute: 2 · zuletzt am: 16. Juni 2021

2 Antworten zu “Keine Krone bei Danone”

  1. Carsten R. 30. Apr, 2012 am 11:30 #

    Malte hat sich dank der „robusten Spielweise“ leider nen schwarzen großen Zeh im letzten Spiel zugezogen, dh sein Zehnagel wird voraussichtlich das zeitliche segnen. Ich vermute mal das er damit erstmal für die nächsten Spiele ausfällt… Bis denne Carsten

  2. Manfred C. 30. Apr, 2012 am 11:38 #

    Oh, das ist ja …! Das dauert ja bis ein Nagel nachgewachsen ist (ist mir auch schon ein paarmal passiert). Ich hätte in diesem Spiel mal spontan die Kamera anwerfen sollen. Ich wollte aber den Akku fürs Finale schonen.
    Gute Besserung an Malte und den Zeh. Vielleicht schaut ihr ja trotzdem morgen mal in Mörfelden vorbei. Und den Carsten könnt ihr auch mitbringen.

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