Segen bringt Beharrlichkeit

In schwüler Hitze lauern schon

Donner,Blitz und Regenguss

Ganz trocken kommt man nicht davon

– doch Wasserfall: erst nach dem Schluss

 

RWW – SV Groß-Bieberau 6:2 (1:0)

Am heutigen Freitag Abend hatten wir sozusagen das Überraschungsei der Liga zu Gast. Höchster Sieg war das 5:0 gegen uns im Hinspiel, was gleichzeitig unsere höchste Pflichtspielniederlage aller Zeiten war. Insgesamt schaffte man aber nur 4 Siege in 15 Spielen, darunter kürzlich allerdings ein 2:1 gegen Spitzenreiter Viktoria Griesheim, was den Kampf um die Tabellenspitze wieder spannend gemacht hat. Im nächsten Spiel spielte man dann zuhause 0:2 gegen den Tabellenvorletzten St.Stephan. Also in etwa so, wie die Frankfurter Eintracht in den 70er Jahren.

Die Rot-Weißen übernahmen von Beginn an das Kommando und erspielte sich Chancen am Fließband. Schon nach drei Minuten stand es 1:0 nach einem abgefälschten Schuss von Adil. Nur wenig später rettete das Aluminium. Danach war es schon kurios, dass der Ball einfach nicht mehr den Weg ins Tor fand. Mal verfehlte man knapp, mal parierte der Bieberauer Torhüter. Verbessert war zunächst weiterhin unser Defensivspiel. Groß-Bieberau kam kaum in Tornähe. Erst kurz vor dem Halbzeitpfiff überwand man unsere Abwehrlinie und ein Gästestürmer konnte alleine auf unser Tor zulaufen. Er schoss jedoch über das Tor. Ein Treffer hätte den Spielverlauf allerdings auch auf den Kopf gestellt. Ein 5:0 hätte dem Geschehen auf dem Rasen eher entsprochen.

Schon den ganzen Tag über lag eine schwüle Hitze in der Luft und es roch nach Gewitter. Zu Beginn der 2. Halbzeit begann es dann auch zu regnen und die Zuschauer drängten sich an den spärlichen Unterstellmöglichkeiten mit Sicht auf das Spielgeschehen zusammen. Ich fand einen Platz in der Herrentoilette mit leidlich gutem Blick. Zunächst ging das Geduldsspiel gegen die Bieberauer Gummiwand weiter. Das 2:0 musste her zur Beruhigung und Adil schoss es schließlich auch.

Herr Wissenbach war sich sicher, dass da nichts mehr passiert und machte sich auf in sein trockenes Zuhause. Das war dann auch das Startsignal dafür, dass es doch noch einen kleinen Torreigen geben sollte.

Adil besorgte schließlich auch das 3:0 – zu Recht begeistert behupt von Mutter und Bruder Tarik, die im Auto Unterschlupf gefunden hatten. Die Walldorfer Tore, die noch folgen sollten, wurden dann genauso gefeiert.

V.I.P.: Business Seat in Walldorfer Arena.

V.I.P-Bereich.: Business Seat in der Walldorfer Arena.

 

 

Man muss dazu sagen, dass Groß-Bieberau mit Kleinstaufgebot angetreten war, sprich: ohne Auswechselspieler. Doch die Bieberauer gaben nicht auf und versuchten weiter ihr Glück. Der sichere Vorsprung sorgte auf unserer Seite dann auch für einen Konzentrationsabfall. Wieder kam ein Bieberauer alleine vors Tor. Diesmal traf er 1:3. Postwendend aber aber das 4:1 durch technisch hochwertige Ausführung von Enes. Dann 2:4 – allerdings aus deutlicher Abseitsposition. Im Gegenzug aber wieder der alte Abstand: Deniz spitzelt den Ball am Keeper vorbei: 5:2. Den Schlusspunkt setzte wiederum Enes nach feiner Vorarbeit von Okan.

Die Schirileistung war insgesamt gut, die Partie war fair (nur sehr wenige Freistöße) und die Atmosphäre drumerherum wohltuend unaufgeregt.

Schlusspfiff und dann erst goß es wie aus Eimern. Glück gehabt.

Wird das Glück noch ein wenig anhalten? Viktoria Griesheim spielt heute in Münster und kann mit einem Sieg den Staffelsieg ins Ziel retten. Wenn nicht, wäre das Unmögliche dochnoch möglich und mit drei Siegen in den letzten drei Siegen könnte es in Walldorf heißen: 3-2-1-meins!

Heute aber spielten:
Yannick1 – Adil (3 Tore), Adrian, Anton, Cameron, Deniz (1), Enes (2), Furkan1, Furkan2, Micki, Okan.

 

Fotos: Himmel, Regen und wer sonst noch alles

 

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gelesen: 1348 · heute: 4 · zuletzt am: 7. April 2021

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