Heißes Pflaster Kastel

Sonne brennt nun mächtig heiss

Wind lässt das nicht spüren

Nur den Spielern rinnt der Schweiß

Dumm, dass Mainzer führen

Pfingstturnier in Mainz-Kastel

Vergleichsweise tolle Rasenplätz empfingen uns beim Pfingstturnier in Kastel: Gut ausgeruht und flachgeklopft, dicht und kurz gemäht: gepflegter Grund erwartet gepflegtes Spiel. Die Sonne knallte herunter, was sie sich im April und Mai bisher aufgespart hatte. Schön, dass es genügend Schatten gab. In einer Baumgruppe zwischen Rasenplätzen und Kunstrasenplätzen hatten wir Unterschlupf gefunden. Ein angenehm kühles Lüftchen sorgte für angenehmste klimatische Bedingungen. Liegestühle, ausgebreitete Decken, Staubwolken, die von Kindern in Wartestellung immer wieder aufgewirbelt wurden, sorgten für Urlaubsatmosphäre. Hat sich das damals in Griechenland nicht auch so angefühlt? Augen zu. Ja, ich höre schon das Meer, kann es riechen, schmecken …

Im 16-köpfigen Teilnehmerfeld waren einige Hochkaräter am Start. Es wurde in 4 Gruppen zu je vier Mannschaften, je 15 Minuten gespielt (zwei Spielfelder, Kämpfnerfaktor 4). Die beiden Gruppenersten erreichten die Viertelfinalspiele.

Wir hatten diesmal nicht gerade die Todesgruppe erwischt.

1. Spiel: RWW – Türkischer FC Wiesbaden 3:0
Der Gegner war bei dem schönen Wetter lieber ins Schwimmbad gegangen. So erhielten wir die Punkte kampflos. (“Mal wieder! Langsam fällt´s auf! ” ruft da eine Stimme aus dem Off.)

2. Spiel: RWW – JSG Igstadt/Kloppenheim 5:0
Unser Gegner schaffte es kaum, über die Mittellinie zu kommen. Adrian zeigte sich zunächst durchsetzungsstark und erzielte die Führung. Malte erhöhte mit einem Schuss von der Strafraumgrenze. Deniz lief ein wenig Slalom, bevor er zum 3:0 erhöhte. Can und Micki stellten dann den Endstand her. Insgesamt ein gutes Spiel.

2. Spiel: RWW – TSG 1846 Mainz-Kastel II 5:0
Auch das nächste 99er-Team war deutlich unterlegen. Sie kamen jedoch auch vor unser Tor, so dass unsere Spieler mehr Räume nach vorne hatten, die sie auch sehr gut nutzen. Steilpass in den Lauf von Deniz. Der lässt zwei Abwehrspieler austeigen, platzierter Flachschuss: 1:0. Dann lässt Can abprallen und Deniz haut zum 2:0 in die Maschen. Dann schöner Steilpass in den Lauf von Enes: 3:0. Micki dribbelt über rechts in den Strafraum und trifft aus spitzem Winkel zum 4:0. Dann langer Ball in den Strafraum. Torwart, Can und der Ball treffen aufeinander. Der Torwart trifft, soweit ich das sehe Can, während der Ball ins Tor kullert. Lag hier eine Verwechslung vor? Insgesamt eine noch bessere Leistung als im ersten Spiel. Gute Chancenauswertung.

Dann ganz, ganz lange Pause. Auf den oben erwähnten Kunstrasenplätzen läuft ein G-Jugend-Turnier. Da kommt sofort Nostalgie auf. Eines gab es bei uns jedoch nie, was hier fast alle Teams demonstrierten: Eine Mannschaft greift mit drei oder vier Spielern an, während zwei oder drei messerscharf die eigene Strafraumlinie bewachen und überhaupt nicht am Spiel teilnehmen. Hallo?! Leute, Libero war mal!

Wir trafen als Gruppensieger auf den Zweiten der Gruppe A, die 2000er des FSV Mainz 05.

Viertelfinale: RWW – FSV Mainz 05 0:1
Nach dem Spiel gingen die Meinungen auseinander. Herr Scheible und Herr Royo waren zufrieden, dass kein Klassenunterschied zum Bundesligisten erkennbar gewesen sei. Mit ein wenig Glück hätten man genauso gut gewinnen können. Herr Oral und Herr Kasimir waren eher unzufrieden, weil die Mainzer sich einsatzstärker gezeigt hatten und weil unsere Mannschaft zu viele unnötige Ballverluste produziert hatte. Recht hatten wohl beide Parteien. Wenn man mal einen Hochkaräter im Visier hat, will man ihn auch gerne besiegen – und das wäre heute absolut möglich gewesen.

 

Einspruchsgrund gegen das Ausscheiden in Kastel? Herr Royo wurde durch einen geplatzten Luftballon erkennbar die Konzentration auf die Spielbeobachtung genommen. So konnte es mit der Aufholjagd nichts werden. Hr. Schickhardt, übernehmen Sie!

Einspruchsgrund gegen das Ausscheiden in Kastel? Herrn Royo wurde durch einen geplatzten Luftballon erkennbar die Konzentration auf die Spielbeobachtung genommen. So konnte es mit der Aufholjagd nichts werden. Hr. Schickhardt, übernehmen Sie!

Unser Team tat zunächst mehr für den Spielaufbau. Ein leichter Fehler ermöglichte einem Mainzer alleine auf unser Tor zu stürmen – Yannick1 konnte den Abschluss jedoch parieren. Dann spielte für 5 Minuten nur noch Walldorf. Zwei gute Tormöglichkeiten konnte man jedoch nicht nutzen. Mainz machte die Räume eng und versuchte, durch aggressives Pressing die Bälle zu erobern und sofort steil nach vorne zu spielen. Bei unserer Mannschaft vermisste man ab und an den direkten Zug zum Tor.

Das 1:0 fiel nach einem Freistoß. Der Ball wurde diagonal, eher flach als halbhoch vor das Tor getreten. Yannick1 konnte nur abwehren. Ein Mainzer reagierte schneller als die Abwehrspieler und erzielte im Nachschuss die Führung. Ein ähnliches Tor gelang am Abend Marko Reuss gegen die Schweiz. Herr Duran meinte, dass der Ball beim Feistoß einen starken Effet nach außen gehabt habe und kaum festzuhalten gewesen wäre. Unser Torwart sagte, dass er den Ball habe festhalten wollen, seine Handschuhe aber inzwischen dafür zu glatt geworden seien. Und es stimmt. Er hatte vorher bereits mehrfach neue Handschuhe angefordert, aber der Zeugwart hatte noch nicht reagiert. Also liebe Eltern, jetzt wirklich mal wieder auf den Einkaufzettel schreiben: „griffige Torwarthandschuhe“.

Die zweite Hälfte des Spieles war etwas zerfahren. Aggressives Pressing der Mainzer, zu viele Fehler bei RWW. Konstruktives nach vorne gelang den 05ern allerdings auch nicht. Oder unsere Abwehr war eben doch aufmerksam genug, um nichts zuzulassen. Nach einem Zuspielfehler unsererseits hatte Mainz noch eine halbe Chance. Wir kamen allerdings auch nicht mehr zu einem gepflegten Torabschluss.

Das war dann schon ein bisschen blöd. Erst drei Stunden nicht gefordert werden. Dann zwei Stunden im Schatten sitzen und warten. Anschließend im einzigen Spiel gegen einen starken Gegner nicht ans eigentliche Leistungsvermögen zu kommen, unglücklich ausscheiden und keine Möglichkeit mehr haben, den Patzer auszubügeln.

Was will man da machen? Auf hohem Niveau Herumjammern? Nächste Woche wieder Trainieren? Dem Grill einen Besuch abstatten? Ja, das ist doch O.K., Würste und Pommes recht gut gelungen und die Dame mit der Kasse direkt dabei, so dass das Ganze ohne Bon abgeht. Sehr schön! (Wird bei uns aber aus baulichen Gegebenheiten nicht machbar sein.)

 

Grüße und gute Genesungswünsche an Adil, der verletzungsbedingt wohl erst in der nächsten Saison wieder mit von der Partie sein kann.

Heute aber spielten:
Yannick1 – Adrian (1), Anton, Cameron, Can (2), Deniz (3), Enes (1), Furkan1, Furkan2, Malte (1), Micki (2), Okan, Yannick2.

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gelesen: 1516 · heute: 2 · zuletzt am: 16. Februar 2020

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