Verschlafen in Ludwigshafen

Sonntagswetter in der Pfalz

In Gegners Hälfte man sich spielt

Doch wenig später hinten knallt´s

Als man beim Abspiel sich verzielt

Christoph-Hesse-Cup in Ludwigshafen

Bei allerbestem Fußballwetter – wurde ja auch mal Zeit – ging es ins lauschige Ludwigshafen, wo der Ludwigshafener SC ein Turnier mit dem sympathischen Namen „Christoph – Achtung jetzt kommt´s – Hesse Cup“ veranstaltete. Christoph Hesse hatte ja 2007 am Goethe Institut in Tiflis im Rahmen eines Seminars einen interessanten Vortrag zum Thema Kritische Theorie und Kino gehalten. Er orientierte sich dabei an Walter Benjamin, und arbeitete einige bisher vernachlässigte Aspekte heraus. Die Implikationen der technischen Reproduzierbarkeit des Kunstwerks werden hier gerade in Bezug auf das Internet sehr scharf gesehen und man darf z.B. der Piratenpartei die Rezeption der Gedanken Christoph Hesses getrost ans Herz legen. Schön, dass man sich in Ludwigshafen an diesen Tag erinnert. Schön, dass das Fußballspiel als solches sich seiner Reproduzierbarkeit noch entziehen kann.

Herr Kämpfner war ebenfalls mit seiner Truppe anwesend, was Gelegenheiten zu angenehmen Gesprächen mit Eltern von Ex-Spielern brachte – hat Spaß gemacht!. Schon zum dritten Mal war Herr Kämpfner bereits hier und er hatte uns vorzubereiten gewusst. Die Schiedsrichter seien zwar fehleranfällig, aber das Gyros sei sehr gut.

Gespielt wurde in 4 Gruppen á 5 Mannschaften – jeder gegen jeden, Spielzeit je 15 Minuten. Die beiden Gruppenersten erreichten die Viertelfinalspiele. Zwei Spielfelder standen zur Verfügung, so dass sich der nicht ganz optimale Kämpfner-Faktor von 5 ergab.

1. Gruppenspiel: RWW – MFC 08 Lindenhof 1:2
Ein reichlich unglücklicher Start ins Turnier. Die Spieler des Gegners waren im Schnitt zwei Köpfe größer und 40 kg schwerer. Sie stellten sich kompakt vor ihren Strafraum auf und warteten auf unsere Fehler. Die wurden ihnen reichlich geboten. Wie gewohnt rückten wir mit allen Spielern weit in die gegnerische Hälfte und bauten filigran auf. Ungewohnt dann die Häufigkeit der Fehler: immer wieder konnten Lindenhofer Stürmer alleine auf unser Tor zulaufen. So gesehen war man zunächst mit dem 0:1 noch gut bedient. Im Angriff waren 3-4 gute Chancen, die selbst herauskombiniert wurden, eine gute Leistung. Jedoch nur Okan konnte zwei Minuten vor dem Abpfiff mit einem beherzten Schuss ins Tor treffen. Damit hätte man eigentlich zufrieden sein können. Es war aber auch O.K., alles nach vorne zu werfen, um den Sieg noch zu schaffen. Nach einer kurz ausgeführten Ecke passte man auf einen weit vorgerückten Verteidiger. Aber halt: das ist ja gar kein Verteidiger. Der Gegner hatte ebenfalls rote Trikots und nahm noch ein zweites Geschenk an. Der Trainer empfahl hinterher, erst zu passen wenn das biologische Gesichtererkennungsprogramm das O.K. gegeben hat. Und schon war man unter Druck. Zu blöd auch.

2. Gruppenspiel: RWW – VfR Friesenheim 2:0
Dieser Gegner war körperlich weniger kantig und robust. Unsere Jungs waren nun wach und wirbelten die Friesenheimer durcheinander. Das Problem war wieder mal die Torausbeute. Zunächst klärte ein grüner Friese auf der Linie. Dann testete Micki den Pfosten. Schließlich traf wieder der sehr quirlige Okan. Die Abwehr stand und ließ kaum etwas zu. Trotzdem hatte ich Bedenken, als der Trainer Yannick2 aus der zentralen Abwehr in die Sturmspitze beorderte. Ein dummer Gegentreffer und wir wären mit unserem Latein am Ende. Hier hatte ich aber Unrecht, was nur sehr, sehr selten vorkommt. Yannick2 vollendete eine tolle Ballstafette zum 2:0.

Dann bekam ich ein bisschen Hunger und fragte Herrn Kasimir, wie das Gyros war. Als er seinen Bericht abstattete blickte er etwa so, wie die niederländischen Fans nach dem gestrigen Spiel gegen Dänemark. Also beschloss ich noch ein wenig zu fasten. Zuhause würde es später Gulasch vom Bio-Hof geben. Hmm, lecker!

Schnick, Schnack, Schnuck? Albern, die Herren in Rot-Weiß diskutieren das wie zivilisiere Menschen aus!

Schnick, Schnack, Schnuck? Albern, diese Herren in Rot-Weiß lösen die Frage der Freistossausführung wie zivilisierte Menschen durch ein Gespräch!

3. Gruppenspiel: RWW – FC Speyer 09 0:1
Hier durfte nicht verloren werden. Gegen die 99er des FC entwickelte sich ein sehr gutes und spannendes Spiel. Zunächst war Speyer am Drücker. Yannick1 fischte einen platzierten Flachschuss aus der Ecke. Dann rettete sein Gegenüber bei einem freien Schuss von Enes. Und dann bewies der Schiri, dass man sich nicht auf alle Aussagen von Herrn Kämpfner nicht verlassen kann. Gleich zweimal pfiff er Abseits, als ein Stürmer völlig frei und zentral vor dem Tor angespielt wurde – und übersah Gegenspieler, die mindestens drei Meter hinter der nämlichen gedachten Linie standen. Es passte dann, dass Speyer mit einem Sonntagsschuss in den Torwinkel als Sieger vom Platz gehen konnte.

4. Gruppenspiel: RWW – FJFV Donnersberg 1:0
Ich ging zunächst zum zeitgleich ausgetragenen Spiel von Speyer. Sollten die gegen Friesenheim verlieren, wäre Platz 2 noch möglich gewesen. Friesenheim hatte aber mit dem Tag schon abgeschlossen. So blieben mir immerhin einige angebliche hahnebüchene Schirientscheidungen erspart. Hier hatten wir keine Lobby. Und das bei einem Hesse-Turnier! Aus Myriaden von Torchancen filterte wiederum Goalgetter Okan wenigstens das 1:0 heraus.

Hier und heute wäre eindeutig mehr zu machen gewesen. Aber auch die Niederlande hätten gestern mehr erreichen könne. So ist Fußball. Unsere Freunde von der D2 schieden ebenfalls  aus. Hier machte sich der Altersrückstand deutlicher bemerkbar. Im nächsten Jahr werden wir der ältere Jahrgang sein. Da will Herr Kämpfner wieder angreifen. Und ich denke: wir auch, denn das gute Teilnehmerfeld und die großzügige Anlage haben die Reise dennoch lohnend gemacht.

Vorteil des Ausscheidens: Artikel fertig schon eine halbe Stunde vor Spanien gegen Italien.

Heute aber spielten:
Yannick1 – Anton, Cameron, Enes, Furkan1, Furkan2, Lorenz, Malte, Micki, Okan, Yannick2.

Fotostory: Stühle, Wolken und Gefühle (Hilfe! Sehende Gegenstände!)

Error: the communication with Picasa Web Albums didn’t go as expected. Here’s what Picasa Web Albums said:





Error 404 (Not Found)!!1

404. That’s an error.

The requested URL /data/feed/api/user/Scheppe66/album/2012_06_10_Ludwigshafen?kind=photo was not found on this server. That’s all we know.

Tags: , , ,

gelesen: 2176 · heute: 2 · zuletzt am: 16. Juni 2021

Bisher keine Kommentare.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Sie müssen angemeldet sein um einen Kommentar zu schreiben.