Erst Raumgefühl, dann doch Gewühl

Abendfrost Startbahn Nord-Drei

Droben donnern die Motoren

Wie ein Pfeil lauf ich mich frei

Werd fürs Anspiel auserkoren

Meinen Gegner tanz ich aus

Schlag nach innen eine Flanke

Und ein Ziegel fällt vom Haus

Torwart fängt, sagt leise danke

Über den Stollen

muss die Freiheit wohl grenzenlos sein

alle Ängste alle Sorgen sagt man

blieben darunter verborgen und dann

würde was uns groß und wichtig erscheint

plötzlich nichtig und klein

(…frei nach und z. T. wörtlich zitiert aus: Rheinhard Mey, Über den Wolken. Lied.)

2. Pokalrunde: SSV Raunheim – RWW 0:7 (0:2)

Der Legende nach sollen die Raunheimer Trainer vor dem Spiel erstaunt nachgefragt haben, ob wir denn wirklich in der Qualifikation so viele Tore geschossen hätten und ob wir denn wirklich gegen Nauheims C1 8:1 gewonnen hätten. Das sei ihnen bestätigt worden und man habe ihnen den Tipp gegeben, sich massiert vor dem eigenen Tor zu versammeln, wenn sie die kommende Niederlage in Grenzen halten wollten. Dies hätten sie dann beherzigt und so wurde das ganze Spiel zu einer einzigen Belagerung. Yannick1 musste keinen einzigen Ball halten, durfte nur gelegentlich als Libero mitwirken. Man spielte lange Ballstafetten, schnell und kombinationssicher, kam über die Flügel, um am Ende im Strafraum doch acht Gegenspielern gegenüber zu stehen. Die versuchte man dann zu häufig auch noch auszuspielen. Dies gelang beim 1:0 durch Okan auch sehr schön. Das bessere Rezept wäre jedoch gewesen, den Ball von der Spitze wieder nach hinten prallen zu lassen, um aus der zweiten Reihe den Torabschluss zu suchen.

Bravo: Jede Luftfahrtpause nutzte der Himmel um sein Wohlgefallen am Spiel der Rot-Weißen zu bekunden!

Bravo: Jede Luftfahrtpause nutzte der Himmel um sein Wohlgefallen am Spiel der Rot-Weißen zu bekunden!

 

In der 2. Halbzeit gelang das auch oft, wenn man es denn so versuchte: beim 4:0, 6:0 (beide Male Christoph) und beim 7:0 durch Furkan2. Auch beim 3:0 war ein Weitschuss entscheidend, den der Torhüter nur abklatschen konnte, worauf Oskar den Ball reaktionsschnell ins Tor schlenzte – und damit seinen einsatzstarken Auftritt krönte. In der 1. Halbzeit hatten die eingestreuten Schüsse das Tor noch knapp verfehlt – der Beste, ein matthäusartiger Flachschuss von Okan war trocken an den Pfosten geklatscht.

Tor 2 von Micki fiel aus dem Gewühl heraus und Tor 5 wurde barcelonamäßig herausgespielt, wobei Okan den Messi machen und vollenden durfte.

So wurde uns zuschauenden Vätern trotz der heraufziehenden abendlichen Kühle fast dauerhaft warm ums Fußballerherz.

Kamen die Raunheimer an den Ball, schlugen sie ihn sofort nach vorne und dann war er weg. Unsere Abwehrspieler – wer auch immer gerade in die hintere Reihe beordert worden war – liefen nämlich alle Bälle ab und gewannen jeden Zweikampf. Hervorheben kann man heute Adrian2, der auch gegen den schnellsten Raunheimer jeden Ball gewann, sofort nach vorne spielte und sich auch häufig über den Flügel ins Angriffsspiel einschaltete. Der Ballbesitz dürfte bei etwa 90% gelegen haben.

Die Fußballerherzen der Väter kühlten nach dem Spiel dann nach und nach doch noch ein wenig aus, als man in der feucht-frostigen Raunheimer Nacht darauf wartete, dass die Herren Spieler endlich aus der Umkleidekabine kamen. Dass das sehr lange dauerte, soll laut Yannick1 daran gelegen haben, dass der Duschraum „sehr schön“ gewesen sei.

Heute spielten übrigens:
Yannick1 – Adrian2, Anton, Christoph (2 Tore), Enes, Furkan1, Furkan2 (1), Lorenz, Micki (1), Okan (2), Oskar (1), Yannick2.

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gelesen: 1329 · heute: 2 · zuletzt am: 17. Januar 2021

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