Baden gehen in Schwalbach

 

Mainova-Cup 2013

 

Der Ball ist rund wie der Erdplanet

Die Trikots bunt, wenn´s aufs  Spielfeld  geht

mal klappt der Pass und dann macht´s mir Spaß

Der Ball ist rund, der Ball ist rund

 

Wenn RWW seine Netze spinnt

Ich gern das seh, wenn man das Spiel gewinnt

Doch dann ganz schlicht, gelingt es einfach nicht

Der Ball ist rund, der Ball ist rund

 

Die Erde dreht sich um das Sonnenlicht

So kommt es ,dass der neue Tag an bricht

Ich krieg so viel und manchmal merk ich´s nicht

Der Ball ist rund, der Ball ist rund

 

Drum neu ich schau in des Himmels Blau

Die Wangen glüh´n – der Rasenplatz ist grün

Man nicht vergisst, was wirklich wichtig ist

Der Ball ist rund, der Ball ist rund

 

Der Ball ist rund wie der Erdplanet

Die Trikots bunt, wenn´s auf´s Spielfeld geht

mal klappt der Pass und dann macht´s mir Spaß

Der Ball ist rund, der Ball ist rund

 

Schon eine Woche nach dem Bundesligaturnier in Aarbergen war der Fußballzirkus wieder unterwegs. Beim Mainova-Cup in Schwalbach wurden zwei Startplätze für das Bundesligaturnier ausgespielt, das bereits am folgenden Tag am selben Ort stattfinden sollte.

Gespielt wurde in zwei Siebenergruppen (Rundumbande, große Tore, je 10 Minuten Spielzeit). Die beiden Gruppenersten hatten die Startplätze sicher.

1. Spiel: RWW – JFC Frankfurt 3:3
Gleich im ersten Spiel trafen wir auf den Tabellenführer der Gruppenliga Frankfurt. Unsere Mannschaft hatte etwas Startprobleme. Der Hallenboden war sehr glatt und man bewegte sich während das ganzen Turniers ein bisschen wie auf Eis. Der JFC ging 2:0 in Führung, aber in unserem Lager blieben alle ruhig. Mit drei schön herausgespielten Treffern von Micki (2) und Christoph gingen wir in Führung. Nach dem 3. Tor holten wir sogar den Ball aus dem Netz, um schnell noch ein 4. Tor zu schießen. Die Konzentration in der Defensive war heute nicht ausreichend und so gelang dem JFC der Ausgleich. Summasummarum ging dieses Ergebnis aber in Ordnung.

2. Spiel: RWW – FC Schwalbach III 7:1
Wie das Ergebnis verrät, war der Gegner überhaupt kein Problem. Adrian1 (2), Adrian2 (2), Micki (2) und Christoph waren hier die Vollstrecker.

3. Spiel: RWW – SG Rosenhöhe 1:0
Die SG machte viel Druck, so dass unsere Spieler gezwungen waren, sich mit dem verteidigen zu beschäftigen. Rosenhöhe hatten Chancen, aber keine glasklaren. Diese ungewohnte Spielsituation eröffnete Konterchancen. Eine nutzte Christoph nach schöner Vorarbeit von Adrian1. Für Rosenhöhe war die Niederlage unglücklich – für uns war der Sieg allerdings auch nicht unverdient. Ein „Zu-Null“ war auch schön.

4. Spiel: RWW – FSV Waiblingen 4:1
Die Waiblinger waren mit ihrer U12 am Start und hatte gegen den FV Berlin bereits eine 0:6 Packung kassiert. Dabei hatten die Schwaben kleine, schnelle, einsatzstarke und auch technisch gute Spieler am Start. Sie hatten gegen die Berliner allerdings gegen den Ball sehr unbekümmert agiert und waren hinten offen wie das besagte Scheunentor. Gegen unsere Mannschaft hatten sie anfangs sogar mehrere sehr gute Torchancen, die Yannick1 entschärfen konnte. Auch gegen uns ließen die Waiblinger im Rückwärtsgang die Übersicht vermissen – und wurden dafür bestraft. So ähnlich war es uns am letzten Wochenende ergangen.

Weil sich der JFC von den Berlinern und der SG Rosenhöhe jeweils auch nur unentschieden getrennt hatte, schienen nur noch die Hauptstädter und unsere Mannschaft für den Gruppensieg in Frage zu kommen. Der Gegner im 5. Spiel, Speyer 05, hattte sogar gegen Schwalbach III mit 0:4 verloren und konnte – sogar von mir – nicht ernst genommen werden.

Und dann kam das Unfassbare.

 

 

5. Spiel: RWW – Speyer 05 4:6
In den ersten vier Minuten waren die Pfälzer überhaupt nicht am Ball. Es stand nach zwei Treffern von Adrian1 2:0 für uns und es hätte auch bereits 5:0 stehen können. Ein “Wembley-Tor von Christoph wurde nicht gegeben. Im Film ist eindeutig zu sehen, dass der ball im Tor war – aber, dass der Schiri so etwas nicht sieht kommt vor -sogar in WM-Spielen. zweimal traf man dann das leere Tor nicht. Was dann kam, ist so unwahrscheinlich, wie ein Super-Gau in einem AKW. Aber natürlich nicht so schlimm. So wie ich auch, hatte man den Gegner vielleicht total unterschätzt. Nach einem Ballverlust nach zweikampf und einem Querschläger, der einem Stürmer vor die Füße fiel, stand es innerhalb von 25 sekunden 2:2 (6. Minute). Ein weiterer Fehlpass erlaubte dann eine Minute später sogar das 2:3. Furkan2 erzielte den Ausgleich. mit einem Sonntagsschuss von der Mittellinie ging aber Speyer wieder in Führung. Nun war man auf den Ausgleich und die Führung fixiert – es waren schließlich nur noch weniger als 2 Minuten zu spielen – und ein Punktverlust war nicht vorgesehen. So stimmte die Zuordnung in der Defensive nicht mehr und Speyer gelang es nun zweimal den Ball zum frei stehenden Mitspieler zu befördern (was ihnen zuvor und in anderen Spielen nicht gelang): 3:6. Malte erzielte schließlich den 4:6 Endstand. Am Ende war es ein Komplett-Black-Out nach einer Verketttung unglücklicher Umstände und die ganze schöne Ausgangsposition war vermasselt.

Aber das Unwahrscheinliche ist ja nicht das Unmögliche und deswegen passiert es manchmal doch. Ich bin z. B. mal zu einem Bewerbungsgespräch für eine Arbeitsstelle gegangen. Ich war ein bisschen früh dort, wollte aber nicht so früh reingehen, weil das vielleicht uncool ausgesehen hätte. Ich beschloss also, noch einen Spaziergang zu machen. Weil ich mich in den Entfernungen verschätzt hatte, musste ich mich dann ziemlich beeilen und bin gerade noch so pünktlich gekommen und wurde auch gleich in das Zimmer meiner Gesprächspartner gebeten. Habe ich schon erwähnt, dass es an diesem Tag sehr kalt war? Nein? Also: es war sehr kalt an diesem Tag. Das hatte Auswirkungen. Als mir die erste Frage gestellt wurde, bemerkte ich, dass meine Lippen völlig eingefroren waren, was mein Sprechen ziemlich behinderte. Das ist mir davor noch nie und seither auch nie wieder passiert. Der Professor fand das wohl uncool und stellte mich nicht ein. Ein paar Jahre später las ich in der Zeitung, dass er wegen Korruption verhaftet und unehrenhaft aus dem Dienst entlassen worden war. Ob er anderswo glücklich geworden ist, weiß ich nicht. Aber ich schweife ab.

Eine kleine Möglichkeit blieb und noch: Sollten Berlin und Rosenhöhe unentschieden spielen, würde ein Sieg gegen Berlin im letzten Spiel trotz allem zum Gruppensieg reichen. Mit dem Schlusspfiff legte sich der Torhüter der Rosenhöhe den Ball selbst ins Netz: 2:1.

Nun musste schon ein sehr, sehr hoher Sieg gegen Berlin her. Der FC Berlin hatte sich jedoch als sehr starke Mannschaft gezeigt, die vor allem sehr gut organisiert war.

6. Spiel: RWW – FC Berlin 1:3
Wir fingen gut an und spielten das 1:0 durch Christoph sehr schön heraus. Die Trainer entschieden, sehr hoch zu verteidigen, um mit schnellen Ballgewinnen mehr Tore zu schießen. Die Berliner nutzten aber den Raum – ähnlich wie vor einer Woche in Aarbergen – und gewannen verdient mit 3:1.

Heute waren nicht alle auf der Höhe, ich finde aber man sollte nicht allzu enttäuscht darüber sein. Es ist völlig normal, nicht immer körperlich und geistig in Hochform zu sein. Es gibt Tage da verspeist du den Bären und es gibt Tage, da wirst du vom Bären verspeist. So ist das nun mal, Freunde. Aber die Wagen ziehen westwärts und wer weiß, was uns hinter dem nächsten Berg erwartet.

Der Turnierplan war insofern ungünstig, als er Platzierungsspiele vorsah. Für Plätze, die völlig bedeutungslos waren. Und trotzdem wurden diese Spiele fünf Minuten länger gespielt als die Gruppenspiele. Wer sich das wohl ausgedacht hat? In Schwalbach werden sie ihn vermutlich „the brain“ nennen.

Wir mussten deshalb 3 Stunden auf das Spiel um Platz Sieben warten. Diese Pause wussten wir aber gut zu nutzen. Bei einem recht gemütlichen Türken gab es Döner für die ganze Mannschaft und dazu das Spiel Leverkusen – Eintracht im TV. Die Eintracht wollte am heutigen Tag nicht aus der Reihe tanzen und unterlag ebenfalls 1:3.

Spiel um Platz 7: RWW – RW Frankfurt 5:5; Neunmeterschießen 5:3
Die Leistung des Tages war, mit vollen Dönerbäuchen noch einen flotten Kick aufs Parkett legen zu können. Auch die Frankfurter ließen taktische Ordnung Ordnung sein und spielten recht unbekümmert nach vorne, so dass die Zuschauer noch etwas geboten bekamen.

Nächste Woche ist Hallen-Kreismeisterschaft und ich wünsche allen Formschwachen und Enttäuschten gute Genesung.

Motto des Tages

 

Heute aber spielten:
Yannick1 – Adil, Adrian1, Adrian2, Christoph Furkan2, Malte, Micki, Okan, Yannick2.

 

Nachtrag: Der Berliner SC hat am Sonntag dann auch das Bundesligaturnier (der U12-Mannachaften)  – z. T. mit sehr deutlichen Ergebnissen – gewonnen. An einem halbwegs guten Tag hätten wir das auch schaffen können.

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gelesen: 1223 · heute: 2 · zuletzt am: 12. Juni 2019

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