Kein Gekuller: Vorne Sieb´ner, hinten Nuller

Abend will es wieder werden

Um den Platz herrscht ziemlich Ruh´

Doch dem Spiel auf Gummierden

Schau ich gern ein Weilchen zu

13. Gruppenligaspiel: SV Darmstadt 98 U12 – RW Walldorf 0:7 (0:3)

Unserer Neun gelang heute mit einer starken Leistung ein ordentlicher Hüpfer in Richtung Gruppensieg. Lediglich vor dem Spiel konnten die Darmstädter punkten: „Unsere Bank!“ stellte sich der 98-Trainer unserem Team vor. Und das stimmte. Wir hatten vergessen, unsere eigene Bank aus Walldorf mitzubringen. Unsere Trainer und unsere Ersatzspieler wanderten daraufhin auf die gegenüberliegende Spielfeldseite, damit er nicht auch noch „Mein Stehplatz!“ oder Ähnliches sagen musste. Man will seinen Gastgebern ja nicht unnötig zur Last fallen.

Um den Platz herum war es ansonsten aber erfreulich ruhig.

Auf dem nicht mehr allzu taufrischen und daher sehr schnellen Kunstrasengeläuf ging es gleich flott los. Die Darmstädter versuchten, mit offensivem Pressing schnell in Ballbesitz zu kommen, was das ein oder andere mal auch gelang. Sie versuchten dann sofort, sich in Richtung Tor zu kombinieren und kamen auf diese Weise auch zu einigen Torabschlüssen. Der frisch vom Frisör gekommene Yannick1 sollte seinen Kasten heute aber wieder sauber halten.

Gefährlicher waren die Rot-Weißen. Auch hier wurde gut und schnell kombiniert – und dazu konnte man noch ein paar körperliche Vorteile in die Waagschale werfen. Beim 1. Treffer nach 8 Minuten erkannte der sehr sicher leitende Schiedsrichter noch auf Abseits, doch schon wenig später zeigte er auf den Strafstoßpunkt. Furkan1 verwandelte und nicht einmal das Tornetz konnte seinen Schuss aufhalten. In der 20. Minute wurde Lorenz am rechten Flügel freigespielt. Er stürmte in den Strafraum und wollte passen, sah aber niemanden frei stehen. Und was macht man, wenn man nicht weiß, wohin mit dem Ball? Genau! Wenig später parierte Yannick1 einen schwierigen Ball, ein Abwehrbein blockte den Nachschuss und den direkten Gegenangriff vollendete Adil durchsetzungsstark. Und statt 2:1 stand es 3:0.

Fünf Minuten vor der Halbzeit knallten Adrian1 und Furkan2 – die bis dahin die Abwehrmitte schön dicht gemacht und gut gespielt hatten – unglücklich mit den Köpfen zusammen. Adrian1 musste mit einer Platzwunde ins Krankenhaus gefahren werden. Furkan2 trug eine dicke Beule davon und konnte ebenfalls nicht mehr weiterspielen. Wir hoffen alle, dass es nicht allzu schlimm ist und wünschen beiden gute Besserung. Der Mannschaft merkte man an, dass sie geschockt war. Sie brachte den 3:0-Vorsprung aber in die Pause.

In der 2. Halbzeit versuchten zunächst die 98er den Anschlusstreffer zu erzielen. Ein Tor, das durchaus verdient gewesen wäre, wollte aber nicht gelingen. Auch nicht, als Yannick1 den Ball an der Außenlinie gegen drei Darmstädter behauptete, ihn zum Mitspieler brachte, aber noch nicht wieder von seinem Ausflug zurück im Tor war, als die Lilien in Ballbesitz kamen. Furkan1 war für die ausgefallenen Spieler neben Christoph ins Abwehrzentrum gerückt und auch hier machte er seine Sache sehr gut. Bei allem Offensivdrang boten die 98er viele Lücken in der Abwehr – besonders, wenn die Rot-Weißen über die Flügel spielten. In Minute 41 setzte sich Enes sehr stark am rechten Flügel durch und legte Adil das 4:0 auf. Dann verflachte das Spiel etwas. In der Schlussphase ließen dann nicht etwa die Kräfte der dezimierten Walldorfer nach, sondern die Moral der Darmstädter, so dass Enes, Okan und Micki nach sehenswerten Anspielen noch zu drei Treffern kamen.

Kompliment an die Mannschaft, die neben den verletzten Spielern auch noch die Ausfälle von Yannick2 und Malte verkraften mussten.

Am Samstag steht ein hochklassiges Turnier auf dem Programm und wir hoffen, dass dann alle wieder an Bord sind.

Heute aber überzeugten ohne und durch die Bank jeder einzelne dieser Herren:
Yannick1 – Adil (2 Tore), Adrian1, Adrian2, Anton, Christoph, Enes (1), Furkan1 (1), Furkan2, Lorenz (1), Micki (1), Okan (1).

Fotos: Als die Speicherkarte fürs Filmen nicht mehr reichte

Für die Filmbearbeitung reicht mir momentan die Zeit nicht – zuviel Arbeit! Es gibt aber viel sehenswertes aus den letzten Wochen, das ich hoffentlich nach und nach noch bringe. Aber was soll ich denn machen, wenn hier ein Höhepunkt den anderen jagt?

Tags:

gelesen: 1205 · heute: 2 · zuletzt am: 16. Juni 2019

Bisher keine Kommentare.

Hinterlassen Sie eine Antwort