Auabach die Zweite

Ein wenig warm ist es heut wieder!

Kann dem Frieden man jetzt trau´n?

Seht, am Baum blüht auch der Flieder!

Egal, lasst uns halt Fußball schaun!

14. Gruppenligaspiel: RWW – RW Auerbach 6:0 (1:0)

Ganz so extrem war es heute nicht wie im Hinspiel. Die, die im Hinspiel nicht dabei waren, waren aber schon „leicht“ überrascht. Herr Haddad hatte einen Freund mitgebracht, der professionell in der Sportberichterstattung beschäftigt ist. Aber auch dieser habe sich nicht erinnern können, ein Team je so Beton anrühren zu sehen. Sieben Spieler im Strafraum, sporadisch mal einen in der Nähe der Mittellinie. Unsere Mannschaft spielte gefällig. Immer um den Strafraum herum. Mal eine Flanke und Kopfball, mal ein Weitschuss. Mal gehalten, mal knapp vorbei. Den Ball ins Tor zu tragen gelang zunächst jedoch nicht.

Ich wurde langsam ein bisschen schläfrig, was z. T. auch daran gelegen haben mag, dass ich gestern ein wenig zu spät ins Bett gekommen war. Aber auch den geschätzten Mitvätern wurde langweilig und es ging ihnen ein bisschen so wie mir beim Hinspiel. Man konnte sich nicht vorstellen, wie Auerbach hier zu einem Tor kommen sollte. Ich wende beim Tischfußball manchmal ein ähnliches taktisches Mittel an: Ball halten, langsam hin- und herschieben, bis der Spielpartner die Konzentration nicht mehr halten kann und dann – zack zack Tor. Hier konnten unsere Abwehrspieler auch in ein oder zwei Situationen die Konzentrationen nicht halten. Sie stolperten unbedrängt über den Ball. Aber zackzack Tor war bei Auerbach nicht vorgesehen. Ein Auerbacher hätte völlig frei aufs Tor stürmen können. Er war dann offenbar aber auch überrascht über die Chance und fiel ebenfalls über den Ball. Ich weiß nicht mehr, ob es Herr Scheible, Herr Erdogan oder Herr Reichart war, der bemerkte, dass er nicht den geringsten Anstieg des Ruhepulses verspüren könne. Und dass das selbst dann nicht der Fall wäre, wenn der Stürmer auf unser Tor zu gestürmt wäre. Die Auerbacher sagten auch ganz offen, dass es ihnen nur darum gehe, keine Klatsche zu bekommen. So habe ein Betreuer auch ständig „zurück, zurück!“ gerufen – und sich bedankt, als Herr Haddad das mal für ihn erledigte, als er vergessen hatte zu rufen. Ich habe das nicht bemerkt, kann mir aber nicht recht vorstellen, wohin zurück sie laufen sollten.

Unser Trainer ist weithin bekannt für seine Auswechselfreudigkeit. Heute hatte er aber seine Meister gefunden. Beinahe bei jedem Einwurf, jeder Spielunterbrechung wechselten die Auerbacher aus – sicher um Zeit zu gewinnen, auch als sie schon deutlich im Rückstand waren. Auch beim Ballholen ließen sie sich viel Zeit. Das ist alles legitim, aber wenn der Betreuer nach einem Eckballpfiff für Walldorf neben dem Ball steht und er unseren Spieler dann zwanzig Meter zu diesem Ball hinlaufen lässt, statt ihm den Ball in Richtung Eckfahne zu spielen, dann ist das schon etwas unsportlich. Es war kein Endspiel, in dem ein knapper Vorsprung über die Zeit gerettet werden sollte. Es stand 0:5.

Ein Betreuer der Auerbacher erzählte, dass unsere Mannschaften halt leistungsmäßig zu weit auseinander liegen würden. Sie wollten daher nicht mitspielen und dann vielleicht ein 0:14 kassieren. Das ist natürlich ihr gutes Recht. Ich weiß auch nicht, wie sie sonst spielen. Ein Grund, warum unsere Spieler fußballerisch so viel besser sind, könnte aber auch darin liegen, dass sie nie angewiesen wurden, Ergebnisfußball zu spielen. Seit der G-Jugend wurde nie mit weiten Bällen, Torwartabschlägen oder dem planlosen Wegschlagen des Balles operiert. Es sollte immer und nur mit Kurzpässen vom Torhüter bis in die Sturmspitze gespielt werden. Alle Spieler wurden immer ins Offensivspiel einbezogen. Es gab nie doppelte Absicherungen, verstärkte Defensivreihen, keine Sonderbewachungen. Da wurde akzeptiert, dass da auch Bälle verloren wurden und der Gegner leichte Tore erzielen konnte. Gegen stärkere Gegner gab es dann auch mal ein 1:15, ein 0:10. Auch in wichtigen Spielen wurde so mancher Vorsprung hergeschenkt oder sie gingen kurz vor knapp sogar verloren – und das auch gegen Mannschaften, die eigentlich nicht ganz so stark waren wie unsere 2000er. Ziel dabei war immer, dass sich unsere Spieler verbessern und lernen, auch schwierige Situationen spielerisch zu lösen. Das Ergebnis des Spieles war Nebensache.

Ach, hab ich fast vergessen, 19. Minute: 1:0 Christoph mit schönem Flachschuss.

In der Pause bin ich tanken gefahren, denn die Elektronik hatte mich dazu schon seit Tagen aufgefordert. Auf Wunsch einiger Cineasten habe ich auch meinen Laptop noch geholt, auf dem erstaunliche Spielszenen vom letzten Turnier in Mörfelden bewundert werden konnten.

Als ich wieder kam stand es bereits 3:0. Adrian1 hatte heute die nötige Durchschlagskraft in der Spitze. Kurz darauf erhöhte Okan mit einem Weitschuss. Und wenig später war Adrian1 dann so freundlich, mir auch mal zu zeigen, wie man heute den Ball aus 2 Metern in die Maschen dreschen konnte. Mit dem Schlusspfiff erzielte Micki noch mit einem Distanzschuss das 6:0. Dazwischen das oben beschriebene Auswechseln und Ballholen.

Ich fragte hinterher in die Runde, wie das Spiel gewesen sei. Ich hätte mich gar nicht richtig konzentrieren können. Dann schreib halt das, war die Antwort. So, jetzt hab ichs halt geschrieben. Seid ihr damit zurfieden?  Die Trainer waren besonders mit der Anfangsphase der 2. Halbzeit zufrieden. Da hätte man das Tempo erhöhen und die Tore erzwingen können.

Ich wollte heute übrigens nicht filmen, weil ich derzeit nicht dazu komme, die Filme zu bearbeiten. Weil es aber die Defensivorientierung unserer Gegner heute doch etwas besonderes war, habe ich dann doch streckenweise gefilmt. Als ich dann – schläfrig geworden – ausknipste, machten unsere Spieler zackzack die Tore. Ich glaube, ich habe kein einziges Tor im Kasten.

Trostfoto

Am nächsten Mittwoch geht es dann nach Biebesheim, wo die Form gut zu sein scheint. Unter der kleinen Siegesserie mussten am heutigen Spieltag auch die Darmstadt 98er leiden, welchen in der Rückrunde anscheinend die Körner ausgehen.

Heute jedoch spielten:
Yannick1 – Adil, Adrian1 (3Tore), Anton, Christoph (1), Enes, Furkan1, Furkan2, Lorenz, Malte, Micki (1), Okan (1), Yannick2 .

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gelesen: 1139 · heute: 2 · zuletzt am: 20. Juli 2019

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