Ein Schippchen drunter gelegt

Spiele sind dazu da, dass man sie verliert.“
(Romanfigur Alfred Leobold in „Geht in Ordnung, sowieso, genau …“ von Eckehard Henscheid)

Pfnigstturnier bei Preußen Frankfurt

In der G-Jugend hatten wir erstmals ein Turnier bei Viktoria Preussen gespielt. Damals goss es aus Kübeln, als wir eintrafen. Alle hatten sich unter die Zelte zurückgezogen. Nur die G-Jugend von Waldhof Mannheim absolvierte in Regencapes eine erste Trainingseinheit. Die Waldhöfer waren damals für ihr Alter (6 – 7 Jahre) unfassbar weit fortgeschritten, was Balltechnik, Spielaufbau, Raumaufteilung und Tempo betrifft. Später im Turnier machten wir aber ein recht passables Spiel und erreichten ein 0:0. Im Halbfinale trafen wir freilich noch einmal auf die Waldhöfer und unterlagen dann klar mit 0:3. Im Spiel um Platz 3 wurde dann immerhin der 1. FC Saarbrücken mit 1:0 besiegt.

2009 hatten wir dann gerade eine schwächere Phase und schieden trotzdem nur mit sehr viel Pech im damals sehr gut besetzten Turnier aus. Wieder hatte es in Strömen geregnet und es war kalt gewesen. Obwohl Mai war!

Heute war das Turnier gar nicht gut besetzt. Dafür regnete es nur ein bisschen und zunächst war es auch wieder kühl. Und trotz wiederum insgesamt eher mäßiger Tagesform, war es schon kurios, wie das Endspiel verpasst wurde.

Es gibt anscheinend Turniere, da soll es nicht sein. So wie z. B. bei den Hallenturnieren der Spvvg. Neu-Isenburg.

1. Gruppenspiel: RWW – Viktoria Preussen1 0:0
Auf dem eher kleinen Kunstrasenplatz war es beinahe ein Spiel auf ein Tor. Auf das der Gastgeber. Der letzte Pass gelang hier aber nicht. Ein paar gute Schusschancen wurden nicht genutzt. Die Gastgeber hatten sporadisch Kontergelegenheiten, die jedoch auch zu nichts Zählbarem führten.

2. Gruppenspiel: RWW – Teutonia Köppern 5:0
Der Gegner war schwach. Trotzdem schießt man auch gegen diese Mannschaft in 12 Minuten nicht so leicht fünf Tore. Es gab Kombinationen zum Zungeschnalzen, die viermal von Torjäger Adil und einmal von Enes ins Netz bugsiert wurden.

3. Gruppenspiel: RWW – KSV Klein-Karben 1:1
Diesmal wurde auf dem deutlich größeren Rasenplatz gespielt. Die Karbener hatten körperliche und athletische Vorteile. Dank ungenauem Spiel unserer Neun gewannen sie immer wieder Bälle und hatten ein Übergewicht. Das 1:0 fiel durch einen Freistoß. Unsere Mauer hüpfte hoch. Der Schuss kam jedoch flach und fand unter der Mauer den Weg ins Tor. Wenig später erzielten die Karbener noch ein Tor, das zu Unrecht wegen Abseits nicht gegeben wurde. Gegen Ende der Partie spielten wir dann doch noch mit. Einen schönen Pass in die Tiefe versenkte Adil trotz schwierigem Winkel mit einem platzierten Flachschuss. Eine weitere gute Chance wurde wegen Abseits abgepfiffen – ebenfalls zu Unrecht. Mit dem Unentschieden waren wir aber sehr gut bedient. Das hieß Platz 2 in der Gruppe und Achtelfinale.

Wie schon 2009 waren die Gruppen sehr ungleich besetzt. Wieder war die erste Mannschaft der Gastgeber ausgeschieden. Diesmal erreichte neben Preussen2 sogar auch Preussen3 das Viertelfinale.

Weil ich aufgrund der Kälte meinen Anorak aus dem Auto geholt hatte, war – zackzack – die Sonne erschienen und in Nullkommanichts schwitzte man.

Viertelfinale: RWW – Bayern Alzenau 0:1
Hier war der jüngere Jahrgang der Alzenauer auf dem Platz, verstärkt durch einen 2000er-Stürmer. Mühelos wurde unsererseits eine hochkarätige Chance nach der anderen herausgespielt. Zunächst wurde immer wieder der Torwart angeschossen. Dann steigerte sich dieser zu einigen glänzenden Paraden. Ist aber nicht schlimm, dachte man. Da müssen jetzt einfach Tore fallen, so drückend war die Überlegenheit. Die Bayern war wirklich nur einmal in unserer Hälfte. Zwei Meter außerhalb des Strafraums spielte Malte dem Gegenspieler den Ball aus den Füßen. Eckball. Nein kein Eckball – der Schiedsrichter gab zur Überraschung aller Strafstoß. Der wurde dann etwa aus sechseinhalb Metern ausgeführt. 0:1. Wenn so ein Spiel über 60 Minuten geht, gewinnt man zweistellig. Aber vielleicht hatte ja in der Nacht jemand eine tote Katze unter dem Kunstrasen vergraben (in manchen Regionen der Erde kommt so was vor Jugendturnieren schon mal vor).

Ein paar Fotos zur Entspannung und zum Beweis des Wetterumschwunges

Wir waren ausgeschieden und wussten gar nicht so recht warum. Ich finde man konnte in diesem Spiel unserer Mannschaft kaum einen Vorwurf machen – außer, dass sie die reihenweise herausgespielten Torchancen nicht nutzte.

Wir haben in diesem Jahr ein sehr intensives Programm gehabt. Das geht nicht ohne Wellentäler ab, was Konzentration und Kraft bedeutet.

Vielleicht wird es sich ja noch auszahlen, dass wir an diesem Wochenende nicht das Cordial Turnier in Kitzbühel gespielt haben. Dort hat übrigens – bei 48 Teilnehmern – unser Gegner im Regionenendspiel Viktoria Griesheim das Spiel um Platz 35 erreicht (2:0 gegen Heusenstamm).

Die TuS Koblenz, an der wir in der Qualifikation gescheitert waren, erreichte immerhin den 17. Platz. In der Vorrunde waren sie – mit dem besten Torverhältnis – ähnlich unglücklich nur Gruppendritter geworden, wie wir vor 2 Jahren.

Bayern München scheiterte im Achtelfinale am 1. FC Nürnberg. Sieger wurde – wie vor 2 Jahren – die Mannschaft einer ungarischen Fußballschule, der FC Fönix Gold – diesmal mit 5:1 gegen die Spvvg Unterhaching.

Da kann sich der ungarische Fußball anscheinend wieder auf goldene Zeiten freuen und wie Phönix aus der Asche auferstehen. Es wäre ja mal wieder an der Zeit dafür.

Heute aber absolvierten eine leichte Trainingseinheit in Frankfurt:
Yannick1 – Adil (5 Tore), Adrian1, Adrian2, Christoph, Enes (1), Furkan2 (1), Malte, Micki, Okan, Yannick2.

Dennoch musste Walldorfs D-Jugend auch dieses Wochenende nicht ohne Turniersieg beenden. Hatten am Samstag Anton und Lorenz zur Behebung eines Personalengpasses mit der D2 in Sprendlingen mit einem Torverhältnis von 7:1 denkbar knapp das Halbfinale verpasst, gelang am Pfingstsonntag auf der herrlichen Anlage der Spvgg. Langenselbold im schönen Kinzig-Tal der große Wurf. Diesmal war neben Anton und Lorenz auch noch Adrian2 mit von der Partie. Vergab man in den ersten beiden Partien noch Torchancen en masse, steigerten sich die Burschen im weiteren Verlauf immer mehr und kamen auf insgesamt 8 Tore (Lorenz 4, Adrian2 deren 3 und Anton 1). Überschattet wurde der schöne Erfolg allerdings vom verletzungsbedingten Ausfall von Emanuel gleich zu Beginn nach einem Zusammenprall mit dem gegnerischen Torwart, der mit dem Notarztwagen ins Krankenhaus musste. Leider hat sich der Verdacht bestätigt und neben der ausgekugelten Schulter ist auch das Schlüsselbein gebrochen. Von dieser Stelle und uns allen die besten Wünsche zur Genesung, Alles Gute Emanuel!

So geht's: Walldorf siegt in Langenselbold!

So geht's: Walldorf siegt in Langenselbold!

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gelesen: 2602 · heute: 2 · zuletzt am: 19. Dezember 2018

1 Antwort zu “Ein Schippchen drunter gelegt”

  1. Reinhard 21. Mai, 2013 am 11:29 #

    Danke auch im Namen von Emmanuel für die Genesungswünsche.

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