Mit magischen 11 auf 1 (oder zu 1)

Wetter nervt seit vielen Wochen

Jacke heute mal zu dick

Doch ins Auge hat gestochen

Flottes Spiel mit Toren: schick!

18. Gruppenligaspiel: RWW – Viktoria Klein-Zimmern 11:1 (4:1)

Letztes Ligaspiel – schnief – Gegner wieder Viktoria Klein-Zimmern. Seit dem Hinspiel vor zehn Tagen, das 12:1 für RWW endete, ist auf der dortigen Internetseite der dazugehörende Spielbericht angekündigt. Titel: Die magische 11 meets 1. Als fleißiger Amateurreporter lese ich ja auch immer gerne, was die anderen so schreiben. Und – wie gesagt – findet man bei der Viktoria einige Perlen, was die sprachlichen Formulierungskünste angeht. Da war ich natürlich auf den Bericht zu unserem Spiel gespannt. Nun habe ich die vage Befürchtung, dass da gar kein Bericht mehr folgen wird. Nicht einmal das Spielergebnis wird mitgeteilt. Dieses Phänomen habe ich in den letzten sechs Jahren bei einigen Vereinen beobachtet. Die Flut begeisterter Berichte reißt genau nach einer deutlichen Niederlage gegen unsere 2000er ab. Und gerade dann war das zu beobachten, wenn zuvor eigene Siege nahezu mitleidlos für die unterlegenen Gegner mit allerlei Triumphvokabeln und Superlativen gefeiert worden waren (z.B. hier, hier und hier). Zurück auf dem Boden der Tatsachen versiegt dann leider die Tinte. Ich hoffe nicht, dass das bei der Viktoria auch so sein wird.

Menschlich ist das natürlich schon. Verlieren ist für viele schwieriger als zu gewinnen. Wenn ich die Wahl habe, gewinne ich auch lieber. Dabei bietet die Niederlage sehr viel mehr Stoff, um zu lernen. Sie erinnert uns viel eher an unsere wahre Größe als es Siege vermögen. Der Strom des Lebens fließt unaufhörlich weiter, die Wagen ziehen westwärts. Und seien wir mal ehrlich: angesichts des “Universums und allem” ist die ganze Menschheitsgeschichte weniger als ein Tropfen im Ozean. Da sollte man sich von solchen Kleinigkeiten nicht die Laune verhageln lassen. Auch wenn man nicht die beste Mannschaft des Sonnensystems trainiert, auch wenn man nicht Weltliteratur zu schreiben in der Lage ist, sollte man sich sowohl am großen Ganzen, als auch an sich selbst freuen und mit Herz und Verstand am Leben teilnehmen, so lange man den eigenen Zellhaufen noch steuern kann.

Auf dem Platz hat die Viktoria die eigenen Zellhaufen gar nicht so schlecht gesteuert, wie es das Ergebnis vermuten lässt. Sie hat mitgespielt und immer versucht, auch selbst vor unser Tor zu kommen. In den ersten zehn Minuten hatten sie auch einige Tormöglichkeiten. Sie scheiterten aber kurz vor knapp an einem doch noch auftauchenden Abwehrbein – oder an Furkan1, der heute in den ersten 30 Minuten das Tor hütete. Unsere Jungs sind aber das deutliche Quäntchen ball- und passsicherer, das dann in der Addition über 60 Minuten zu diesen klaren Resultaten führt. Adil erzielte die ersten beiden Treffer. Beim Ersten hatte ich mal kurz weggeguckt. Beim Zweiten kam der Pass von Adrian1, der heute ein starkes Spiel machte.

Nicht übel: Maximalpunktzahl erreicht und dazu dieses Torverhältnis.

Nicht übel: Maximalpunktzahl erreicht und dazu dieses Torverhältnis.

Dann kam Klein-Zimmern zum Anschlusstreffer. Dieser fiel zwar durch ein Eigentor, war aber von der Viktoria mehr oder weniger erzwungen und daher verdient.

Die Gäste wirkten auf mich etwas kompakter und wacher als im Hinspiel. Das 3:1 von Okan und das 4:1 von Micki – mit jeweils platzierten Schüssen – waren aber in jedem Fall verdienter Ausdruck des Walldorfer Spielübergewichtes.

In der 2. Halbzeit legte unsere Neun furios los, so dass ich etwas den Überblick über den Torspielfilm verlor. Nach drei Walldorfer Latten- und Pfostentreffern in den ersten fünf Minuten erzielte dann Klein-Zimmern ein Eigentor Marke Erzwungen. Der Rest war im wesentlichen ein Angriffswirbel aus einem Guss und auf das Gästetor. Je zweimal Adil und Adrian1 (per Strafstoß), Furkan2 und Micki mit einem weiteren Strafstoß steuerten die Treffer zum 11:1-Endstand bei.

Damit hat unsere Mannschaft in achtzehn Spielen 11*11=121 Tore erzielt und Platz 1 erreicht (zur Tabelle). Im Endspiel gegen den Sieger der Parallelgruppe, Viktoria Griesheim, wird sie die Chance haben, diese Erfolgsserie mit dem Gewinn der Regionenmeisterschaft zu krönen.

Torschützenkönig der Staffel wurde ebenfalls ein Walldorfer: Adil mit 31 Treffern und großem Vorsprung.

Nur Platz 1 in der Fairnesstabelle wurde am letzten Spieltag vergeigt. Weil der Torwartwechsel zur Halbzeit – Yannick1 kam für Furkan1 – dem Schiedsrichter nicht gemeldet worden war, bekamen beide Spieler eine Verwarnung: doppelt so viele wie alle zusammen in den 17 vorangegangenen Spielen. Wenn das aber die ganze Unfairness ist, kann man damit sehr gut leben.

Am nächsten Sonntag ruft uns der Pokalwettbewerb. Hier werden wir mit Starkenburgia Heppenheim einen dicken Brocken zu Gast haben.

Ein paar Stimmungsbilder

Heute jedoch spielten:
Furkan1, Yannick1 – Adil (4 Tore), Adrian1(2), Adrian2, Anton, Christoph, Lorenz, Furkan2(1), Micki (2), Okan (1), Yannick2.

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gelesen: 2041 · heute: 4 · zuletzt am: 22. Oktober 2018

3 Antworten zu “Mit magischen 11 auf 1 (oder zu 1)”

  1. Mario 27. Mai, 2013 am 14:43 #

    Herzlichen Glückwunsch nach Walldorf. Super Leistung.

  2. Manfred C. 28. Mai, 2013 am 15:01 #

    Danke und ebenfalls Glückwünsche an euch zu Platz 2! Ihr habt guten Fußball gespielt und wir erwarten ein enges Spiel am Sonntag.

  3. Mario 28. Mai, 2013 am 17:05 #

    Leicht wollen wir es euch zumindest nicht machen aber schauen wir mal. Ist halt schade, dass man wieder gegeneinander spielen muss.

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